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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Reichersbeuern
Reichersbeuern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Reichersbeuern hervorgehoben
Koordinaten: 47° 46′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Verwaltungs­gemeinschaft: Reichersbeuern
Höhe: 716 m ü. NHN
Fläche: 15,4 km2
Einwohner: 2518 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83677
Vorwahl: 08041
Kfz-Kennzeichen: TÖL, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 140
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tölzer Straße 12
83677 Reichersbeuern
Website: www.reichersbeuern.de
Bürgermeister: Ernst Dieckmann (FWG)
Lage der Gemeinde Reichersbeuern im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Starnberger SeeAmmerseeÖsterreichLandkreis EbersbergLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Landsberg am LechLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis RosenheimLandkreis StarnbergLandkreis Weilheim-SchongauWolfratshauser ForstPupplinger AuPupplinger AuBad HeilbrunnBad TölzBenediktbeuernBichlDietramszellEglingEurasburg (Oberbayern)GaißachGeretsriedGreilingIckingJachenauKochel am SeeKönigsdorf (Bayern)LenggriesMünsingReichersbeuernSachsenkamSchlehdorfWackersbergWolfratshausenKarte
Über dieses Bild
Kirchberg Reichersbeuern
Panorama vom Kirchberg in Reichersbeuern

Reichersbeuern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Reichersbeuern. Gemeindeteile sind das Pfarrdorf Reichersbeuern und der Weiler Reut.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Reichersbeuern liegt zwischen bewaldeten Hügeln unmittelbar am Rand der Vorberge. Wahrzeichen des Ortes sind die Kirche St. Korbinian und das unverbaute Alpenpanorama mit dem Kirchberg und der dahinter liegenden Benediktenwand.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Reichersbeuern war längere Zeit Sitz einer Hofmark derer von Pienzenau und wurde 1818 im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern eine selbstständige politische Gemeinde.

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Reichersbeuern ist seit der Gebietsreform 1978 der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft zwischen Reichersbeuern, Sachsenkam und Greiling. Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Korbinian und das Schloss Reichersbeuern, eine ehemalige Wasserburg.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1840: 0436 Einwohner
  • 1932: 0992 Einwohner
  • 1991: 1748 Einwohner
  • 1995: 1928 Einwohner
  • 2005: 2172 Einwohner
  • 2010: 2230 Einwohner
  • 2015: 2317 Einwohner

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Nach der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 hat der Gemeinderat 14 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 73 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

  CSU/Bürgerliche     6 Sitze  (50,78 %)
  Freie Wählergemeinschaft 7 Sitze (49,22 %)

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt; oben in Gold ein roter wachsender Panter, unten in Blau auf grünem Boden ein silbernes Haus mit goldenem Dach.

Bürgerbegehren gegen den geplanten Funkmasten auf dem KirchbergBearbeiten

Im Jahr 2017 fragte die Telekom bei der Gemeinde Reichersbeuern an, einen Funkmasten auf dem Kirchberg im Ort bauen zu dürfen. Die Gemeinde lehnte dies ursprünglich ab und präferierte den weiter außerhalb des Ortes, an der B472 in Richtung Waakirchen liegenden Hügel Walmbichl. Im Herbst 2018 wurden in einer ersten Unterschriftenliste 200 Stimmen gegen den Standort mitten im Dorf und für den Walmbichl als Standort gesammelt. Im ersten Bürgerbegehren in der Geschichte Reichersbeuerns unterschrieben im März 2019 mehr als 500 Personen innerhalb von sechs Tagen gegen den "Mobilfunkmasten auf dem Kirchberg".[3] Argumente des Bürgerbegehrens war eine mehr als 3× so hohe Strahlungsbelastung durch den Standort am Kirchberg und die optische Beeinträchtigung des Ortsbildes. Diese Argumente wurden durch das von der Gemeinde selbst in Auftrag gegebene Gutachten in allen Punkten bestätigt.[4] Für viele Bürger Reichersbeuerns war und ist ein Funkmast in nur 270 Meter Entfernung vom Kindergarten ein gänzlich ungeeigneter Standort. Zeitgleich mit der Europawahl 2019 erfolgte am 26. Mai 2019 ein Bürgerentscheid, in dem mit knapper Mehrheit (21 Stimmen) für die Realisierung des Standorts Kirchberg gestimmt wurde.[5]

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

BildungseinrichtungenBearbeiten

  • Reichersbeuern verfügt neben einer Grundschule über ein staatlich anerkanntes Ganztagesgymnasium mit Internat in freier Trägerschaft im Schloss Reichersbeuern.

Freizeit- und SportanlagenBearbeiten

  • Natureisstadion SC Reichersbeuern
  • Zweifach-Turnhalle an der Schule

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Joseph Probst (* 19. März 1816 in Reichersbeuern; † 7. August 1884 in Ecksberg), Pfarrer, Gründer der ersten Behindertenanstalt in Bayern.
  • Balthasar Trischberger (* 16. Dezember 1721 in Reichersbeuern; † 9. Dezember 1777 in München), Baumeister des Barock.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Reichersbeuern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien