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Rauhenberg (Wiesenttal)

Ortsteil von Wiesenttal

Rauhenberg ist ein Ortsteil von Wiesenttal, einem Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim im Zentrum der Fränkischen Schweiz.

Rauhenberg
Koordinaten: 49° 51′ 44″ N, 11° 15′ 6″ O
Höhe: 447 m ü. NN
Einwohner: 18 (4. Mai 2016)
Postleitzahl: 91346
Vorwahl: 09196
Durchgangshöhle Fuchsloch
Durchgangshöhle Fuchsloch

GeographieBearbeiten

Der Weiler liegt drei Kilometer südöstlich von Aufseß und zehn Kilometer nordöstlich von Ebermannstadt in einer Hochfläche der Fränkischen Alb auf einer Höhe von 447 m ü. NN. Südlich und westlich fällt das Gelände steil zum Tal der 70 Höhenmeter tiefer verlaufenden Aufseß hin ab, einem rechten Nebenfluss der Wiesent. Die Gegend ist geprägt von stark kalkhaltigen Böden, und in dem anstehenden Felsen in der Nähe befinden sich zahlreiche Karsthöhlen, von denen eine den Namen Rauhenberger Höhle trägt.

GeschichteBearbeiten

Die Gegend um den sonnigen Südwesthang ist bereits seit Urzeiten von Menschen bewohnt, denen zunächst die Höhlen Schutz boten. 500 Meter östlich gab es eine etwa 8000 Quadratmeter große Freilandstation des Mesolithikums, 400 Meter nördlich befand sich an einem witterungsgeschützten Geländeabsatz eine 1,4 Hektar große Siedlung in der Zeit der Linearbandkeramik und 600 Meter südöstlich eine hochmittelalterliche Spornburg, die etwa 9500 Quadratmeter umfasste. Diese sind alle als Bodendenkmale geschützt.[1]

Die Spornburg, der heutige Burgstall Vestenberg, von der nur noch Wallreste erhalten sind, ging spätestens im Dreißigjährigen Krieg nieder, jedoch blieb die Gegend unter dem Einfluss der Herren von Aufseß. Im Spätmittelalter entstand das vom Tal her schwer zugängliche Rauhenberg zunächst als Aussiedlerhof. Durch Erbfolge und Landteilung wuchs dieser zu einem Weiler. Das bayerische Urkataster erfasste 1808 dort sechs Höfe.[2] Mit dem bayerischen Gemeindeedikt kam der Ort 1818 zur Gemeinde Breitenlesau.

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Breitenlesau aufgelöst, und Rauhenberg am 1. Januar 1977 nach Wiesenttal eingemeindet.

Der Ort blieb landwirtschaftlich geprägt und von der Größe her praktisch unverändert; heute gibt es sieben Anwesen. Schützenswerte historische Bausubstanz ist nicht erhalten geblieben. Die derzeitige Einwohnerzahl liegt bei 18 amtlich gemeldeten Personen.

SehenswertesBearbeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das Gründerhaus und die nahen Höhlen, beispielsweise die Naturdenkmale Bauernhöhle, Fuchsloch (Siehe Bild). Auf dem Dorfplatz befindet sich der Osterbaum, der an Ostern traditionell geschmückt wird.

VerkehrBearbeiten

Rauhenberg ist über eine steile, von der Kreisstraße FO 40 im Tal der Aufseß abzweigenden, in Serpentinen verlaufenden Gemeindestraße erschlossen. Die Gemeindestraße führt östlich nach Zochenreuth und in den Landkreis Bayreuth weiter. Der Öffentliche Personennahverkehr bietet montags bis samstags im benachbarten Draisendorf morgens eine Fahrt nach Ebermannstadt, sowie tagsüber einige Rückfahrten an (Linie 231). Es ist jedoch eher eine Schulbuslinie und sie wird im Auftrag der VGN von einem Privatunternehmen betrieben. Sonntags findet kein fahrplanmäßiger Verkehr statt. Bei Bedarf können bis zu vier Fahrten mit einem Anrufsammeltaxi durchgeführt werden.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rauhenberg (Wiesenttal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. LfD-Liste für Wiesenttal, Seiten 7 ff (.pdf)
  2. Rauhenberg auf historischer Karte