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Regionaler Arbeitskreis Entwicklung, Planung und Verkehr Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler

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Der Regionale Arbeitskreis Entwicklung, Planung und Verkehr Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler, Kurzeigenbezeichnung :rak, ist ein Arbeitskreis der Stadt Bonn und der Städte und Gemeinden aus dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Landkreis Ahrweiler. Diese bilden zusammen eine Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler, deren Strukturförderung und Regionalplanung der Arbeitskreis dienen soll. Es handelt sich nicht um einen offiziellen Zusammenschluss, sondern nur um eine freiwillige Kooperation.

Inhaltsverzeichnis

OrganisationBearbeiten

Im :rak arbeiten die 28 Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden der Region zusammen. Er soll als Bindeglied zwischen der kommunalen Planungshoheit und der Planung auf Ebene der Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz dienen. Die Vorgehensweise wird als „freiwillige Selbstbindung“ bezeichnet. Der Arbeitskreis hat keine Beschlusskompetenz, sondern dient als Diskussionsplattform und spricht Empfehlungen aus, über die dann von den entsprechenden Planungsgremien (Kreistagen, Stadt- bzw. Gemeinderäten) entschieden wird.

GeschichteBearbeiten

Durch den Hauptstadtbeschluss zum Umzug der Bundesregierung aus Bonn nach Berlin am 20. Juni 1991 wurden in der Region Befürchtungen laut, dies könnte zu einer strukturellen Schwächung führen. Um diese Probleme anzugehen und da die Region inzwischen über die Grenze der Bundesländer hinaus zusammengewachsen war, dies jedoch durch keine gemeinsame Organisationsebene abgedeckt war, entstand die Idee des :rak. Eine gemeinsame raumordnerische und strukturpolitische Konzeption wurde erarbeitet und in der Folge in regelmäßigen Konsultationen entwickelt und umgesetzt. Seit November 2001 ist die freiwillige regionale Kooperation durch einen Kooperationsvertrag auch vertraglich geregelt. Danach wechselt die Geschäftsstelle alle zwei Jahre zwischen dem Landkreis Ahrweiler, dem Rhein-Sieg-Kreis und der Bundesstadt Bonn. Im Oktober 2006 wurde die Kooperation der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler mit einem Preis im bundesweiten Wettbewerb „kommKOOP“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ausgezeichnet.

Schwerpunkte und LeitbilderBearbeiten

Das strukturpolitische Leitbild des :rak wird als „Fünf-Säulen-Modell“ bezeichnet, die fünf Hauptaufgabenfelder sind dabei

  • Bonn als Bundesstadt
  • Bonn als Zentrum für europäische und internationale Zusammenarbeit
  • Region der Wissenschaft und Forschung
  • Region zukunftsorientierter Wirtschaftsstruktur
  • Modell einer umweltgerechten Städtelandschaft und Kulturregion.

Des Weiteren wird die Kooperation zwischen Bonn und seiner Umgebung betont, unter dem Begriff Gegenseitiger Nutzen wird die Vernetzung von Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Bildung, Kultur und Freizeit gefördert.

Das raumordnerische Leitbild wird als „Dezentrale Konzentration“ bezeichnet und soll neben dem Oberzentrum Bonn auch die Mittelzentren der Region fördern. Auch Nutzung und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, insbesondere des ÖPNV, fällt hierunter, mit dem Ziel von Verkehrs- und Umweltentlastung.

Als besondere thematische Schwerpunkte betrachtet der :rak die beiden Gebiete Wohnen und Einzelhandel. Die Errichtung neuer Wohngebiete wird regional koordiniert, so stellte eine 1992 in Auftrag gegebene regionale Wohnungsmarktuntersuchung einen Bedarf an rund 50.000 Wohneinheiten bis 2010 fest, der bis heute weitgehend erfüllt wurde. Für den Handel ist der wichtigste Teil des Konzeptes, die weitere Ansiedlung von Einzelhandelszentren „auf der grünen Wiese“ außerhalb der Ortskerne zu verhindern und stattdessen die Innenstädte und Ortsmitten als kommerzielle Zentren zu fördern.

WeblinksBearbeiten