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Regula Mühlemann (2012)

Regula Mühlemann (* 7. Januar 1986 in Adligenswil) ist eine Schweizer Opernsängerin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Regula Mühlemann ist im luzernischen Adligenswil aufgewachsen und studierte an der Hochschule Luzern bei Barbara Locher.[1] Erste Erfahrungen auf der Opernbühne sammelte die junge Sopranistin schon früh am Luzerner Theater.

Danach führten sie Engagements u. a. als Despina (Così fan tutte) an das Teatro La Fenice nach Venedig, an das Opernhaus Zürich[2] und an das Festspielhaus Baden-Baden, wo sie als Giannetta in Gaetano Donizettis L’elisir d’amore zu erleben war. Im Sommer 2012 gab sie ihr Debüt als junge Papagena in der Oper Das Labyrinth von Peter von Winter bei den Salzburger Festspielen. Seither war Regula Mühlemann an vielen der wichtigsten Opern- und Konzerthäuser der Welt zu hören, darunter u. a. der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, der Nederlandse Opera, der Opéra national de Paris, der Berliner Staatsoper, dem Theater an der Wien, dem Teatro Regio in Turin, der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles oder an den Festivals in Verbier und Luzern in der Schweiz. Ihr Debüt als Susanna in Le nozze di Figaro gab sie im September 2017 am Grand Théâtre de Genève.[3] Als Juliette in Gounods Roméo et Juliette brachte sie im November 2018 am Luzerner Theater erstmals eine große romantische Rolle auf die Bühne.[4]

Regula Mühlemann war Finalistin des «Prix Credit Suisse Jeunes Solistes» in Genf und erhielt zahlreiche Preise, darunter ein Stipendium der Friedl-Wald-Stiftung, des Migros-Kulturprozents, der Elvira-Lüthi-Wegmann-Stiftung, der Professor Armin Weltner und der Jmanuel und Evamaria Schenk Stiftung. 2015 war sie Finalistin des Wettbewerbs Cardiff Singer of the World.

Regula Mühlemanns Diskographie umfasst u. a. Gioachino Rossinis Petite Messe solennelle, Le nozze di Figaro mit Rolando Villazón und Thomas Hampson unter der musikalischen Leitung von Yannick Nézet-Séguin sowie ihr Debütalbum Mozart Arias, das im Februar 2017 den Preis der deutschen Schallplattenkritik gewann.[5]

Grössere Bekanntheit erlangte Regula Mühlemann durch Jens Neuberts Verfilmung der Oper Der Freischütz von Carl Maria von Weber, in der sie die Rolle des Ännchens verkörperte. In einer weiteren Filmadaption von Christoph Willibald Glucks Oper Orfeo ed Euridice war Regula Mühlemann an der Seite von Bejun Mehta als Amor zu sehen. 2016 war sie im Rahmen des ZDF-Adventskonzerts aus Dresden zu hören.[6]

In dem 2018 erschienenen Dokumentarfilm Der Klang der Stimme zeigt sie Einblicke in Ihre Arbeit und ihre Beziehung zum Singen.

AuszeichnungenBearbeiten

  • 2008: Finalistin des «Prix Credit Suisse Jeunes Solistes» (Genf)
  • 2009: Stipendium der Friedl-Wald-Stiftung
  • 2010: Semifinalistin beim Concours Ernst Haefliger (Gstaad)
  • 2011: Stipendium des Migros-Kulturprozents
  • 2011: Stipendium der Elvira-Lüthi-Wegmann-Stiftung
  • 2011: Stipendium der Professor Armin Weltner Stiftung
  • 2011: Stipendium und Publikumspreis der Jmanuel und Evamaria Schenk Stiftung
  • 2012: Stipendium des Migros-Kulturprozents
  • 2017: Preis der deutschen Schallplattenkritik
  • 2018: Opus Klassik als Nachwuchskünstlerin des Jahres (Gesang)[7]

DiskographieBearbeiten

  • 2014: Gioachino Rossini: Petite Messe solennelle (Sony Classical)
  • 2016: Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro (Deutsche Grammophon)
  • 2016: Mozart Arias (Sony Classical)
  • 2017: Georg Philipp Telemann: Reformations Oratorium (Sony Classical)
  • 2017: Cleopatra – Baroque Arias (Sony Classical)

DVDBearbeiten

  • 2011: Carl Maria von Weber: Der Freischütz (Constantin Film)
  • 2013: Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte (Berliner Philharmoniker)
  • 2014: Christoph Willibald Gluck: Orfeo ed Euridice (Arthaus Musik)
  • 2014: Gaetano Donizetti: L’elisir d’amore (Deutsche Grammophon)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Regula Mühlemann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Thomas Schacher: «Ich bin zu hundert Prozent authentisch». In: Neue Zürcher Zeitung. 3. Dezember 2017, abgerufen am 7. Dezember 2017.
  2. Regula Mühlemann@1@2Vorlage:Toter Link/www.opernhaus.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf der Website des Opernhauses Zürich, abgerufen am 20. Dezember 2011.
  3. Peter Hagmann: Triptychon mit Barbier: Drei Perspektiven auf «Figaro» in Genf. In: Neue Zürcher Zeitung. 18. September 2017, abgerufen am 1. November 2017.
  4. Urs Mattenberger: Premiere eines Stars von hier: Verschwenderisch schöne Rebellion. In: Luzerner Zeitung. 3. November 2018, abgerufen am 4. November 2018.
  5. Preis der Deutschen Schallplattenkritik: die Bestenliste 1/2017 ist erschienen. In: Neue Musikzeitung. 16. Februar 2017.
  6. Programmbeschreibung (Memento des Originals vom 21. Dezember 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zdf.de auf ZDFmediathek, abgerufen am 6. Dezember 2016.
  7. OPUS KLASSIK, abgerufen am 14. Oktober 2018.