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Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Der Regulierte Markt ist ein organisierter Markt sowie ein gesetzlich geregeltes, deutsches Börsensegment, dessen Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten entgegen dem börsenregulierten Freiverkehr gesetzlich geregelt sind. Die Voraussetzungen für eine Zulassung zum Regulierten Markt sind im Börsengesetz, in der Börsenzulassungsverordnung, im Wertpapierprospektgesetz und in der Börsenordnung geregelt, es ist ein öffentlich-rechtliches Zulassungsverfahren.

Daneben kann mit regulierter Markt auch allgemein ein gesetzlich reguliertes Börsensegment gemeint sein, zum Beispiel ein EU-regulierter Markt.

GeschichteBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

Das erste deutsche Börsengesetz trat im Jahre 1896 in Kraft. Der Regulierte Markt entstand am 1. November 2007 auf Basis der MifID in Verbindung mit dem Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz durch die Fusion von geregeltem Markt und amtlichem Markt. Alle Wertpapiere, die vor dem 1. November 2007 einem der beiden fusionierten Segmente angehörten, wurden automatisch in den Regulierten Markt aufgenommen.

Vereinigtes KönigreichBearbeiten

Seit Gründung der Royal Exchange (London) gab es immer wieder Versuche, den Börsenmarkt zu regulieren. Im Jahre 1697 setzte das englische Parlament die zulässige Zahl von Börsenbrokern auf 100 fest. Verstöße wurden mit empfindlichen Strafen geahndet. Doch gab es auch einen außerbörslichen Handel. 1801 wurde der Subscription room geschaffen, um dem regulierten Markt ein eigenes Gebäude zu geben. Doch diese Einrichtung wurde nicht von allen Börsenhändlern begrüßt.

Zulassung und FolgepflichtenBearbeiten

Deutschland

Die mit der Zulassung zum Regulierten Markt in Deutschland verbundenen Pflichten entsprechen denen des früheren amtlichen Marktes, sind also strenger als die des früheren geregelten Marktes. Basiswerte (vor allem Effekten) und Rechte, die an der Börse gehandelt werden sollen und nicht zum Handel im regulierten Markt zugelassen oder in den regulierten Markt oder in den Freiverkehr einbezogen sind, bedürfen gemäß § 23 Abs. 1 BörsG der Zulassung zum Handel durch die Geschäftsführung der Börse.

Kriterien bei der Erstemission:[1]

Folgepflichten für den Emittenten:

  • Veröffentlichung eines Jahresabschlusses,
  • Veröffentlichung eines Zwischenberichts für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres,
  • Ad-hoc-Publizität (§ 15 WpHG),
  • Mitteilungspflicht (§ 21 WpHG).

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gruppe Deutsche Börse – Regulierter Markt. In: deutsche-boerse.com. 1. November 2007, abgerufen am 8. November 2017.