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Die Provinz León (leonesisch: Llion) ist eine Provinz im Nordwesten Spaniens. Sie hat 463.746 Einwohner (2018) und gehört zur Autonomen Region Kastilien-León. Hauptstadt und größte Stadt ist León, die zweitgrößte Stadt ist Ponferrada.

León
Kastilien-LeónSpanien
Wappen der Provinz León
Wappen
Flagge der Provinz León
Flagge
Bezeichnungen
Spanischer Name: León
Leonesischer Name: Llion
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Hauptstadt: León
Amtssprache: Spanisch
Fläche: 15.582 km²
Einwohner: 463.746 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 29,76 Einw./km²
ISO 3166-2: ES-LE
Website: dipuleon.es
Lage der Provinz León
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Über dieses Bild
Panorama des Naturparks Las Médulas

Im Norden grenzt die Provinz an Asturien und Kantabrien, im Westen an die Region Galicien, im Süden an Zamora und Valladolid und im Osten an Palencia. Sie hat eine Fläche von 15.581,81 km². In der landschaftlich sehr reizvollen Provinz, zwischen den Gebirgen Nordspaniens und der Hochebene gelegen, gibt es verschiedene Naturparks (Parque nacional de los Picos de Europa, Los Ancares, das Gebiet um den ehemaligen Tagebau Las Médulas und die Höhle Cueva de Valporquero).

Höhle von Valporquero

GeschichteBearbeiten

Die Provinz León wurde im Jahr 1833 im Zuge der von Francisco Javier de Burgos initiierten Gebietsreform geschaffen. Sie wurde aus den Regionen León, Salamanca und Zamora zusammengesetzt. Bis 1933 behielt das unabhängig verwaltete Königreich von Leon, welches sich über den nordwestlichen Teil der iberischen Halbinsel erstreckte, den Status eines Königreichs, obwohl es bereits der Krone von Kastilien unterlag. Gegründet wurde das Königreich von Leon im Jahre 910 nach Christus, als die christlichen Herrscher von Asturien ihre Hauptstadt von Oviedeo nach León verlegten. Die Atlantik Provinzen erklärten sich 1139 für unabhängig. Aus ihnen entstand das Königreich Portugal. 1188 entwickelte das Königreich von Leon ein Parlament, welches von der UNESCO als das erste Parlament Europas bezeichnet wird.[2][3]

SpracheBearbeiten

In einigen Gegenden Léons spricht man Leonesisch, einen altertümlichen Dialekt, der zusammen mit dem Asturischen einen Übergang zwischen Galicisch-Portugiesisch und dem eigentlichen Kastilisch (Spanisch) bilden.

Bevölkerungsentwicklung der ProvinzBearbeiten

 

Die Region wurde bei Rückzug der Mauren im 9. Jahrhundert weitgehend entvölkert und nur allmählich wieder besiedelt. Seit den 1960er Jahren haben Mechanisierung und Bedeutungsverlust der Landwirtschaft erneut zu einem Bevölkerungsrückgang geführt. Damit verschwanden viele regionale Traditionen.

Größte Städte und GemeindenBearbeiten

(Stand: 1. Januar 2018)

Gemeinde Einwohner
León 124.772
Ponferrada 65.239
San Andrés del Rabanedo 30.820
Villaquilambre 18.676
La Bañeza 10.307
Astorga 11.029
Villablino 8.919
Bembibre 8.979
Valverde de la Virgen 7.294
Fabero 4.551
Cacabelos 5.132

KulturBearbeiten

Durch die Provinz führt in Nord-Süd-Richtung die Ruta de la Plata (Silberstraße, eine alter Römerstraße) und in Ost-West-Richtung der Jakobsweg (span. Camino de Santiago). Die Kathedrale von Léon war ein Höhepunkt des Jakobsweges. In kulinarischer Hinsicht sind luftgetrocknete Wurstspezialitäten (Embutidos) und die Weine von Bierzo und Valdevimbre-Los Oteros zu erwähnen.

Über die Provinz Léon hinaus wirkt die regionale politische und kulturelle Bewegung des Leonesismo, die mehr Autonomie in den Grenzen des alten Königreichs Léon fordert, aber auch Folklore, Leonesischkurse und regionale Gastronomie unterstützt.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Provinz León – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Blaug, Ricardo,, Schwarzmantel, J. J. (John J.), 1947-: Democracy : a reader. Second ed. New York 2016, ISBN 978-0-231-53950-0.
  3. The Decreta of León of 1188 - The oldest documentary manifestation of the European parliamentary system | United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization. Abgerufen am 10. Februar 2019.