Regensburgische Botanische Gesellschaft

Botanische Gesellschaft in Bayern

Die Regensburgische Botanische Gesellschaft, vormals Königlich Bayerische Botanische Gesellschaft zu Regensburg, ist ein eingetragener Verein. Sie hat als Ziel die Pflege und Förderung der Botanik, insbesondere die Erforschung der heimischen Pflanzenwelt und sie unterstützt die Bestrebungen des Naturschutzes.

GeschichteBearbeiten

Die Gesellschaft wurde am 14. Mai 1790 durch David Heinrich Hoppe (1760–1846) gestiftet und ist die älteste noch bestehende botanische Vereinigung der Welt.[1] Die Gründung erfolgte unter freiem Himmel[2] auf dem Hoppefelsen, (Schutzfelsen Pentling) einem markanten Felsen im Naturschutzgebiet Max-Schultze-Steig.

Die Gesellschaft baute ab 1791 eine Fachbibliothek auf, welche 1805 216 Titel umfasste, und unterhielt ab 1803 einen botanischen Garten. 1974 kam die Gesellschaft unter die Obhut der Universität Regensburg und übergab die Bibliothek als Dauerleihgabe an die Hochschule.

Bekannte Mitglieder waren Johann Wolfgang von Goethe, Alexander von Humboldt und Justus von Liebig. Ehrenvorsitzender ist seit 1999 Andreas Bresinsky, 1. Vorsitzender ist seit 2007 Peter Poschlod.

PublikationenBearbeiten

  • Botanisches Taschenbuch für die Anfänger dieser Wissenschaft und der Apothekerkunst (Biodiversity Heritage Library), ab 1805 umbenannt in Neues Botanisches Taschenbuch für die Anfänger dieser Wissenschaft und der Apothekerkunst (Biodiversity Heritage Library).
    • Diese 1790 erstmals erschienene Zeitschrift war die erste botanische Zeitschrift Deutschlands.
  • Denkschriften der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft (Biodiversity Heritage Library), ab 1971 (Band 29) umbenannt in Hoppea, Denkschriften der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft.
    • Der erste Band der Denkschriften erschien 1792 mit dem Titel Geschichte der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft nebst einigen Aufsätzen, Reden und Abhandlungen. Die erste Abteilung des zweiten Bandes – gezählt als Band 1, Abteilung 1, kam 1815 auf den Markt. Die zweite Abteilung dieses Bandes erschien 1818, der dritte, als Band 2 gezählte Teil, im Jahr 1822.
  • Regensburger Mykologische Schriften.
    • Beiträge zur Floristik, Systematik und Ökologie der Pilze Deutschlands unter besonderer Berücksichtigung Regensburgs und Bayerns. Die Schriften werden seit 1993 von Andreas Bresinsky und Helmut Besl herausgegeben.

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang Ilg: Die Regensburgische Botanische Gesellschaft, Regensburg 1984

WeblinksBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lange Tradition des Wissens (Memento des Originals vom 6. Juni 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.regensburg.de
  2. Gründung (Memento des Originals vom 6. Juni 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bibliothek.uni-regensburg.de, abgerufen am 6. Juni 2014.