Reimerswaal

Gemeinde in den Niederlanden

Reimerswaal ( anhören?/i) ist eine Gemeinde in der niederländischen Provinz Zeeland.

Gemeinde Reimerswaal
Flagge der Gemeinde Reimerswaal
Flagge
Wappen der Gemeinde Reimerswaal
Wappen
Provinz  Zeeland
Bürgermeister Petra van Wingerden-Boers (VVD; kommissarisch)[1]
Sitz der Gemeinde Kruiningen
Fläche
 – Land
 – Wasser
242,42 km2
101,8 km2
140,62 km2
CBS-Code 0703
Einwohner 22.923 (1. Jan. 2022[2])
Bevölkerungsdichte 95 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 27′ N, 4° 1′ OKoordinaten: 51° 27′ N, 4° 1′ O
Bedeutender Verkehrsweg A58 E312 N289 N659 N670 N673
Vorwahl 0113
Postleitzahlen 4400–4419
Website Homepage von Reimerswaal
LocatieReimerswaal.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

GeographieBearbeiten

Das Gebiet von Reimerswaal stellt eine Landzunge dar, die die Halbinsel Zuid-Beveland mit den festländischen Niederlanden verbindet; im Norden ist die Oosterschelde, im Süden die Westerschelde. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 242,42 km² (davon 140,62 km² Wasserfläche), sie hat 22.923 Einwohner (Stand 1. Januar 2022). Das seeländische Reimerswaal grenzt auch an eine Gemeinde von Nordbrabant, nämlich Woensdrecht.

GeschichteBearbeiten

Reimerswaal hatte bereits im Mittelalter Bedeutung als Handelsort. Dies ergab sich durch die günstige Lage an der Handelsroute nach Antwerpen, außerdem war Reimerswaal Ausgangspunkt für Schiffe nach England, Frankreich und zu den Ostseehäfen. Die Stadtrechte besaß der Ort seit 1374.

 
Reimerswaal auf einer Karte von Jacob van Deventer, 1560

In den Jahren 1530 bis 1570 wurden der Ort und seine Umgebung durch wiederholte Sturmfluten beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen. Die meisten umliegenden Dörfer rund um die Stadt Reimerswaal gingen oft schon bei der Sankt-Felix-Flut 1530 und der Allerheiligenflut 1532 unter. Reimerswaal lag nun direkt am Meer. 1632 musste das „alte“ Reimerswaal endgültig aufgegeben werden. Das Verdronken Land van Reimerswaal ist heute als untergegangenes Gebiet in der Oosterschelde zu orten.

Die Neugründung von Reimerswaal begann erst über 300 Jahre später, 1961, südlich der früheren Stadt. Die heutige Gemeinde Reimerswaal entstand in den 1970er Jahren durch Zusammenlegung der Ortschaften Yerseke, Vlake, Hansweert, Kruiningen, Waarde, Oostdijk, Krabbendijke, Stationsbuurt, Rilland und Bath. Hauptort und Verwaltungssitz von Reimerswaal ist Kruiningen.

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Bedeutung als Wirtschaftszweig besitzt der Schiffbau in einer Werft im Ortsteil Hansweert.

Die Bahnstrecke Roosendaal–Vlissingen verläuft durch die Gemeinde. Auf dem Weg nach Vlissingen gibt es hier drei Bahnhöfe:

PolitikBearbeiten

Sitzverteilung im GemeinderatBearbeiten

Kommunalwahl am 16. März 2022[3]
Wahlbeteiligung: 62,66 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,27
19,29
11,77
10,02
9,82
8,82
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2018
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
+4,11
+1,73
−3,15
+0,11
−2,52
−0,29
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Leefbaar Reimerswaal

Der Gemeinderat von Reimerswaal wird seit 1982 wie folgt gebildet:

Partei Sitze[3]
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018 2022
SGP 5 5 5 6 6 7 7 7 7 7 8
Leefbaar Reimerswaal 2 3 3 3 3 4
ChristenUnie 2 1 2 2 3 2
PvdA 4 4 3 3 3 2 4 2 2 2 2
VVD 3 2 2 2 2 1 1 2 2 2 2
CDA 5 4 4 4 2 3 3 3 3 2 1
Bewoners Belangen Reimerswaal 2 3 4 5 2
RPF 1
D66 0
Gesamt 17 17 17 19 19 19 19 19 19 19 19

Politische GliederungBearbeiten

Die Gemeinde wird in folgende Ortsteile aufgeteilt:

Nr.[Anm. 1] Ort Einwohner[4][Anm. 2]
00 Yerseke 7.005
01 Kruiningen 4.770
02 Krabbendijke 4.350
03 Waarde 1.440
04 Rilland-Bath 3.000
05 Hansweert 1.735
06 Oostdijk 625
Gemeinde 22.925
  1. Bezirksnummer
  2. (Stand: 1. Januar 2022)

WeblinksBearbeiten

Commons: Reimerswaal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Petra van Wingerden - Boers tijdelijk waarnemend burgemeester in Reimerswaal. In: reimerswaal.nl. Gemeente Reimerswaal, 19. Oktober 2021, abgerufen am 21. November 2021 (niederländisch).
  2. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek, 28. Februar 2022 (niederländisch).
  3. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018 2022, abgerufen am 5. April 2022 (niederländisch)
  4. Kerncijfers wijken en buurten 2022. In: StatLine. CBS, 2. September 2022, abgerufen am 12. Oktober 2022.