Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1868

Wahl
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21. Präsidentschaftswahl
Siegel des Präsidenten der Vereinigten Staaten
3. November 1868

UlyssesGrant.png
Republikanische Partei
Ulysses S. Grant / Schuyler Colfax
Wahlleute 214  
Stimmen 3.013.650  
  
52,7 %
Horatio Seymour - Brady-Handysmall.png
Demokratische Partei
Horatio Seymour / Francis Blair
Wahlleute 80  
Stimmen 2.708.744  
  
47,3 %

Wahlergebnisse nach Bundesstaat
Karte der Wahlergebnisse nach Bundesstaat
  26 Staaten  
Grant/Colfax
  8 Staaten  
Seymour/Blair

Gewähltes Electoral College
  
Electoral College:
  • Grant 214
  • Seymore 80

  • Präsident der Vereinigten Staaten

    Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten von 1868 fanden am 3. November 1868 statt.[1] Es waren die ersten Wahlen in den Vereinigten Staaten, die nach dem Sezessionskrieg und während der Reconstruction stattfanden. Der Wiederbeitritt der ehemaligen Konföderierten Staaten Texas, Mississippi und Virginia zur Union war noch nicht vollzogen worden. Deshalb konnten diese drei Staaten nicht an der Präsidentschaftswahl teilnehmen.

    Die Wiederwahl des Amtsinhabers Andrew Johnson scheiterte an den Leistungen seiner ersten Amtszeit, die er im April 1865 aufgrund der Ermordung von Abraham Lincoln aufgenommen hatte. Johnson hatte sich in den Jahren viele politische Feinde gemacht, die seine Wiederwahl boykottierten. Er weigerte sich unter anderem, den freigelassenen Sklaven die vollen Bürgerrechte zu gewähren, was ihm die Feindschaft der Fraktion der Radikalen Republikaner bescherte, und legte gegen alle Gesetze zur Reconstruction sein Veto ein. Johnson war der erste Präsident, dessen Vetos vom Kongress der Vereinigten Staaten überstimmt wurden. Die Demokraten stellten statt seiner daher Horatio Seymour für die Wahl auf. Sein politischer Gegner war Ulysses S. Grant, der ehemalige Oberbefehlshaber der Unionsarmeen im Amerikanischen Bürgerkrieg und der populärste Militär der Nordstaaten. Grant, ursprünglich ein Demokrat, hatte sich immer mehr den Republikanern angenähert. Im Mai 1868 akzeptierte er die Nominierung für das Präsidentenamt mit Schuyler Colfax als Running Mate. Sein Telegramm an die Republican National Convention, mit dem er seine Kandidatur bestätigte, enthielt das Schlagwort Let us have peace, welches sein erfolgreiches Wahlkampfmotto wurde.[2]

    Mit 52,7 % der Stimmen wurde Grant zum 18. Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.

    KandidatenBearbeiten

    Republikanische Partei

    Die Republikaner normierten praktisch ohne Gegenkandidaten den Kriegshelden und General aus dem Bürgerkrieg Ulysses Grant mit dem amtierender Sprecher des Repräsentantenhauses Schuyler Colfax als seinen Kandidaten für die Vizepräsidentschaft.

    Demokratische Partei

    Die Demokraten übergingen bei ihrer Nominierung den anfänglichen Frontrunnner George H. Pendleton. Im 22. Wahlgang setzte sich der ehemalige Gouverneur von New York Horatio Seymour als Kompromisskandidat durch. Sein Mitkandidat wurde Francis Blair.

    ErgebnisBearbeiten

    Kandidat Partei Stimmen Wahlmänner
    Anzahl Prozent
    Ulysses Grant Republikaner 3.013.650 52,7 % 214
    Horatio Seymour Demokrat 2.708.744 47,3 % 80
    Andere 46 0,0 %
    Gesamt 5.722.440 100 % 294

    WeblinksBearbeiten

    Commons: Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1868 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    LiteraturBearbeiten

    • Donald Richard Deskins, Hanes Walton, Sherman C. Puckett: Presidential Elections, 1789-2008: County, State, and National Mapping of Election Data. University of Michigan, Ann Arbor 2010, ISBN 978-0-472-11697-3, S. 188–197 (= Kapitel 23: Ulysses S. Grant’s Initial Election.).
    • The Election of 1868. In Yanek Mieczkowski: The Routledge Historical Atlas of Presidential Elections. Routledge, New York City 2001, ISBN 0-415-92139-2, S. 58–60

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Encyclopaedia Britannica: United States presidential election of 1868 | United States government. Abgerufen am 23. Juni 2019 (englisch).
    2. The Election of 1868. In Yanek Mieczkowski: The Routledge Historical Atlas of Presidential Elections. 2001, S. 58