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Eine Prozess- oder Vorgangsgröße ist eine physikalische Größe, die ausschließlich bei Zustandsänderungen auftritt und den Prozess der Zustandsänderung beschreiben[1]. Daher sind Prozessgrößen von dem Weg der Änderung abhängig. Prozessgrössen beschreiben, wie ein Zustand in einen anderen Zustand übergeht. Dies steht im Gegensatz zu den Zustandsgrößen, welche anders als die Prozessgrößen lediglich vom jeweiligen Zustand abhängen, und für die es ohne Bedeutung ist, auf welche Art und Weise sich dieser Zustand eingestellt hat.

Durch den Vorgang der Zu- oder Abfuhr von Energie erfährt ein thermodynamisches System eine Zustandsänderung. Die hierbei verrichtete Arbeit W und ausgetauschte Wärme Q sind daher Prozessgrößen.

Eine infinitesimale Änderung in einer Prozessgröße (wie z. B. der Wärme) wird durch ein δ gekennzeichnet (z. B. δQ), womit ein inexaktes Differential gekennzeichnet wird. Infinitesimale Änderungen in einer Zustandsgröße wie z. B. der Entropie werden hingegen mit einem d gekennzeichnet (z. B. dS).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dorothea Lüdecke, Christa Lüdecke: Thermodynamik: Physikalisch-chemische Grundlagen der thermischen Verfahrenstechnik. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-56988-3 (google.de [abgerufen am 8. April 2019]).