Rainer-Maria Weiss

Deutscher Archäologe und Museumsleiter

Rainer-Maria Weiss (* 1966 in Neuburg an der Donau) ist ein deutscher prähistorischer Archäologe.

LebenBearbeiten

Rainer-Maria Weiss studierte Vor- und Frühgeschichte sowie Kunstgeschichte an der Universität Regensburg, wo er 1995 promoviert wurde.

1990 wurde er Mitarbeiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in Regensburg. 1991 erfolgte ein Wechsel an das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin. Weiss war im Weiteren sowohl in Berlin als auch in Bayern in der Denkmalpflege tätig. Auch arbeitete er für das Gäubodenmuseum in Straubing. 2001 wurde Weiss zum Kurator im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte ernannt.

Im Jahr 2003 erfolgte seine Ernennung zum Direktor des Helms-Museums in Hamburg.[1] Auch obliegt ihm als Hamburger Landesarchäologe in der Freien und Hansestadt Hamburg und im Landkreis Harburg die Bodendenkmalpflege.[2]

Gemeinsam mit Anne Klammt betonte Weiss auf der Grundlage neuer archäologischer Erkenntnisse, bei der Anlage Hamburgs („Hammaburg“) habe es sich nicht wie bis dahin vermutet um eine Kirchengründung gehandelt. Vielmehr sei die Stadt aus einem Ort heraus entstanden, an dem Handel getrieben wurde.[3]

MitgliedschaftenBearbeiten

Rainer-Maria Weiss ist Vorstandsmitglied der Hermann Rauhe-Stiftung in Hamburg.[4] Darüber hinaus gehört er dem Vorstand des Kulturforums Hamburg e. V. an.[5]

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vorstand der Hermann Rauhe-Stiftung, abgerufen am 27. Januar 2021.
  2. Heike Gätjen: „Es heißt graben, nicht buddeln!“. In: Hamburger Abendblatt vom 22. Januar 2019; Verband der Landesarchäologen in der Bundesrepublik Deutschland, abgerufen am 22. Januar 2019.
  3. Rainer-Maria Weiss, Anne Klammt (Hrsg.): Mythos Hammaburg. Archäologische Entdeckungen zu den Anfängen Hamburgs. Wachholtz Verlag, Kiel 2015, ISBN 978-3-529-05270-5.
  4. Vorstand der Hermann Rauhe-Stiftung, abgerufen am 27. Januar 2021.
  5. Vorstand des Kulturforums Hamburg e. V., abgerufen am 22. Januar 2019.