Regierungsbezirk Dieburg

Der Regierungsbezirk Dieburg war kurzzeitig und in Folge der Märzrevolution 1848–1852 eine Verwaltungseinheit im Großherzogtum Hessen.

GeschichteBearbeiten

Infolge der Märzrevolution 1848 wurden die Provinzen, die Kreise und die in den „Souveränitätslanden“ verbliebenen Landratsbezirke im Großherzogtum abgeschafft und durch Regierungsbezirke ersetzt. Der Regierungsbezirk Dieburg ging aus dem Kreis Dieburg und Teilen der Kreise Bensheim, Darmstadt und Offenbach hervor.[1]

Als Produkt der Märzrevolution wurde diese Gebietsreform nach dem Sieg der restaurativen Kräfte in der Reaktionsära 1852 wieder rückgängig gemacht, indem aus dem Gebiet des Regierungsbezirks Dieburg die zuvor aufgelösten Kreise Dieburg, Darmstadt, Bensheim und Offenbach wieder hergestellt wurden.[2]

Dirigent der RegierungskommissionBearbeiten

Dirigent der Regierungskommission des Regierungsbezirks Dieburg, also Chef des Regierungspräsidiums, war der frühere Dieburger Kreisrat Friedrich Kritzler.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gesetz, die Organisation der dem Ministerium des Innern untergeordneten Verwaltungsbehörden betreffend vom 31. Juli 1848. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 38 vom 3. August 1848, S. 217–225 (219).
  2. Verordnung die Eintheilung des Großherzogthums in Kreise betreffend vom 12. Mai 1852. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 30 vom 20. Mai 1852, S. 224–228.