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Abschaffung der Begrenzung auf zwei LegislaturperiodenBearbeiten

Am 3. November 2008 kündigte der Ministerrat die Abschaffung der in der Verfassung auf zwei Legislaturperioden festgelegten Begrenzung für das Präsidentenamt an. Damit wurde Präsident Abdelaziz Bouteflika von der Front de Libération Nationale ermöglicht, für eine dritte Amtsperiode anzutreten.[1] Das Unterhaus stimmte dem Antrag zur Aufhebung der Begrenzung am 12. November 2008 zu.[2]

KandidatenBearbeiten

Dreizehn Personen hatten einen Antrag gestellt um als Kandidaten zur Wahl zugelassen zu werden, letztendlich wurden sechs Kandidaten zugelassen:[3]

Oppositionsboykott und Zweifel an der AuszählungBearbeiten

Die wichtigen Oppositionsparteien Rassemblement pour la Culture et la Démocratie (RCD) und die Front des Forces Socialistes (FFS) traten aus Protest gegen Bouteflika nicht zur Wahl an und riefen zum Boykott der Abstimmung auf. Beobachter sprechen von nahezu ausgestorbenen Wahllokalen. Trotzdem wird offiziell eine Wahlbeteiligung von 74,54 % angegeben. Der Vorsitzende der RCD Said Sadi beschrieb die Wahl als einen „jämmerlichen und gefährlichen Zirkus“.[2]

Offizielle ErgebnisseBearbeiten

 
Offizieller Wahlsieger: Bouteflika
Kandidat Stimmen %
Abdelaziz Bouteflika 12.911.705 90,24
Louisa Hanoune 604.258 4,22
Moussa Touati 330.570 2,31
Djahid Younsi 176.674 1,37
Ali Fawzi Rebaine 133.129 0,93
Mohammed Said 132.242 0,92
Ungültige Stimmen 1.042.727 7,25
Insgesamt (Beteiligung: 74,54 %) 15.351.305

[4]

ReferenzenBearbeiten

  1. "Algérie: vers la suppression de la limitation des mandats présidentiels" (Memento vom 6. November 2008 im Internet Archive), AFP, 3. November 2008. (französisch)
  2. a b "Algerian opposition pulls out of 'pathetic' presidential vote", AFP, 15. Januar 2009.
  3. "Algerian poll contenders unveiled", BBC, 3 March 2009.
  4. presse-dz.com