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Rüte
Wappen von Rüte
Staat: Schweiz
Kanton: Appenzell Innerrhoden (AI)
BFS-Nr.: 3103i1f3f4
Postleitzahl: 9050
Koordinaten: 750538 / 243024Koordinaten: 47° 19′ 15″ N, 9° 25′ 48″ O; CH1903: 750538 / 243024
Höhe: 799 m ü. M.
Fläche: 40,9 km²
Einwohner: 3606 (31. Dezember 2017)[1]
Einwohnerdichte: 88 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Bürgerrecht)
5,6 % (31. Dezember 2016)[2]
Website: www.ruete.ch
Streusiedlungen Rüte an der Westflanke des Fänerenspitz

Streusiedlungen Rüte an der Westflanke des Fänerenspitz

Karte
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Rüte ist ein Bezirk im Kanton Appenzell Innerrhoden in der Ostschweiz.

OrtsgliederungBearbeiten

Es gibt kein Dorf namens Rüte. Zum Bezirk gehören die Dörfer Brülisau, Steinegg und Eggerstanden, die Dorfteile von Weissbad (östlich des Brüelbachs) und Appenzell (das Gebiet zwischen nördlichem Sitterufer und Bleichenwäldlibach) sowie die Streusiedelungen in der Umgebung.

BezirksgebietBearbeiten

Das Bezirksgebiet umfasst total 4'082 Hektaren und erstreckt sich vom Altmann nach Brülisau und östlich des Brüelbaches bis zur Sitter.

Der südwestlich gerichtete und langgezogene Ausläufer des Bezirksgebiets bildet den alpinen Teil des Bezirks. Er liegt zwischen 1'200 bis 2'436 m. ü. M. und ist vor allem für die Sömmerung sowie das Bergwandern und den Tourismus bedeutend. Der Ausläufer erstreckt sich über 10 km und ist an den meisten Stellen nicht viel breiter als 1 km. In diesem Korridor, eingebettet zwischen den Wänden der mittleren und südlichen Alpstein-Kette, liegen mit Sämtisersee und Fälensee zwei der drei bedeutenden Alpstein-Seen in Rüte.

Namhafte Berge und Gipfel in Rüte - meist an der Grenze zu Schwende oder dem Kanton St.Gallen - sind:

  • Altmann (2'435 m ü. M.), Roslenfirst (2'151 m ü. M.), Hochhus (1'925 m ü. M.), Hüser (1'914 m ü. M.), Stauberenkanzel (1'860 m ü. M.), Hoher Kasten (1'793 m ü. M.) und Kamor (1'751 m ü. M.), welche alle an den Kanton St.Gallen angrenzen
  • Fälentürm (2'222 m ü. M.), Fählenschafberg (2'103 m ü. M.), Hundstein (2'156 m ü. M.) und Widderalpstöck (2'130 m ü. M.) am Rüte-Schwende Grenzverlauf
  • Nadlenspitz (2'028 m ü. M.) und Rot Turm (2'002 m ü. M.), die sich beide vollständig auf Rütner Boden befinden

Mit dem Fänerenspitz (1'506 m ü. M.) und dem Hohen Hirschberg (1'174 m ü. M.) liegen ferner zwei Hügel mit guter Rundumsicht im Gebiet von Rüte.

GeschichteBearbeiten

Der Bezirk entstand aus der ehemaligen Rhode Rüte. Entspricht – von kleinen Abänderungen abgesehen – seit 1872 dem Gebiet der ehemaligen Rhode Rüti.

 
Brülisau: Luftseilbahn Hoher Kasten

NamenBearbeiten

Der Name Rüte kommt von Reuten, was den Ursprung von roden (Wälder roden) hat.
Trotzdem ist Rüte AI nicht zu verwechseln mit Reute AR.

 
Hoher Kasten (1795 m ü. M.) ob Brülisau

WappenBearbeiten

Vor dem schwarzen Hintergrund wächst aus einer goldenen Krone ein silberner Schwanenhals, der rot bewehrt ist. Das leicht abgeänderte Wappen stammt von den Herren von Schönenbühl, die residierten im 13. Jahrhundert als Ammänner des Abtes von St. Gallen in einer Burg an der Südwesthalde des Hirschberges, im heutigen Bezirk Rüte.

 
Sämtisersee mit Plattenbödeli

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1900 1950 2000 2010
Einwohner 1997 2028 2915 3356

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Im Bezirk Rüte sind zwei Objekte und eine archäologische Fundstelle aus der Liste der Kulturgüter von nationaler Bedeutung im Kanton Appenzell Innerrhoden zu finden.

TourismusBearbeiten

Auf dem Gebiet des Bezirks Rüte gibt es verschiedene Ausflugsziele (z. B. Plattenbödeli mit Sämtisersee, Bollenwees mit Fälensee, Alp Sigel usw.), die mit ausgeschilderten Wanderwegen erschlossen sind. Mit der Luftseilbahn Brülisau – Hoher Kasten erreicht man den Geologischen Wanderweg, der auf verschiedenen Schautafeln an der Strecke Informationen über die Entstehung des Alpsteins gibt.

LiteraturBearbeiten

  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Brülisau. Birkhäuser AG, Basel 1984, ISBN 3-7643-1629-2. (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz, Band 74.) S. 391–397.
  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Eggerstanden. S. 398–402.
  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Steinegg. S. 449–452.
  • Rainald Fischer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Appenzell Innerrhoden. Das Innere Land: Rüte. S. 492.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rüte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2018, abgerufen am 30. September 2018.
  2. Unser Innerrhoden in Zahlen. (PDF; 4,3 MB) Kantonale Verwaltung Appenzell Innerrhoden, S. 2, abgerufen am 3. Mai 2019 (Einwohnerdaten gemäss Einwohnerkontrolle des Kantons Appenzell Innerrhoden).