Hessen im Jahr 1930

Der Regierungsbezirk Worms war eine kurzzeitige Verwaltungseinheit im Gebiet der Provinz Rheinhessen im Großherzogtum Hessen. Er ging aus den Kreisen Alzey und Worms hervor. Er bestand vom 1850 bis zum 12. Mai 1852. Der Bezirkssitz war Worms.

1850 gab der Regierungsbezirk Mainz die ehemaligen Kreise Alzey und Worms an den neu geschaffenen Regierungsbezirk Worms ab.

Einordnung des Regierungsbezirkes in das Großherzogtum HessenBearbeiten

Zusammen mit dem Regierungsbezirk Mainz bildete der Regierungsbezirk Worms das Gebiet der Provinz Rheinhessen, die mit den Gebieten der Provinz Starkenburg und der Provinz Oberhessen das Großherzogtum Hessen darstellte.

GeschichteBearbeiten

Infolge der Märzrevolution 1848 wurden die Provinzen, die Kreise und die Landratsbezirke des Großherzogtums am 31. Juli 1848 abgeschafft und durch Regierungsbezirke ersetzt. Der Regierungsbezirk Mainz entstand 1848 aus den Kreisen Alzey, Bingen, Mainz und Worms, sowie der Stadt Mainz.

1850 wurde der Regierungsbezirk Worms abgespalten, der die ehemaligen Kreise Alzey und Worms umfasste.

Nach Auflösung der Regierungsbezirke am 12. Mai 1852 wurden die Kreise Alzey, Bingen, Mainz und Worms wieder eingerichtet, wobei die Stadt Mainz in den Kreis Mainz eingegliedert wurde. Im Gegenzug wurde der südliche Teil des Kreises Mainz in einen eigenständigen Kreis Oppenheim ausgegliedert.

Nachfolgende UmgliederungenBearbeiten

Im Zuge der 1874 im Großherzogtum Hessen nach preußischem Vorbild vorgenommenen Reform der Kreisverfassung kam es auch zu einer neuen Kreiseinteilung. Die damals geschaffene Gliederung des Großherzogtum in fünf die Provinz Rheinhessen bildende Kreise hatte mehr als sechs Jahrzehnte Bestand.

Nach der 1936 erfolgten Auflösung der Provinzial- und Kreistage im nunmehrigen Volksstaat Hessen (ab 1918) und der 1937 durchgeführten Aufhebung der drei Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen brachte das Jahr 1938 eine Überprüfung der Kreisgrenzen. Durch Aufhebung der Kreise Bensheim, Schotten sowie Oppenheim verminderte sich im November gleichen Jahres die Gesamtzahl der Kreise im Volksstaat Hessen auf insgesamt 15. Gleichzeitig wurden die Städte Darmstadt, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms als Stadtkreise verselbständigt. Diese so geschaffene Kreiseinteilung des Volksstaates hatte zunächst bis zum Kriegsende 1945 Bestand.