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Purdue University

Universität in den Vereinigten Staaten

Die Purdue University ist eine US-amerikanische Universität in West Lafayette, die 1869 gegründet wurde. Ihren Namen erhielt sie zu Ehren ihres ersten Wohltäters John Purdue, eines Geschäftsmannes aus Tippecanoe County, der der Universität 150.000 US-Dollar vermachte. Heute ist die Purdue University Hauptstandort des Purdue University System. Sie ist Mitglied der Association of American Universities, eines seit 1900 bestehenden Verbundes führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten.

Purdue University
Logo
Gründung 6. Mai 1869
Trägerschaft öffentlich
Ort West Lafayette
Präsident Mitchell E. Daniels Jr.
Studierende 40.090
Jahresetat 1,878 Mrd.
Netzwerke Association of American Universities
Website www.purdue.edu
CaryQuadrangle
University Hall
Blick auf die Engineering Mall

Die Purdue-Universität wird gegenwärtig von ungefähr 40.000 Studenten besucht, für die über 3.000 Lehrkräfte sorgen. Purdue zählt zu den großen Universitäten der USA.

Inhaltsverzeichnis

AusrichtungBearbeiten

Die Purdue University gehört im Bereich der Ingenieurwissenschaften zu den angesehensten Universitäten der USA. Purdue pflegt eine lange Tradition in der Luft- und Raumfahrttechnik, welche der Universität den Spitznamen „Cradle of Astronauts“ gegeben hat. Zu den berühmtesten Absolventen zählen unter anderem Neil Armstrong (erster Mensch auf dem Mond) und Eugene Cernan (bisher letzter Mensch auf dem Mond). Darüber hinaus verfügt die Universität über einen eigenen Flughafen (IATA-Code: LAF).

Sie verfügt auch im Bereich der Agrarwissenschaften über große Reputation und belegt hierin jedes Jahr einen Platz unter den besten zehn Universitäten weltweit.

SportBearbeiten

Die Sportteams der Purdue University sind die Boilermakers. Die Hochschule ist Mitglied in der Big Ten Conference. Die Football-Spiele der Boilermakers werden im Ross-Ade Stadium ausgetragen.

TriviaBearbeiten

Am 24. September 2015 hielt der US-Journalist Barton Gellman an der Universität einen Vortrag über die Globale Überwachungs- und Spionageaffäre. Danach erwog man an der Universität die Zerstörung des für die Präsentation verwendeten Beamers, weil damit als geheim eingestufte Dokumente gezeigt wurden.[1][2]

PersönlichkeitenBearbeiten

ProfessorenBearbeiten

AbsolventenBearbeiten

  • Ricardo Allen (* 1991), Footballspieler
  • Mike Alstott (* 1973), Footballspieler
  • Neil Armstrong (1930–2012), Astronaut, erster Mensch auf dem Mond
  • Raymond Battalio (1938–2004), Ökonom, Pionier der experimentellen Wirtschaftsforschung
  • Birch Bayh (1928–2019), Politiker, ehemaliger Senator und Präsidentschaftskandidat
  • Drew Brees (* 1979), Footballspieler
  • Roy D. Bridges (* 1943), Astronaut und ehemaliger Direktor des Kennedy Space Centers sowie des Langley Research Centers der NASA
  • Dave Butz (* 1950), Footballspieler
  • Earl Butz (1909–2008), Politiker, Landwirtschaftsminister unter Richard Nixon und Gerald Ford
  • Brian Cardinal (* 1977), Basketballspieler
  • Eugene Cernan (1934–2017), Astronaut, bisher letzter Mensch auf dem Mond
  • Ward Cunningham (* 1949), Begründer des ersten Wikis
  • Len Dawson (* 1935), Footballspieler
  • Ray Ewry (1873–1937), Leichtathlet, zehnmaliger Olympiasieger
  • Kirk Fordice (1934–2004), Politiker, von 1992 bis 2000 Gouverneur von Mississippi
  • Kevin Granata (1961–2007), Biomechaniker
  • Bob Griese (* 1945), Footballspieler
  • Gus Grissom (1926–1967), der erste Astronaut, der zweimal in den Weltraum reiste (nach ihm ist auch die Grissom Hall der Universität benannt)
  • Jürgen Großmann (* 1952), Vorstandsvorsitzender RWE
  • Cecil Isbell (1915–1985), Footballspieler
  • John Kagel (* 1942), Ökonom, Pionier der experimentellen Wirtschaftsforschung
  • Harry Leslie (1878–1937), Politiker, zwischen 1929 und 1933 Gouverneur von Indiana
  • Myron Levoy (* 1930), Schriftsteller bzw. Bestsellerautor
  • G. V. Loganathan (1956–2007), indischer Bauingenieur
  • Lamar Lundy (1935–2007), Footballspieler
  • Ted McCarty (1909–2001), ehemaliger Erfinder und Präsident bei Gibson
  • Elwood Mead (1858–1936), Ingenieur, Professor für Landwirtschaft und Bauherr des Hoover-Staudamms
  • Ben Mottelson (* 1926), amerikanisch-dänischer Physiker und Nobelpreisträger
  • Ian Murdock (1973–2015), Gründer des Debian-Projekts
  • Edward Mills Purcell (1912–1997), Physiker und Nobelpreisträger
  • Glenn Robinson (* 1973), NBA-Basketballspieler
  • Ken Rosenberg, Bürgermeister von Mountain View (Santa Clara County, Kalifornien)
  • Jerry Ross (* 1948), Astronaut, hat als erster Mensch sieben Raumflüge unternommen
  • Essam Scharaf (* 1952), ägyptischer Politiker und ehemaliger Premierminister von Ägypten
  • Kawann Short (* 1989), Footballspieler
  • Elmer Sleight (1907–1978), Footballspieler
  • Hank Stram (1923–2005), Footballspieler und -trainer
  • Chesley B. Sullenberger (* 1951), Pilot
  • Booth Tarkington (1869–1946), einziger Schriftsteller, der den Pulitzer Prize for the Novel zweimal erhielt
  • Rod Woodson (* 1965), Footballspieler

WeblinksBearbeiten

  Commons: Purdue University – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Barton Gellman: [ARCHIVE Scholarship, Security and ‘Spillage’ on Campus] (Englisch) 8. Oktober 2015. Archiviert vom Original am 8. Oktober 2015. Abgerufen am 8. Oktober 2015.
  2. Hauke Gierow: [ARCHIVE Wegen Snowden-Folien: Uni wollte Beamer für immer zum Schweigen bringen]. In: Golem. 8. Oktober 2015. Archiviert vom Original am 8. Oktober 2015. Abgerufen am 8. Oktober 2015.

Koordinaten: 40° 25′ 26″ N, 86° 55′ 44″ W