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Reinhard Müller (Soziologe)

deutscher Historiker und Soziologe
Reinhard Müller (2012)

Reinhard Müller (* 1944 in Chotieschau) ist ein deutscher Historiker und Soziologe.

Müller studierte Geschichte, Germanistik und Soziologie in München, Regensburg und Hamburg. Von 1978 bis 1989 war er Mitarbeiter der Thälmann-Gedenkstätte Hamburg, anschließend von 1991 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung in der Abteilung „Theorie und Geschichte der Gewalt“. Schließlich war Müller von 2010 bis 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur. Zur Geschichte der deutschen Emigranten in der Sowjetunion leistete er zahlreiche Recherchen in Moskauer Archiven. Bei mehreren Dokumentarfilmen und bei dem Spielfilm Hotel Lux war er als wissenschaftlicher Berater tätig. Zahlreiche Publikationen erschienen von ihm zur Geschichte des Exils, des stalinistischen Terrors und des Kommunismus.

BücherBearbeiten

  • Hrsg.: Die Säuberung. Moskau 1936. Georg Lukács, Johannes R. Becher, Friedrich Wolf u. a., Stenogramm einer geschlossenen Parteiversammlung. Rowohlt, Reinbek 1991, ISBN 3-499-13012-2.
  • Die Akte Wehner. Moskau 1937–1941. 1. Auflage, Rowohlt Berlin, Berlin 1993, ISBN 3-87134-056-1; 2. Auflage 1994, ISBN 3-499-19659-X.
  • zus. mit Jakov Rokitjanskij: Krasnyi dissident. Akademik Rjasanov. Opponent Lenina- žertva Stalina.Biografičeskij očerk. [Der rote Dissident. Akademiemitglied Rjasanow. Opponent Lenins- Opfer Stalins, Biographische Skizze], Izdat. Academia, Moskau 1996, ISBN 5-87444-038-0.
  • Hrsg. zus. mit Jakov Rokitjanskij, Vladimir Sereda, Alexandr Stykalin: Besedy na Lubjanke. Sledstvennoe delo D. Lukaca. Materialy k biografii. [Gespräche in der Lubjanka. Die Untersuchungsakte von Georg Lukács. Materialien zur Biografie], Rossiiskaia akademiia nauk, Moskau 1999, 2. verb. Aufl. 2001 ISBN 5-7576-0090-X.
  • Menschenfalle Moskau. Exil und stalinistische Verfolgung. Hamburger Edition, Hamburg 2001, ISBN 3-930908-71-9.
  • Herbert Wehner – Moskau 1937. Hamburger Edition, Hamburg 2004, ISBN 3-930908-82-4.
  • Hrsg. zus. mit Ingo Way: Im Roten Eis. Sonja Wolf-Friedmann. Schicksalswege meiner Familie. Aufbau, Berlin 2013, ISBN 978-3-351-03538-9.
  • Hrsg. zus. mit Bettina Nir-Vired, Irina Scherbakowa, Olga Reznikowa: Carola Neher. Gefeiert auf der Bühne – Gestorben im Gulag. Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte, Berlin 2016, ISBN 978-3-86732-243-0.

WeblinksBearbeiten