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Das Nokia Theatre, Veranstaltungsort der 64. Primetime Emmy Awards
Nominiert: Jon Hamm, Hauptdarsteller der favorisierten Serie Mad Men
Siebenmal für den Emmy nominiert: Louis C. K.
Erhielt vier Nominierungen: Lena Dunham

Die 64. Emmy-Verleihung in der Sparte Prime Time (64th Primetime Emmy Awards) fand am 23. September 2012 im Nokia Theatre in Los Angeles statt. In den Vereinigten Staaten wurde die Preisverleihung vom Sender ABC ausgestrahlt, im deutschsprachigen Raum wurde die Verleihung vom Pay-TV Sender TNT Serie live übertragen. Der Comedian und Moderator Jimmy Kimmel, der ebenfalls für den Preis nominiert ist, moderierte die Veranstaltung.

Im Vorfeld wurden am 15. September 2012 die Creative Arts Emmy Awards vergeben, die Fernsehschaffende in technischen Kategorien wie Szenenbild, Kostüme, Kamera oder Schnitt ehren.

Inhaltsverzeichnis

ÜberblickBearbeiten

Die Nominierungen sind am 19. Juli 2012 von der Schauspielerin Kerry Washington (Scandal) und Jimmy Kimmel im Leonard H. Goldenson Theatre bekanntgegeben worden. Berücksichtigt wurden Programme, die vom 1. Juni 2011 bis 31. Mai 2012 ausgestrahlt worden waren.[1]

Am häufigsten nominiert wurde die fünfte Staffel der Dramaserie Mad Men (AMC) und der Fernsehmehrteiler American Horror Story (FX Network), die jeweils 17 Nennungen erhielten. Bei einem Sieg in der Kategorie Beste Dramaserie könnte Mad Men zur meistgeehrten Produktion in dieser Kategorie avancieren. Das Format, das die Arbeit in einer Werbeagentur im New York der 1960er Jahre zum Thema hat, gewann die Auszeichnung bereits von 2008 bis 2011 für seine vorangegangenen Staffeln und teilt sich den Spitzenplatz mit den Serien Polizeirevier Hill Street (Beste Dramaserie 1981–1984), L.A. Law – Staranwälte, Tricks, Prozesse (1987, 1989–1991) und The West Wing – Im Zentrum der Macht (2000–2003). Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen Produzent Matthew Weiner und dem ausstrahlenden Sender war die fünfte Staffel erst nach einer 17-monatigen Sendepause im US-amerikanischen Fernsehen gestartet.[2]

Auf je 16 Nominierungen kommt die auf PBS ausgestrahlte britische Fernsehserie Downton Abbey von Julian Fellowes, die nach Ausstrahlung der zweiten Staffel von der Kategorie Beste Miniserie oder Fernsehfilm (Gewinner 2011) ebenfalls als Dramaserie berücksichtigt wurde, sowie Hatfields & McCoys (History). Die dreiteilige Produktion mit Kevin Costner, Bill Paxton und Tom Berenger dramatisiert die historische Hatfield-McCoy-Fehde (1878–1891). Weiterhin mit mehr als zehn Nominierungen folgen Philip Kaufmans Fernsehfilm Hemingway & Gellhorn (15 Nominierungen) mit Clive Owen und Nicole Kidman in den Rollen von Ernest Hemingway und Martha Gellhorn, die Serie Modern Family und die Comedy-Show Saturday Night Live (je 14), die Serien Breaking Bad und 30 Rock sowie die Folge Ein Skandal in Belgravia aus der britischen Fernsehserie Sherlock (je 13). Auf je zwölf Nominierungen kommen die Serie Boardwalk Empire und Jay Roach Politfilm Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt mit Julianne Moore in der Titelrolle der früheren US-amerikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, gefolgt von der Fantasyserie Game of Thrones (11 Nominierungen).[3]

Die Comedy-Serien Girls und Veep – Die Vizepräsidentin sowie die 2012 mit dem Golden Globe Award ausgezeichnete Drama-Serie Homeland sind neben Downton Abbey zum ersten Mal unter den Nominierten vertreten. Bei den Einzelkünstlern gelang es dem US-amerikanischen Comedian Louis C. K. einen neuen Rekord aufzustellen. Er erhielt sowohl für die Serie Louie als auch das Sonderprogramm Louis C.K. Live at the Beacon Theatre insgesamt sieben Nominierungen. Vier Nennungen für Girls bekam die Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Lena Dunham. Je zwei Nominierungen erhielten Amy Poehler (als Schauspielerin und Drehbuchautorin der Comedyserie Parks and Recreation), Michael J. Fox (Gastdarsteller in den Serien Good Wife und Lass es, Larry!).[1] und Jon Hamm (Hauptdarsteller in Mad Men und Gastdarsteller in 30 Rock). Eine postume Nennung wurde der Anfang Juni 2012 verstorbenen zweifachen Emmy-Preisträgerin Kathryn Joosten zuteil, die für ihre Darstellung in der Serie Desperate Housewives Berücksichtigung fand.[1]

Neue Rekorde für die meisten Nominierungen einer Einzelperson stellten der Kameramann Hector Ramirez (Dancing with the Stars, ABC; 68. Nominierung) bei den Männern und die Produzentin Sheila Nevins (The Weight Of The Nation For Kids: The Great Cafeteria Takeover, HBO; 59. Nominierung) bei den Frauen auf. Bei den Programmen setzte Saturday Night Live mit 156 Emmy-Nominierungen bis ins Jahr 2012 eine neue Bestmarke.[4]

Preisträger und Nominierungen (Auswahl)Bearbeiten

Sparte ComedyserieBearbeiten

Beste ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Comedy Series)

Modern Family (ABC)

Regie bei einer ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Directing for a Comedy Series)

Steven LevitanModern Family (Folge: Baby on Board; ABC)

Drehbuch bei einer ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Writing for a Comedy Series)

Louis C. K.Louie (Folge: Pregnant; FX)

Hauptdarsteller in einer ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Lead Actor in a Comedy Series)

Jon CryerTwo and a Half Men (CBS)

Hauptdarstellerin in einer ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Lead Actress in a Comedy Series)

Julia Louis-DreyfusVeep – Die Vizepräsidentin (Veep; HBO)

Nebendarsteller in einer ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Supporting Actor in a Comedy Series)

Eric StonestreetModern Family (ABC)

Nebendarstellerin in einer ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Supporting Actress in a Comedy Series)

Julie BowenModern Family (ABC)

Gastdarsteller in einer ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Guest Actor in a Comedy Series)

Jimmy FallonSaturday Night Live (Folge: Host: Jimmy Fallon; NBC)

Gastdarstellerin in einer ComedyserieBearbeiten

(Outstanding Guest Actress in a Comedy Series)

Kathy BatesTwo and a Half Men (Folge: Why We Gave Up Women; CBS)

Sparte DramaserieBearbeiten

Beste DramaserieBearbeiten

(Outstanding Drama Series)

Homeland (Showtime)

Regie bei einer DramaserieBearbeiten

(Outstanding Directing for a Drama Series)

Tim Van PattenBoardwalk Empire (Folge: To the Lost; HBO)

Drehbuch bei einer DramaserieBearbeiten

(Outstanding Writing for a Drama Series)

Alex Gansa, Howard Gordon und Gideon RaffHomeland (Pilotfolge; Showtime)

Semi Chellas und Matthew Weiner – Mad Men (Folge: The Other Woman; AMC)

Hauptdarsteller in einer DramaserieBearbeiten

(Outstanding Lead Actor in a Drama Series)

Damian LewisHomeland (Folge: Marine One; Showtime)

Hauptdarstellerin in einer DramaserieBearbeiten

(Outstanding Lead Actress in a Drama Series)

Claire DanesHomeland (Folge: The Vest; Showtime)

Nebendarsteller in einer DramaserieBearbeiten

(Outstanding Supporting Actor in a Drama Series)

Aaron PaulBreaking Bad (AMC)

Nebendarstellerin in einer DramaserieBearbeiten

(Outstanding Supporting Actress in a Drama Series)

Maggie SmithDownton Abbey (PBS)

Gastdarsteller in einer DramaserieBearbeiten

(Outstanding Guest Actor in a Drama Series)

Jeremy DaviesJustified (Folge: Coalition; FX)

Gastdarstellerin in einer DramaserieBearbeiten

(Outstanding Guest Actress in a Drama Series)

Martha PlimptonGood Wife (The Good Wife, Folge: The Dream Team; CBS)

Sparte Miniserie bzw. FernsehfilmBearbeiten

Beste Miniserie oder FernsehfilmBearbeiten

(Outstanding Mini Series or TV Movie)

Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt (HBO)

Hemingway & Gellhorn (HBO)

Regie bei einer Miniserie, Fernsehfilm oder Dramatic SpecialBearbeiten

(Outstanding Directing for a Miniseries, Movie or a Dramatic Special)

Jay RoachGame Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change; HBO)

Drehbuch bei einer Miniserie, Fernsehfilm oder Dramatic SpecialBearbeiten

(Outstanding Writing for a Miniseries, Movie or a Dramatic Special)

Danny StrongGame Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change; HBO)

Hauptdarsteller in einer Miniserie oder einem FernsehfilmBearbeiten

(Outstanding Lead Actor in a Miniseries or Movie)

Kevin CostnerHatfields & McCoys (History)

Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem FernsehfilmBearbeiten

(Outstanding Lead Actress in a Miniseries or a Movie)

Julianne MooreGame Change – Der Sarah-Palin-Effekt (Game Change; HBO)

Nebendarsteller in einer Miniserie oder einem FernsehfilmBearbeiten

(Outstanding Supporting Actor in a Miniseries or Movie)

Tom BerengerHatfields & McCoys (History)

Nebendarstellerin in einer Miniserie oder einem FernsehfilmBearbeiten

(Outstanding Supporting Actress in a Miniseries or Movie)

Jessica LangeAmerican Horror Story (FX)

Weitere Kategorien (Auswahl)Bearbeiten

Varieté-, Musik- oder ComedysendungBearbeiten

(Outstanding Variety, Music or Comedy Series)

The Daily Show with Jon Stewart (Comedy Central)

Reality-TV-WettbewerbBearbeiten

(Outstanding Reality-Competition Program)

The Amazing Race (CBS)

Dancing with the Stars (ABC)
So You Think You Can Dance (Fox)
Top Chef (Bravo)

Variety-, Musik- oder Comedy-SondersendungBearbeiten

(Outstanding Variety, Music, or Comedy Special)

The Kennedy Center Honors (CBS)

Betty White's 90th Birthday: A Tribute To America's Golden Girl (NBC)
Kathy Griffin: Tired Hooker (Bravo)
Mel Brooks and Dick Cavett Together Again (HBO)
Tony Bennett: Duets II (Great Performances) (PBS)

KindersendungBearbeiten

(Outstanding Children's Program)

Die Zauberer vom Waverly Place (Wizards of Waverly Place; Disney Channel)

Degrassi (MuchMusic)

Moderator einer Reality- oder Reality-TV-WettbewerbssendungBearbeiten

(Host for a Reality or Reality-Competition Program)

Tom Bergeron – Dancing with the Stars (ABC)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c 2012 Primetime Emmy® Press Release Cover Letter bei emmys.com (abgerufen am 21. Juli 2012).
  2. Emmy-Nominierungen 2012: "Mad Men" geht als Favorit ins Rennen bei Spiegel Online, 19. Juli 2012 (abgerufen am 20. Juli 2012).
  3. 2012 Primetime Emmy® Nomination Summary (PDF; 31 kB) bei emmys.com (abgerufen am 21. Juli 2012).
  4. 2011-2012 Primetime Emmy® Facts & Figures (PDF; 77 kB) bei emmys.com (abgerufen am 21. Juli 2012).