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Río Pastaza
Brücke über den Río Pastaza bei Baños

Brücke über den Río Pastaza bei Baños

Daten
Lage EcuadorEcuador Ecuador, PeruPeru Peru
Flusssystem Amazonas
Abfluss über Río Marañón → Amazonas → Atlantischer Ozean
Zusammenfluss von Río Chambo und Río Patate westlich Baños
1° 24′ 18″ S, 78° 28′ 21″ W
Quellhöhe ca. 1850 m
Mündung südöstlich von San Lorenzo in den Río MarañónKoordinaten: 4° 54′ 37″ S, 76° 24′ 31″ W
4° 54′ 37″ S, 76° 24′ 31″ W
Mündungshöhe ca. 120 m
Höhenunterschied ca. 1730 m
Sohlgefälle ca. 2,9 ‰
Länge ca. 600 km 
(einschl. Río Chambo: 740 km)
Einzugsgebiet 41.000 km²
Abfluss am Pegel Baños[1]
AEo: 7938 km²
MQ
Mq
104,1 m³/s
13,1 l/(s km²)
Abfluss am Pegel Puente la Union[1]
AEo: 12.066 km²
MQ
Mq
730 m³/s
60,5 l/(s km²)
Abfluss
AEo: 41.000 km²
MQ
Mq
2770 m³/s
67,6 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Río Verde, Río Topo, Río Alpayacu, Río Puyo, Río Copataza, Río Kapawi, Río Capahuari, Río Bobonaza
Rechte Nebenflüsse Río Llushin, Río Palora, Río Chiguaza, Río Huasaga, Río Huitoyacu, Río Chapuli
Durchflossene Stauseen Agoyán-Talsperre
Mittelstädte Baños
Kleinstädte Mera, Shell
Río Pastaza bei Mera

Río Pastaza bei Mera

Der Río Pastaza (früher Río Sumatara) ist ein bedeutender Zufluss des Amazonas, der in den ecuadorianischen Anden entsteht und auf peruanischem Territorium in den Marañón mündet. Der Río Pastaza ist insgesamt gut 600 km lang, einschließlich des rechten Quellflusses Río Chambo beträgt die Gesamtlänge 740 km.

FlusslaufBearbeiten

Der Río Pastaza entspringt in den ecuadorianischen Anden. Seine beiden wichtigsten Quellflüsse sind der Río Chambo und der Río Patate. Der Río Chambo hat bei Riobamba ein Tal gebildet und fließt zunächst Richtung Norden am Tungurahua vorbei. Westlich von Baños vereinigt er sich mit dem nördlich, in der Nähe des Cotopaxi, entspringenden Río Patate. Von hier ab fließt der Oberlauf des Río Pastaza an Baños vorbei in östlicher Richtung. Dabei durchschneidet er auf einer Strecke von 60 km die Cordillera Real, den östlichen Andenhauptkamm. Bei Agoyán, 14 km östlich von Baños, befindet sich der 61 m hohe Wasserfall El Pailón del Diablo () des Río Verde am Río Pastaza. Unterhalb der beiden Kleinstädte Mera und Shell fließt der Río Pastaza in südöstlicher Richtung durch das Amazonastiefland. Er bildet die Grenze der ecuadorianischen Provinzen Pastaza und Morona Santiago. Nördlich von Nuevo Andoas erreicht der Pastaza peruanisches Staatsgebiet. Dort durchfließt er die Provinz Datem del Marañón. Nach weiteren 300 Kilometern mündet der Pastaza knapp 20 km südöstlich der Provinzhauptstadt San Lorenzo in den Río Marañón, den linken Quellfluss des Amazonas.

Dem Río Pastaza fließen linksseitig der Río Capahuari und der Río Bobonaza, rechtsseitig der Río Huasaga und der Río Huitoyacu zu.

WasserkraftnutzungBearbeiten

Agoyán-TalsperreBearbeiten

4 km östlich von Baños wird der Fluss durch die Agoyán-Talsperre () aufgestaut. Unterhalb des Staudamms führt eine etwa 2,5 km lange Druckleitung zu einem Wasserkraftwerk () mit einer installierten Leistung von 156 MW.

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

HydrologieBearbeiten

Das Einzugsgebiet des Río Pastaza umfasst 41.000 km², wovon 24.296 km² in Ecuador liegen.[2] Der mittlere Abfluss beträgt 2770 m³/s.

VerschiedenesBearbeiten

Der Río Pastaza wurde erstmals 1741 durch Pedro Vicente Maldonado zu wissenschaftlichen Zwecken befahren und untersucht. Der Oberlauf des Río Pastaza ist ein relativ seichter Fluss mit vielen Sandbänken. Er ist im Normalfall nicht systematisch schiffbar, außer mit Kanus bzw. Motorbooten. Er wird jedoch zu einem reißenden, sehr breiten Strom, wenn in Regenzeiten im Hochland große Wassermassen seine Quellflüsse erreichen. Der Unterlauf ist bis zur Einmündung des Río Huasaga (200 km von der Mündung) vom Amazonas her teilweise schiffbar.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Río Pastaza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b A. Laraque, J. Ronchail u. a.: Heterogeneous Distribution of Rainfall and Discharge Regimes in the Ecuadorian Amazon Basin. In: Journal of Hydrometeorology. 8, 2007, S. 1364, doi:10.1175/2007JHM784.1.
  2. Water Resources Assessment of Ecuador (PDF, 1,0 MB) United States Southern Command, US Army Corps of Engineers, Mobile District and Topographic Engineering Center (web.archive.org). September 1998. Abgerufen am 12. Januar 2019.