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Rühlingstetten

Ortsteil der Gemeinde Wilburgstetten

Rühlingstetten ist ein Ortsteil der Gemeinde Wilburgstetten im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Rühlingstetten
Koordinaten: 48° 59′ 0″ N, 10° 24′ 36″ O
Höhe: 508 (499–517) m ü. NHN
Fläche: 3,93 km²
Einwohner: 131 (25. Mai 1987)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 91634
Vorwahl: 09086

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Das Pfarrdorf ist der südlichste Ort des Landkreises Ansbach. Nördlich des Ortes entspringt der Sauerwiesengraben, südlich des Ortes der Mauchgraben, beides rechte Zuflüsse der Mauch. Im Nordosten erheben sich der Galgen- und Aidelsberg, im Osten liegen die Reutäcker und der Spitalwald. Dort befindet sich ein Burgstall.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde früher „Riedelstetten“ bzw. „Rielestetten“ genannt.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde die Ruralgemeinde Rühlingstetten gebildet. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Mönchsroth.[3] Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 3,930 km².[4] Im Zuge der Gebietsreform wurde diese am 1. Mai 1978 nach Wilburgstetten eingemeindet.[5]

BaudenkmälerBearbeiten

  • Haus Nr. 6: Wohnteil des ehemaligen Maierhofes, erdgeschossiges Satteldachhaus mit Zwerchhaus, Putzgliederung und Stichbogenfenster, Mitte 19. Jahrhundert, mit älterem Kern; Hofkapelle, kleiner gerade schließender Putzbau, 18. Jahrhundert; mit Ausstattung.
  • Haus Nr. 40: Ehemaliges Schulhaus, eingeschossiger Putzbau mit Halbwalmdach, von Woerlein, 1827.
  • Haus Nr. 42: Katholische Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit, Saalkirche mit eingezogenem gerade schließendem Chor, daran angefügter Sakristei und südlichem Chorwinkelturm, von Architekt Woerlein, 1816/17; mit Ausstattung.
  • Haus Nr. 43: Pfarrhaus, zweigeschossiger massiver Walmdachbau mit barocker Putzgliederung, 1775.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987
Einwohner 143 157 143 134 144 141 141 170 148 177 172 172 165 155 159 169 158 144 131 198 185 167 163 144 131
Häuser[6] 28 29 30 33 34 34 39 38
Quelle [7] [8] [8] [8] [9] [8] [10] [8] [8] [11] [8] [8] [12] [8] [8] [8] [13] [8] [8] [8] [14] [8] [4] [15] [1]

ReligionBearbeiten

Die Bewohner sind überwiegend katholisch.

WirtschaftBearbeiten

In Rühlingstetten gibt es neben einer katholischen Erholungsherberge zwei Schreinereien, zwei Gastwirtschaften und ein Elektrogeschäft.

VerkehrBearbeiten

Die Landesstraße/Staatsstraße 1076 führt nach Bergheim bzw. zur B 25.

Der Ort hatte einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl.

LiteraturBearbeiten

  • August Gebeßler: Stadt und Landkreis Dinkelsbühl (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 15). Deutscher Kunstverlag, München 1962, DNB 451450930, S. 184–185.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 332 (Digitalisat).
  2. Rühlingstetten im BayernAtlas
  3. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 77 (Digitalisat).
  4. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 764 (Digitalisat).
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 707.
  6. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
  7. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 76 (Digitalisat). Dort als Rielingstetten aufgelistet.
  8. a b c d e f g h i j k l m n o Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 168, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  9. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1001, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  10. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1167, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  11. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1099 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1164 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1202 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1039 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 171 (Digitalisat).