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Stadtgemeinde
Raabs an der Thaya
Wappen Österreichkarte
Wappen von Raabs an der Thaya
Raabs an der Thaya (Österreich)
Raabs an der Thaya
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Waidhofen an der Thaya
Kfz-Kennzeichen: WT
Fläche: 134,65 km²
Koordinaten: 48° 51′ N, 15° 30′ OKoordinaten: 48° 50′ 53″ N, 15° 29′ 35″ O
Höhe: 410 m ü. A.
Einwohner: 2.644 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 20 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3820, 3823
Vorwahl: 02846
Gemeindekennziffer: 3 22 16
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 25
3820 Raabs an der Thaya
Website: www.raabs-thaya.gv.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Mayer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
15
4
2
15 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Raabs an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya
DietmannsDobersbergGasternGroß-SieghartsKarlstein an der ThayaKautzenLudweis-AigenPfaffenschlag bei Waidhofen an der ThayaRaabs an der ThayaThayaVitisWaidhofen an der ThayaWaidhofen an der Thaya-LandWaldkirchen an der ThayaWindigsteigNiederösterreichLage der Gemeinde Raabs an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Raabs an der Thaya ist eine Stadtgemeinde mit 2644 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.

GeografieBearbeiten

Raabs an der Thaya liegt im nördlichen Waldviertel in Niederösterreich. Hier vereinigen sich die beiden Quellflüsse der Thaya, die Deutsche Thaya und die Mährische Thaya. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 134,65 Quadratkilometer. 27,6 Prozent der Fläche sind bewaldet.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 33 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Brunnen am Hauptplatz
 
Ufer der Thaya mit Burg

Aus Raabs an der Thaya stammen die ersten Burggrafen von Nürnberg (siehe auch Geschichte der Stadt Nürnberg), die Herren und Grafen von Raabs. Im Juni 1260 übergab Königin Margarete die Grafschaft Raabs dem böhmischen Adligen Wok von Rosenberg. Dessen Söhne Heinrich und Witiko VI. schenkten am 19. März 1272 mit einer in Rosenberg ausgefertigten Urkunde das Patronatsrecht der Raabser Kirche dem von ihrem Vater gegründeten Kloster Hohenfurt. Am 26. März 1282 übergab Heinrich von Rosenberg mit einer in Wien ausgestellten Urkunde die Herrschaft Raabs dem österreichischen Herzog Albrecht von Habsburg.[2]

Während des Ersten Weltkrieges bestand in Grossau das Internierungslager Grossau.

OrtsnameBearbeiten

Durch mehrere Lautverschiebungen entstand aus einem Personennamen (ev. Ratgoz) die Burgbezeichnung Rakoc. Von den Tschechen wurde im Mittelalter die Grafschaft Raabs, die rund 50 km lang von Raabs bis Litschau reichte, als Rakousko (das bedeutet „Raabser Land“) bezeichnet. Diese Bezeichnung wurde später auch auf das Land hinter Raabs ausgedehnt. Heute bezeichnen die Tschechen ganz Österreich als Rakousko.[3]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


GemeindepartnerschaftenBearbeiten

PolitikBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, und 6 SPÖ. (23 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 4 SPÖ, und 4 UFB. (23 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 16 ÖVP, 5 SPÖ, und 2 UFB. (23 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 17 ÖVP, 5 SPÖ, und 1 UFB. (23 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 18 ÖVP, und 5 SPÖ. (23 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 15 ÖVP, 4 SPÖ, und 2 FPÖ.
Bürgermeister
  • 1995–2004 Othmar Knapp (ÖVP)
  • seit 2004 Rudolf Mayer (ÖVP)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Niederösterreichische Landesausstellung 2009: Am 28. März 2006 gab der niederösterreichische Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Entscheidung über die Austragung der Niederösterreichische Landesausstellung 2009 bekannt, welche gemeinsam mit der Stadt Horn und erstmals mit einer tschechischen Stadt (Telč) veranstaltet wird. Das Thema der Ausstellung lautete Österreich. Tschechien. geteilt – getrennt – vereint. Im Pfarrhof von Raabs, dem so genannten Lindenhof, bildeten vor allem die Grenze und das Leben an der Grenze den Hauptschwerpunkt. Österreich heißt auf Tschechisch Rakousko, was wörtlich übersetzt so viel wie Land hinter Raabs bedeutet, weshalb sich Raabs als Standort für das Thema Grenze anbot.

WirtschaftBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 121, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 328. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1259. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 42,26 Prozent.

VerkehrBearbeiten

 
Die letzte offizielle Bedienung des Bahnhofes Raabs am 27. September 2000
  • Straße: Raabs liegt an der Thayatal Bundesstraße (B30), der Landesstraße 52 sowie an der L 8073.
  • Bahn: Bis zum 28. September 1986 war Raabs durch die Lokalbahn aus Göpfritz an den Personenverkehr angebunden, der Güterverkehr wurde erst im Jahr 2001 offiziell eingestellt (am 27. September 2000 wurde der Bahnhof Raabs das letzte Mal bedient).

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Franz Nader (1865–1947), österreichischer Gewerkschafter, geboren im Ortsteil Lindau
  • Josef Stangl (1911–1966), österreichischer Pfarrer und Widerstandskämpfer, der am 1. Jänner 1940 Pfarrer in Großau bei Raabs an der Thaya wurde und kurze Zeit später von der Gestapo verhaftet wurde.
  • Anna Demuth (* 1921), Politikerin (SPÖ)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Raabs an der Thaya – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Valentin Schmidt und Alois Picha: Urkundenbuch der Stadt Krummau in Böhmen. I. Band. 1253–1419. Prag, 1908, S. 2–5
  3. Gerhard Stenzel: Von Burg zu Burg in Österreich. Kremayr und Scheriau, Wien 1973, ISBN 3-218-00278-8, S. 54