Hauptmenü öffnen

Prämie

eine als Auszeichnung oder Anerkennung gewährte und oftmals im Voraus versprochene Leistung ohne direkte Gegenleistung
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres sollte auf der Diskussionsseite angegeben sein. Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Als Prämie (v. lat. praemium = Vorteil, Anteil, Preis, Belohnung, Gewinn) bezeichnet man eine als Auszeichnung oder Anerkennung gewährte und oftmals im Voraus versprochene Leistung ohne direkte Gegenleistung. Auch Beiträge zu Versicherungen oder Leistungen, die beim Eingehen einer Verpflichtung gezahlt werden, werden Prämie genannt.

Im PersonalwesenBearbeiten

Im Personalwesen werden Prämien zusätzlich zum Arbeitslohn als finanzielle oder nichtmonetäre Leistung („Champagner-Prämie“) des Arbeitgebers ausgelobt. So kann mit einer Treueprämie ein Arbeitnehmer für seine langjährige Betriebszugehörigkeit belohnt werden. Die Leistungsprämie ist die Anerkennung einer besonderen, über die normalen Arbeitsanforderungen hinausgehenden Leistung (Mehrleistung). Prämien beziehen sich auf objektiv feststellbare Mehrleistungen: a) quantitative Mehrleistung: Mengenprämie b) qualitative Mehrleistung: Güteprämie, Ersparnisprämie, Terminprämie, aber auch auf subjektive Wahrnehmungen der Vorgesetzten[1].

Somit enthält der Prämienlohn als planmäßiges Entgelt, was er schließlich auch ist, eine Grundvergütung und eine auf die Mehrarbeit bezogene Zusatzvergütung. Die Gewährung von Prämien ist ein wirtschaftlich-soziales Steuerelement.

Eine Treueprämie wird häufig bei Erreichen einer bestimmtem Betriebszugehörigkeit (’’Dienstjubiläum’’) gezahlt.

Im BankwesenBearbeiten

Im Bankenwesen ist die Prämie ein bei bestimmten Anlageformen (Prämiensparen) zusätzlich zur Verzinsung ausgeschütteter Geldbetrag. Prämiensparen, von Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen eingeführte, auch als Gewinnsparen bezeichnete Sparform, bei der der Sparer innerhalb einer Periode einen bestimmten Spar- und einen Auslosungsbetrag einzahlt. Die Auslosungsbeträge fließen in einen Prämienfonds, der nach Abzug der Rennwett- und Lotteriesteuer durch Los an die Sparer ausgeschüttet wird. Als Prämiensparen (Bonussparen oder Zuschlagssparen) wird eine Sondersparform der Kreditinstitute bezeichnet, bei der der Sparer einen längerfristigen Sparvertrag abschließt, regelmäßig Sparbeträge einzahlt und am Ende der Laufzeit eine Prämie als Zusatzverzinsung erhält.

An der BörseBearbeiten

An der Börse muss der Käufer (Gläubiger) einer Option bei Vertragsabschluss dem Verkäufer (Emittenten) eine Prämie bezahlen, um seine Rechte ausüben zu können.

Im MarketingBearbeiten

Im Marketing wird die (kostenlose) Zugabe eines Produkts zwecks Verkaufsförderung ebenfalls als Prämie bezeichnet, siehe Werbegeschenk. Die Vergabe von Prämien ist auch essentieller Bestandteil vieler Bonusprogramme wie Miles & More und Payback. Dort erhält man für die gesammelten Bonuspunkte Prämien.

In Lotterien und GewinnspielenBearbeiten

Lotterien und Gewinnspiele schütten als Anreiz, zusätzlich zu den regulären Gewinnchancen, Gewinnprämien in Sonderauslosungen oder Prämienziehungen aus.

Im VersicherungswesenBearbeiten

Im Versicherungswesen wird der nach dem Versicherungsvertrag als Entgelt für den Versicherungsschutz zu zahlende Beitrag teilweise, insbesondere im Versicherungsvertragsgesetz, auch als Prämie (Versicherungsprämie) bezeichnet.

Im SportBearbeiten

Im Sport bezeichnet man als Prämie eine bestimmte Geldsumme oder auch einen Sachpreis, die vom Veranstalter als Belohnung für den Gewinn eines Wettbewerbs ausgezahlt wird. Meist werden aber auch für schlechtere Platzierungen Prämien ausgezahlt, die jedoch nicht so viel wert sind wie die Siegprämie. Werden für mehrere Endpositionen bei einem Wettbewerb Prämien ausgezahlt, sind die zu gewinnenden Summen nach einem vom Veranstalter festgelegten Schema für jede Position einzeln festgelegt.

Prämien in sportlicher Hinsicht können aber auch von einem Team an seine Spieler bzw. Fahrer oder andere Teammitglieder ausbezahlt werden um die Arbeit, die für einen Erfolg aufgebracht wurde, zu würdigen.

Staatliche PrämienBearbeiten

Staatliche Prämien dienen im nationalen und europäischen Rahmen der politischen Steuerung und es gibt unter vielen anderen die Wohnungsbauprämie[2], die Abwrackprämie[3][4], die Umweltprämie, die Prämie für die Stilllegung einer Mühle, die Arbeitnehmersparzulage[5], die Zulage zur Riesterrente, die Investitionszulage, das Kindergeld, die Mutterkuhprämie, die Sonderprämie für männliche Rinder, die Milchprämie, die Mutterschafprämie, die Schlachtprämie, die Ackerprämie, die Stärkekartoffelprämie, die Tabakprämie und Prämien für Soldaten.

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Prämie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Ein Lob bringt häufig mehr als Geld“ Beraterin Tondorf über Leistungsprämien. In: tagesspiegel.de. 6. Februar 2005, abgerufen am 29. Mai 2019.
  2. Text des Wohnungsbau-Prämiengesetzes
  3. Strukturbereinigung der Binnenschifffahrt (Memento des Originals vom 11. Dezember 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/europa.eu
  4. Verordnung (EWG) Nr. 1101/89 des Rates vom 27. April 1989 über die Strukturbereinigung in der Binnenschiffahrt
  5. Text des Fünften Vermögensbildungsgesetzes