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Prochorowka (russisch Прохоровка, deutsch Fünflinden) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gurjewsk im Rajon Gurjewsk.

Siedlung
Prochorowka
Fünflinden

Прохоровка
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Gurjewsk
Frühere Namen Fünflinden (bis 1946)
Bevölkerung 49 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40151
Postleitzahl 238313
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 209 822 020
Geographische Lage
Koordinaten 54° 44′ N, 20° 42′ OKoordinaten: 54° 44′ 0″ N, 20° 42′ 30″ O
Prochorowka (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Prochorowka (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
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Lage in der Oblast Kaliningrad

Geographische LageBearbeiten

Prochorowka liegt 13 Kilometer östlich der Oblasthauptstadt Kaliningrad (Königsberg) an der Kommunalstraße 27K-379 über Krasnoje (Wolfsdorf) nach Kaschtanowka (Gänsekrug) an der Kommunalstraße 27K-031 (alte Trasse der Föderalstraße A229). Eine Bahnanbindung besteht nicht.

GeschichteBearbeiten

Das bis 1946 Fünflinden[2] genannte Dorf wurde am 19. Oktober 1907 aus dem Gut Fünflinden als Gutsbezirk Fünflinden gebildet. Es gehörte zum Amtsbezirk Groß Legden[3] (heute russisch: Dobroje) im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.

Im Jahre 1910 waren in Fünflinden 100 Einwohner registriert[4]. Ihre Zahl betrug im Jahre 1925 noch 75[5].

Am 30. September 1928 schloss sich der Gutsbezirk Fünflinden mit der Landgemeinde Tromitten (heute nicht mehr existent) zur neuen Landgemeinde Fünflinden zusammen. Am 1. April 1937 verlor die Gemeinde ihre Eigenständigkeit und wurde nach Mantau (russisch: Jastrebki, nicht mehr existent) eingemeindet.

Im Jahre 1945 kam Fünflinden mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion. Im Jahr 1947 erhielt der Ort die russische Bezeichnung Prochorowka und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Nisowski selski Sowet im Rajon Gurjewsk zugeordnet.[6] Von 2008 bis 2013 gehörte Prochorowka zur Landgemeinde Nisowskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gurjewsk.

KircheBearbeiten

Fünflinden mit seiner fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung war bis 1945 in das Kirchspiel der Kirche Arnau (heute russisch: Rodniki) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Königsberg-Land II innerhalb der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Arthur Brodowski.

Heute liegt Prochorowka im Einzugsbereich der in den 1990er Jahren neu errichteten Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad[7] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Kaliningradskaja oblastʹ. (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Oblast Kaliningrad.) Band 1, Tabelle 4 (Download von der Website des Territorialorgans Oblast Kaliningrad des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Ortsinformationen Bildarchiv Ostpreußen: Fünflinden
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Groß Legden
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Königsberg
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt- und Landkreis Königsberg. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)
  7. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento des Originals vom 29. August 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.propstei-kaliningrad.info