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Radmühl

Ortsteil der Gemeinde Freiensteinau

Radmühl ist ein Ortsteil in der Gemeinde Freiensteinau im mittelhessischen Vogelsbergkreis.

Radmühl
Gemeinde Freiensteinau
Koordinaten: 50° 24′ 32″ N, 9° 22′ 2″ O
Höhe: 372 m ü. NN
Fläche: 3,07 km² [LAGIS]
Einwohner: 290 (30. Jun. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1972
Postleitzahl: 36399
Vorwahl: 0 66 66
Luftaufnahme 2017
Luftaufnahme 2017

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt an den südlichen Ausläufern des Vogelsbergs.

NachbarorteBearbeiten

Radmühl grenzt im Norden an den Ort Salz, im Nordosten an den Ort Freiensteinau, im Südosten an den Ort Fleschenbach, im Süden an den Ort Rebsdorf, im Südwesten an den Ort Oberreichenbach und im Nordwesten an den Ort Wettges.

GeschichteBearbeiten

Die beiden Teile des Ortes westlich und östlich des Salzbachs gehörten bis zur Gebietsreform in Hessen zu verschiedenen Verwaltungseinheiten bzw. Ländern.

Bis zum Jahr 1806 gehörte der östliche Teil jahrhundertelang zum Gebiet der Freiherren Riedesel zu Eisenbach, der westliche Teil zum Fürstentum Isenburg-Birstein. Der östliche Teil kam 1806 an das Großherzogtum Hessen, der westliche 1806 zum Rheinbund-Staat Isenburg und nach dessen Mediatisierung (zu Österreich) und Aufteilung 1816 an das Kurfürstentum Hessen, welches 1866 vom Königreich Preußen annektiert wurde.

1945 wurde die Doppelortschaft Teil des Landes Hessen, blieb aber weiterhin administrativ geteilt durch die Zuordnung des westlichen Teils zum Landkreis Gelnhausen und des östlichen Teils zum Landkreis Lauterbach.

Umgangssprachlich wird die östliche Ortshälfte bis heute Hessisch Radmühl, die westliche Preußisch Radmühl genannt, obwohl die Zeit zwischen 1866 und 1945 im Vergleich zur riedeselisch-isenburgischen Zeit eher ein kurzer Abschnitt der Ortsgeschichte war. Die offizielle Bezeichnung des östlichen Teils ist Radmühl I, die des westlichen Teils Radmühl II.

Gebietsreform

Am 1. August 1972 kamen die bis dahin selbstständigen Gemeinden im Zuge der Gebietsreform in Hessen durch Landesgesetz als Ortsteile zur Großgemeinde Freiensteinau und zum Vogelsbergkreis.[2][3]

PolitikBearbeiten

Ortsvorsteher ist Heiko Wahn.[4]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Radmühl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Daten & Fakten – Einwohnerzahlen im Internetauftritt der Gemeinde Freiensteinau
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Alsfeld und Lauterbach (GVBl. II 330-12) vom 1. August 1972. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1972 Nr. 17, S. 215, §§ 5 und 12 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 1,2 MB]).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 368.
  4. Ortsvorsteher und Ortsbeiräte. In: Internetauftritt der Gemeinde Freiensteinau. Abgerufen am 25. Dezember 2017.