Ray of Light ist das siebte Studioalbum von Madonna. Es erschien erstmals am 22. Februar 1998.[1] Mit 371.000 verkauften Einheiten in den USA stellte Madonna einen neuen Verkaufsrekord auf – kein Album einer Künstlerin hat sich bis zu diesem Zeitpunkt in seiner Veröffentlichungswoche häufiger verkauft.[2] Ray of Light ist eines von vier Alben Madonnas, die sich über 20 Millionen Mal verkauft haben und damit zu den weltweit meistverkauften Musikalben gehören.[3]

Ray of Light
Cover
Studioalbum von Madonna

Veröffent-
lichung(en)

22. Februar 1998

Label(s) Maverick Records, Warner Brothers Records

Format(e)

CD, LP, MC, MD

Genre(s)

Electronica, Trance, Downtempo

Titel (Anzahl)

13

Länge

1:06:52

Besetzung
  • Madonna
  • Marius De Vries
  • Patrick Leonard

Produktion

  • Madonna
  • William Orbit
  • Marius De Vries
  • Patrick Leonard
Chronologie
Evita
(1996)
Ray of Light Music
(2000)

Hintergrund

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Ray of Light wurde zu seiner Veröffentlichung von der Kritik als bisher bestes Madonna-Album neben Like a Prayer gefeiert und wird seitdem regelmäßig auf den Listen von Musikzeitschriften zu den besten Alben gezählt.[4][5] Es gewann u. a. die Grammys für das beste Popalbum und das beste Dance-Album 1999 – außerdem für das beste Dance-Video Ray of Light.

Nachdem sich Madonna die Jahre zuvor mit eher ruhigeren, balladesken Alben (Bedtime Stories, Something to Remember) bemerkbar gemacht hatte, sollte dieses Album eine komplette Wende in ihrer Karriere bedeuten. Ihre Stimme hatte durch die Arbeit an dem Musicalfilm Evita an Stärke gewonnen, und auch persönlich hatte sie eine Wandlung durchlebt: Sie war mit ihrer Tochter Lourdes das erste Mal Mutter geworden und hatte sich der Kabbalah zugewandt, was sie in ihre Texte einfließen ließ: Die waren durchweg geprägt von ihrer neuen Rolle als Mutter (u. a. Little Star, Drowned World/Substitute for Love und Ray of Light) und fernöstlichen, spirituellen Einflüssen mit Themen wie Tod und Wiedergeburt (u. a. Swim, Sky Fits Heaven, Skin und dem in Sanskrit gesungenen Hindu-Gebet Shanti/Ashtangi). Die orientalischen Einflüsse beschränkten sich allerdings nicht auf die Texte, sondern spiegelten sich auch in der musikalischen Untermalung wider; Beispiele hierfür sind die Single-Auskopplungen Frozen und Nothing Really Matters. Das Album endet unerwartet nihilistisch mit dem düsteren Ambient-Track Mer Girl, einem surrealen Gedicht über den Tod von Madonnas Mutter; eine Antithese zum restlichen Ton der Platte.[6]

Unter Mitwirkung der Hauptproduzenten Patrick Leonard und William Orbit entstand ein Album zwischen experimenteller Tanzmusik, Ambient und Electronica, das auch zwei Trance-/Technostücke (Skin, Sky Fits Heaven) enthält, die sich an der europäischen Clubszene orientierten. Das Album verkaufte sich über 20 Millionen Mal[7] und die ausgekoppelten Singles konnten sich erfolgreich in den Charts platzieren. Das Video zu Frozen löste 1998 einen neuen Modetrend aus: Henna-Tätowierungen und Ethno. Mit dem Video für die letzte Single-Auskopplung Nothing Really Matters wollte sich Madonna für die geplante Verfilmung von Die Geisha in Erinnerung bringen, allerdings wurde die Verfilmung verworfen und erst 2005 mit Zhang Ziyi realisiert. Als letzte Singleveröffentlichung war Skin vorgesehen. Stattdessen wurde mit Beautiful Stranger (aus dem zweiten Austin-Powers-Soundtrack) ein neuer Song veröffentlicht. 2001 warb der Song Ray of Light als offizieller Werbesong für das Betriebssystem Windows XP von Microsoft. 2006 wurde das Album als eines der „Capital Gold’s All-Time Top 500“ der britischen Charts ausgezeichnet.

Titelliste

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  1. Drowned World / Substitute for Love (Collins, Kerr, Madonna, McKuen, Orbit) – 5:09
  2. Swim (Madonna, Orbit) – 5:00
  3. Ray of Light (Curtiss, Leach, Madonna, Maldoon, Orbit) – 5:21
  4. Candy Perfume Girl (Madonna, Melvoin, Orbit) – 4:34
  5. Skin (Leonard, Madonna) – 6:22
  6. Nothing Really Matters (Leonard, Madonna) – 4:27
  7. Sky Fits Heaven (Leonard, Madonna) – 4:48
  8. Shanti / Ashtangi (Madonna, Orbit) – 4:29
  9. Frozen (Leonard, Madonna) – 6:12
  10. The Power of Good-Bye (Madonna, Nowels) – 4:10
  11. To Have and Not to Hold (Madonna, Nowels) – 5:23
  12. Little Star (Madonna, Nowels) – 5:18
  13. Mer Girl (Madonna, Orbit) – 5:32
Has to Be [Japanischer Bonustrack] (Madonna, Orbit, Leonard) – 5:16

Charts und Chartplatzierungen

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Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
  Deutschland (GfK)[8]1 (83 Wo.)83
  Österreich (Ö3)[8]2 (42 Wo.)42
  Schweiz (IFPI)[8]1 (57 Wo.)57
  Vereinigtes Königreich (OCC)[8]1 (138 Wo.)138
  Vereinigte Staaten (Billboard)[8]2 (78 Wo.)78
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1998)Platzie­rung
  Deutschland (GfK)[9]4
  Österreich (Ö3)[10]7
  Schweiz (IFPI)[11]4
ChartsJahres­charts (1999)Platzie­rung
  Deutschland (GfK)[12]14
  Österreich (Ö3)[13]21
Jahr Titel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, , Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
1998 Frozen DE2
(19 Wo.)DE
AT2
(14 Wo.)AT
CH2
(24 Wo.)CH
UK1
(13 Wo.)UK
US2
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. Februar 1998
Verkäufe: + 2.072.200
Ray of Light DE28
(9 Wo.)DE
AT31
(6 Wo.)AT
CH32
(11 Wo.)CH
UK2
(18 Wo.)UK
US5
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. Mai 1998
Verkäufe: + 935.000
Drowned World/Substitute for Love DE39
(9 Wo.)DE
AT34
(1 Wo.)AT
CH31
(5 Wo.)CH
UK10
(9 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 24. August 1998
The Power of Good-Bye DE4
(14 Wo.)DE
AT4
(12 Wo.)AT
CH8
(16 Wo.)CH
UK6
(13 Wo.)UK
US11
(19 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 22. September 1998
Verkäufe: + 490.000
1999 Nothing Really Matters DE38
(9 Wo.)DE
AT29
(5 Wo.)AT
CH26
(5 Wo.)CH
UK7
(12 Wo.)UK
US93
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. März 1999
Verkäufe: + 200.000

Siehe auch

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Einzelnachweise

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  1. Madonna – Ray of Light bei Discogs, abgerufen am 26. Februar 2024.
  2. Nielsen Business Media Inc: Billboard. Nielsen Business Media, Inc., 14. November 1998 (google.de [abgerufen am 16. Juli 2019]).
  3. Madonna: mad for fame at 40. In: BBC News. Abgerufen am 8. Juli 2021.
  4. The Old Acclaimed Music Forum. Abgerufen am 11. Dezember 2023.
  5. #222 Madonna, 'Ray of Light' (1998). Abgerufen am 11. Dezember 2023 (amerikanisches Englisch).
  6. Condé Nast: The 150 Best Albums of the 1990s. 28. September 2022, abgerufen am 11. Dezember 2023 (amerikanisches Englisch).
  7. Madonna: mad for fame at 40. In: BBC News. Abgerufen am 8. Juli 2021.
  8. a b c d e Chartquellen: DE AT CH UK US
  9. Jahrescharts 2009 in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 5. April 2024.
  10. Jahrescharts 1998 in Österreich. In: austriancharts.at. Abgerufen am 5. April 2024.
  11. Jahrescharts 1998 in der Schweiz. In: hitparade.ch. Abgerufen am 5. April 2024.
  12. Jahrescharts 1999 in Deutschland. In: offiziellecharts.de. Abgerufen am 5. April 2024.
  13. Jahrescharts 1999 in Österreich. In: austriancharts.at. Abgerufen am 5. April 2024.