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Raimkul Chudoinasarowitsch Malachbekow

russischer Boxer

Raimkul Chudoinasarowitsch Malachbekow (russisch Раимкуль Худойназарович Малахбеков; * 16. August 1974 in Duschanbe, Tadschikische SSR, Sowjetunion) ist ein ehemaliger russischer Amateurboxer.

LaufbahnBearbeiten

Der Rechtsausleger Malachbekow wurde 1993 in Bursa im Alter von 19 Jahren Europameister im Bantamgewicht (-54 kg), er schlug dort unter anderem den zweifachen Weltmeister (im Fliegen- und Federgewicht) und Olympiasieger István Kovács. Insgesamt erreichte er in seiner Karriere bis 2002 bei fünf Europameisterschaften die folgenden Medaillenränge: 1996 in Vejle gewann er Silber, da er im Finale dem Ungarn Kovács unterlag, 1998 in Minsk belegte er einen dritten Platz und im Jahr 2000 wurde er in Tampere erneut Zweiter, um dann 2002 in Perm im Federgewicht (-57 kg) zum zweiten Mal Europameister zu werden. Nach diesem Erfolg beendete er seine Boxkarriere, in deren Verlauf er auch siebenmal den russischen Meistertitel errang.

Malachbekow gewann außerdem zweimal den Weltmeistertitel. Bei den Titelkämpfen 1995 in Berlin besiegte er dabei unter anderem den Olympiasieger Joel Casamayor aus Kuba. 1997 verteidigte er in Budapest seinen Titel.

1996 nahm er für Russland an den Olympischen Spielen in Atlanta teil, wo er im Halbfinale am kubanischen Vertreter Arnaldo Mesa scheiterte und somit die Bronzemedaille errang. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney unterlag er im Finale dem Kubaner Guillermo Rigondeaux und gewann Silber.

Malachbekow wechselte nach seiner Sportkarriere in die Politik und wurde Abgeordneter im Parlament der Republik Kalmückien. Er lebt mit seiner Familie in Elista.