Premio Planeta

Literaturpreis im spanischsprachigen Raum

Der Premio Planeta oder Planeta-Preis ist der höchstdotierte Literaturpreis der spanischsprachigen Welt und gilt neben dem Premio Nadal als der wichtigste Preis für spanische Literatur.

Auswahlverfahren, Preisgeld und GeschichteBearbeiten

Vor dem Nobelpreis für Literatur ist der Premio Planeta mit 1.000.000 Euro (seit 2021; zuvor 601.000 Euro)[1] weltweit der höchstdotierte Literaturpreis. Er wird seit 1952 jährlich vom Verlag Editorial Planeta, einem Tochterunternehmen des spanischen Medienkonzerns Planeta, für den besten bisher unveröffentlichten Roman in spanischer Sprache vergeben. Die Verleihung findet jeweils im Oktober statt. Die Autoren müssen ihre Manuskripte unter einem Pseudonym einreichen, sodass sie den Jury-Mitgliedern nicht bekannt sind. Dieses Verfahren hat dazu geführt, dass auch häufig bisher unbekannte Autoren ausgezeichnet werden. Seit 1974 wird auch der zweitplatzierte Roman mit einem Preisgeld versehen; dieses betrug im Jahr 2009 150.250 Euro.

Der Premio Planeta wurde 1952 von dem Verleger José Manuel Lara Hernández, dem Gründer des Planeta-Verlages, gestiftet. Seit 1994 gibt es auch einen deutlich geringer dotierten Planeta-Preis für argentinische Literatur.

KritikBearbeiten

Es gibt Vorwürfe, der Planeta-Verlag nehme Einfluss auf die Jury und berücksichtige nicht ausreichend die literarische Qualität.[2]

PreisträgerBearbeiten

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Planeta-Preis geht an drei Autoren mit Pseudonym, deutschlandfunkkultur.de, veröffentlicht und abgerufen am 16. Oktober 2021.
  2. epd: Spanischer Schriftsteller erhält „Premio Planeta“. In: Hamburger Abendblatt, 17. Oktober 2006
    Markus Jakob: Wie man sich bettet, so lügt man. Literaturpreise der spanischsprachigen Welt im Zwielicht. In: Neue Zürcher Zeitung, 14. April 2005
  3. https://elpais.com/ccaa/2018/10/15/catalunya/1539631040_948733.html
  4. Saenz de Urturi gewinnt Planeta-Literaturpreis. In: ORF.at. 16. Oktober 2020, abgerufen am 16. Oktober 2020.
  5. Karin Janker: Carmen Mola ist keine Frau, Süddeutsche Zeitung, 17. Oktober 2021