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Publik-Forum ist eine 14-täglich erscheinende Zeitschrift mit inhaltlichem Schwerpunkt auf kirchlichen, religiösen und gesellschaftlichen Themen. Sie steht dem Kirchenvolksbegehren und der Initiative Kirche von unten nahe. Das Magazin erscheint in der Publik-Forum Verlagsgesellschaft mbH, deren Anteile mit 55 % mehrheitlich von der Leserinitiative Publik-Forum e.V. mit rund 1100 Mitgliedern gehalten werden (vertreten durch die Vereinsvorsitzende Agnes Frei). Weitere Gesellschafter der Verlagsgesellschaft sind der Verlag selbst (vertreten durch Geschäftsführer Richard Bähr), die Redaktion (vertreten durch den früheren Chefredakteur Wolfgang Kessler) und die Herausgeber (vertreten durch Mit-Herausgeber Norbert Copray) (Stand: 2010).[2]

Publik-Forum
Publik-Forum-Logo.svg
Beschreibung deutsche Zweiwochenzeitung
Verlag Publik-Forum Verlagsgesellschaft mbH
Erstausgabe 1972
Erscheinungsweise 14-täglich
Verkaufte Auflage 34.134 Exemplare
(IVW 3/2019)
Verbreitete Auflage 35.770 Exemplare
(IVW 3/2019)
Chefredakteur Alexander Schwabe[1]
Herausgeber Leserinitiative Publik-Forum e.V.
Weblink publik-forum.de
ISSN (Print)

GeschichteBearbeiten

Vorgängerin von Publik-Forum war die Wochenzeitung Publik, die 1968 von der Katholischen Kirche in Deutschland gegründet und bis 1971 finanziert wurde. Publik sollte die damalige Idee einer – durch das Zweite Vatikanische Konzil – erneuerten Kirche symbolisieren, die sich im Aufbruch befindet und einen offenen Dialog mit der gesamten Gesellschaft führt. Das Experiment wurde nach drei Jahren beendet, da die Redaktion und die Bischöfe unterschiedlicher Meinung über die Inhalte der Zeitung waren. Die finanzielle Unterstützung wurde gestrichen; das hatte zur Folge, dass die Zeitung Publik eingestellt werden musste.[3]

Den Startschuss für Publik-Forum gab die (damals) römisch-katholische Leserinitiative Publik e. V. (seit 2013: Leserinitivative Publik-Forum e.V.).[4] Heute versteht sich Publik-Forum als ökumenische Zeitung.

Knapp 60 Prozent der Leser sind laut einer Leserbefragung katholisch, etwa ein Drittel evangelisch (Stand 2009).[5] Prägend ist nach wie vor ein ausgesprochen linkskatholisches Profil.

Weitere Produkte des Verlags sind

  • das Publik-Forum EXTRA, das monatlich im Wechsel als EXTRA Thema und EXTRA Leben erscheint,
  • der wöchentlich per E-Mail verschickte Weisheitsletter,
  • der kostenlose tägliche Spiritletter.
  • Die Buchproduktionen zu kirchlich-religiösen und sozialen Themen wurde 2017 mangels Rentabilität weitgehend eingestellt.[6]

Ein Versandbuchhandel mit ausgewählten Produkten wie handsignierten Büchern prominenter Autoren rundet das Angebot ab.

Die Jugendzeitschrift provo, die teilweise von Jugendlichen selbst verfasst wurde, wurde 2012 eingestellt.

Im Jahr 2007 wurde in der Kategorie „Öffentlicher Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ der Bremer Friedenspreis an den damaligen Co-Chefredakteur von Publik-Forum, Wolfgang Kessler, vergeben.

Der langjährige Claim Zeitung kritischer Christen wurde 2010 durch kritisch – christlich – unabhängig ersetzt.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alexander Schwabe, publik-forum.de, abgerufen am 9. Mai 2019
  2. LESERINITIATIVE PUBLIK E. V.: Geschäftsbericht für das Jahr 2010, in: Mitgliederrundbrief April 2012 (PDF; 707 kB)
  3. Würzburger Synode: Pressearbeit (Memento vom 27. Februar 2016 im Internet Archive)
  4. http://www.publik-forum.de/lip
  5. Publik-Forum: Mediadaten und Leseranalyse (PDF; 2,91 MB)
  6. Leserinitiative Publik-Forum: Mitgliederrundbrief Dezember 2017 (PDF; 475 KB)