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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Rechtenstein
Rechtenstein
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Rechtenstein hervorgehoben

Koordinaten: 48° 14′ N, 9° 33′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 538 m ü. NHN
Fläche: 3,77 km2
Einwohner: 306 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89611
Vorwahl: 07375
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 098
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Braunselweg 2
89611 Rechtenstein
Website: www.rechtenstein.de
Bürgermeisterin: Romy Wurm
Lage der Gemeinde Rechtenstein im Alb-Donau-Kreis
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Über dieses Bild

Rechtenstein ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen an.

GeographieBearbeiten

Rechtenstein liegt an der Donau zwischen Riedlingen und Munderkingen. Die Braunsel fließt hier in die Donau.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Osten an Lauterach, im Süden an Obermarchtal und im Osten und Norden an Emeringen.

GeschichteBearbeiten

Die Burg Rechtenstein wird als Sitz der Familie vom Stain erstmals 1331 urkundlich erwähnt, als Berthold vom Stain die Burg bewohnt und sich zur Abgrenzung von anderen Stainschen Linien den Beinamen vom Rechtenstein zulegt. Die Familie vom Stain selbst wird gesichert erstmals 922 erwähnt (bei früheren Nennungen ist unsicher, ob wirklich diese Familie gemeint ist). Am 12. August 1410 verkauft Wolf vom Stain einen Teil des Ortes, der sich inzwischen um die Burg gebildet hatte, an Württemberg. 1557 erwirbt Bernhard vom Stain sämtliche Anteile an Burg und Dorf zurück, so dass der gesamte Ort wieder Familienbesitz ist.

1739 starb die Rechtensteiner Linie der Familie vom Stain aus. 1806 fiel der Ort endgültig an Württemberg. 1817 wird die Burg mit Ausnahme des Burgturms abgerissen.

ReligionenBearbeiten

Rechtenstein blieb auch nach der Reformation römisch-katholisch. Die barocke Pfarrkirche St. Georg wurde 1744 geweiht.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Im April 2015 wurde Romy Wurm (ehrenamtlich) mit 95,5 % der Stimmen für eine dritte Amtszeit wiedergewählt.[2]

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 3. August 1957 durch das Innenministerium genehmigt.

Blasonierung: „In Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, belegt mit einem goldenen Herzschild, darin drei gestürzte schwarze Wolfsangeln übereinander.“

In den dreißiger Jahren des vergangenen Jh. nahm die Gemeinde ein Wappen in ihre Dienstsiegel auf, das den einem Deutschordenskreuz aufgelegten gevierten Schild der Freiherren bzw. Grafen von Stain zum Rechtenstein enthielt. Als Vorlage für diese Darstellung hatte offenbar das Wappen eines dem Deutschen Orden angehörenden Mitglieds des Ortadelsgeschlechts gedient. Mit Beratung durch die Archivdirektion Stuttgart wurde daraus das jetzige Gemeindewappen entwickelt. Es verbindet das rote Georgskreuz als Hinweis auf den Ortskirchenpatron mit dem Stammwappen des Ortsadels.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Rechtenstein
 
Wasserkraftwerk an der Donau
 
Rechtensteiner Höhle

VerkehrBearbeiten

Rechtenstein liegt an der Bahnstrecke Ulm–Sigmaringen. Viele Jahre lang gab es am Bahnhof Rechtenstein keine Zughalte, derzeit halten ganzjährig je acht Züge täglich.[3] Es verkehren Busse nach Munderkingen und Riedlingen. Diese Linien verlaufen innerhalb des Tarifgebiets des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds. Innerhalb der Ortschaft verkehrte früher die Feldbahn Rechtenstein, welche heute noch gelegentlich durch eine Privatperson betrieben wird. Darüber hinaus führt der internationale Donauradweg von Donaueschingen nach Wien durch Rechtenstein.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Romy Wurm in Rechtenstein im Amt bestätigt. In: Südwest Presse, 27. April 2015.
  3. Gemeinde Rechtenstein: Tourismus und Bahn, abgerufen am 31. März 2015