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Pure
Studioalbum von No Angels

Veröffent-
lichung(en)

25. August 2003

Label(s) Cheyenne Records / Polydor

Format(e)

CD

Genre(s)

Pop

Titel (Anzahl)

13 (+4)

Laufzeit

54:30 (+15:28)

Besetzung Nadja Benaissa
Lucy Diakovska
Sandy Mölling
Vanessa Petruo

Produktion

Thorsten Brötzmann, Lucy Diakovska, Nik Hafemann, T. Lundgren, Perky Park, Peter Ries, Nigel Rush, Twin, Stephan Ullmann

Studio(s)

Department-2-Studios, Frankfurt am Main
Redfly Studios, Stockholm

Chronologie
When the Angels Swing Pure The Best of
No Angels

Pure (englisch für Rein) ist das dritte Studioalbum der deutschen Popband No Angels. Es erschien im August 2003 unter den Labels Cheyenne Records und Polydor und beinhaltet unter anderem Produktionen von Thorsten Brötzmann, Peter Ries und Lucy Diakovska. Die Platte erreichte Platz 1 der deutschen Media-Control-Albumcharts und wurde für über 150.000 verkaufte Exemplare mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.[1]

Inhaltsverzeichnis

HintergrundBearbeiten

Nach den erfolgreichen Alben Elle’ments und Now … Us! veröffentlichten die No Angels im April 2003 die Vorabsingle No Angel (It’s All in Your Mind), ihren vierten Nr. 1 Hit in den deutschen Singlecharts. Das Bandmitglied Jessica Wahls war an dieser Produktion nicht mehr beteiligt, sie hatte die Gruppe zuvor auf Grund ihrer Schwangerschaft und anschließender Solo-Karriere verlassen. Im Juni 2003 wurde die Single Someday veröffentlicht.

Das Album Pure wurde, wie schon die Vorgänger, von einem Team von Textern und Musikern rund um die Produzenten Thorsten Brötzmann und Peter Ries produziert. Auf das Konzept eigene Songs der Bandmitglieder zu produzieren wurde bei dieser Veröffentlichung verzichtet. Lediglich der Song Sister wurde von Vanessa Petruo mit Thorsten Brötzmann und Alex Geringas komponiert und getextet. Die Künstlerinnen waren jedoch in die Diskussionen und Entscheidungsfindung zur Auswahl der Titel mit den Produzenten eingebunden.[2]

Zusätzlich zum normalen Album wurde eine Limited Edition herausgegeben, bei denen jedes der vier Bandmitglieder ein Solostück interpretierte. Von Nadja der Titel Soft Place to Fall, Lucy singt den von ihr geschriebenen Song Confession, Sandy die Ballade How Can We Be Friends und Vanessa den ebenfalls selbst geschriebenen Titel Ten Degrees.

Im September 2003 gab die Band die Auflösung der Gruppe bekannt. Mit der dritten Auskopplung Feelgood Lies und der Neuauflage der Single Reason aus dem Album Elle’ments endete vorerst die Karriere der No Angels. Nach der Trennung wurde die Compilation The Best of No Angels sowie das Live-Album Acoustic Angels, das lediglich Platz 0 in der deutschen Verkaufshitparade erreichte, veröffentlicht.

MusikBearbeiten

Wie bei den zuvor veröffentlichten Alben ist die Musik stilistisch der Pop-Musik mit Elementen aus den Genres Soul und Rhythm and Blues zuzuordnen. Langsame Titel, wie die Balladen New Beginning, Washes Over Me oder die Coverversion Venus (im Original von der niederländischen Band Shocking Blue aus dem Jahre 1969), wechseln sich mit schnelleren Popsongs ab. Auch mit den Texten folgt das Quartett dem Schema der Vorgänger-Alben.

TitellisteBearbeiten

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[3]
Pure
  DE 1 08.09.2003 (16 Wo.)
  AT 2 07.09.2003 (12 Wo.)
  CH 9 07.09.2003 (9 Wo.)
Singles
No Angel (It’s All in Your Mind)
  DE 1 05.05.2003 (9 Wo.)
  AT 10 04.05.2003 (11 Wo.)
  CH 46 04.05.2003 (7 Wo.)
Someday
  DE 5 28.07.2003 (9 Wo.)
  AT 16 27.07.2003 (13 Wo.)
  CH 36 27.07.2003 (6 Wo.)
Feelgood Lies
  DE 3 06.10.2003 (11 Wo.)
  AT 12 05.10.2003 (15 Wo.)
  CH 29 05.10.2003 (8 Wo.)
# Titel Music/Lyrics[4]
1. Sister Vanessa Petruo, Thorsten Brötzmann, Alexander Geringas 3:26
2. Eleven Out of Ten Niclas Molinder, Joacim Persson, Pelle Ankarberg, Charlie Dore 3:37
3. So What D. Adam, Jane Dobbins, Pete Kirtley, Tim Hawes 3:12
4. Angel of Mine Stephan Browaczyk, Christoph Brüx, Alexandra Prince, Mirko von Schlieffen 3:43
5. Forever Yours Fredrik Thomander, Anders Wikström 3:25
6. Someday Thomas Jansson, Niklas Hillbom 3:16
7. You Lied Suzanne Smith, Sandy Frederickson, Kit Hain 4:09
8. Feelgood Lies N. Molinder, J. Persson, P. Ankarberg, C. Dore, Maryann Morgan 3:22
9. No Angel (It’s All in Your Mind) Pete Kirtley, Tim Hawes, Liz Winstanley 3:14
10. Takes a Woman to Know C. Dore, Terry Britten 3:36
11. New Beginning Thomas Who, Negin 4:00
12. Washes Over Me Peter Ries 4:13
13. Venus Robbie van Leeuwen 9:25
Limited Edition Bonus CD
# Titel Music/Lyrics
1. Soft Place to Fall Allan Simpson 4:26
2. Confession Lucy Diakovska 3:59
3. How Can We Be Friends Pam Sheyne, Sean Hosein, Dane Deviller 3:38
4. Ten Degrees Vanessa Petruo, Thorsten Brötzmann, Alexander Geringas 3:25

SinglesBearbeiten

  • No Angel (It’s All in Your Mind) (VÖ: 22. April 2003)
  • Someday (VÖ: 13. Juli 2003)
  • Feelgood Lies (VÖ: 22. September 2003)

KritikenBearbeiten

  • Vicky Butscher für laut.de: „Und wie sind sie nun wirklich? Eigentlich wie immer, fahren sie doch erneut das typische Boy- beziehungsweise Girlgroup-Repertoire auf. […] Am allerbesten wäre es jedoch, wenn die No Angels sich in Zukunft auf Balladen konzentrieren würden. Wer sich «New Beginning» oder «Washes Over Me» anhört, weiß warum. Auch das balladesk umarrangierte «Venus» ist sehr viel schöner“[5]
  • ProSieben Kritik: „Nun ist also das dritte Studioalbum da: «Pure». Und auch das wird die Massen wieder begeistern – denn es unterscheidet sich nicht großartig von den beiden Vorgängern. «Wir wollten uns weiterentwickeln und nicht stehen bleiben» sagt Lucy über das aktuelle Angel-Werk, aber diese Aussage trifft nur in Ansätzen auf die 13 Songs zu. […] Insgesamt erfüllt «Pure» die Erwartungen, mit einigen wenigen viel versprechenden Stücken und viel mehr eingängigen, am Geschmack der Menge orientierten Popsongs. Aber warum sollten die Engel sich auch weiterentwickeln? «Never change a winning concept»! Der solide Massenpop funktioniert und wird auch weiterhin funktionieren.“[6]
  • Esther Kogelboom – Der Tagesspiegel, zur Trennung: „Sie haben keine Kraft mehr, Vanessa Petruo halfen zum Schluss auch keine Infusionen mehr. Die No Angels sind am Ende. Als «Burn-Out-Syndrom» würden Psychologen wohl die Summe der Symptome bezeichnen, von denen die fünf Frauen der «Bild am Sonntag» («BamS») erzählten: Geist und Körper hätten gestreikt, Schlafentzug, daraus resultierende Dünnhäutigkeit, Hysterie, Allergie, Unfähigkeit zum Abschalten. Bereits vor einem Jahr war Petruo bei einem Auftritt in Hannover zusammengebrochen, von einem Schwächeanfall war damals die Rede. Die No Angels sind am Ende des Tages psychisch zumindest angeschlagen.“[7]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gold-/Platin-Datenbank – Bundesverband Musikindustrie e. V.
  2. No Angels Biographie auf musik-base.de.
  3. Charts DE Charts AT Charts CH
  4. swisscharts: Angel of mine, abgerufen am 13. Dezember 2010.
  5. Vicky Butscher: No Angels – Pure CD Review auf laut.de.
  6. No Angels – Pure auf prosieben.de.
  7. Esther Kogelboom: Nach uns die Sing-Flut. In: Der Tagesspiegel, 8. September 2003.