Portal:Volleyball/Aktuelle Ereignisse/2011

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Sieger der Volleyball-Wettbewerbe
  Männer Frauen
Europameister Serbien Serbien Serbien Serbien
Weltliga / Grand Prix Russland Russland Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Europaliga Slowakei Slowakei Serbien Serbien
World Cup Russland Russland Italien Italien
Champions League ItalienItalien Trentino BetClic Turkei Vakıfbank İstanbul
CEV-Pokal ItalienItalien Sisley Treviso ItalienItalien Robur Tiboni Urbino
Challenge Cup ItalienItalien Lube Macerata Aserbaidschan Azerrail Baku
Deutschland Deutsche Meister VfB Friedrichshafen Schweriner SC
Deutschland DVV-Pokalsieger Generali Haching Smart Allianz Stuttgart
Sieger der Beachvolleyball-Wettbewerbe
  Männer Frauen
Weltmeister Brasilien Emanuel / Alison Brasilien Larissa / Juliana
Europameister Deutschland Brink / Reckermann ItalienItalien Cicolari / Menegatti
Deutschland Deutsche Meister Brink / Reckermann Goller / Ludwig
World-Tour-Champion Brasilien Emanuel / Alison Brasilien Larissa / Juliana

Das Jahr 2011 im Volleyball war geprägt von den Europameisterschaften in der Halle sowie den globalen und europäischen Titelkämpfen im Beachvolleyball. Die erfolgreichsten Nationalmannschaften waren die russischen Männer und die serbischen Frauen mit jeweils zwei Titeln. Die europäischen Vereinswettbewerben wurden von italienischen Clubs dominiert.

Volleyball-Wettbewerbe Bearbeiten

Europameisterschaften Bearbeiten

Das Turnier der Männer fand im September in Tschechien und Österreich statt. Nach drei 1:3-Niederlagen schied die deutschen Mannschaft als Gruppenletzter bereits nach der Vorrunde aus und erzielte damit eines ihrer schlechtesten Ergebnisse. Nach dem Turnier geriet der Bundestrainer Raúl Lozano in die Kritik, weshalb der DVV am 5. November entschied, den Argentinier zu entlassen. Österreich konnte nicht vom Heimvorteil profitieren und verpasste mit drei 0:3-Niederlagen ebenfalls die Zwischenrunde. Im Halbfinale konnten die Italiener den Titelverteidiger Polen bezwingen, aber im Endspiel mussten sie sich den zuvor gegen Russland siegreichen Serben geschlagen geben.

Anschließend wurde in Serbien und Italien das Turnier der Frauen ausgetragen. Die deutschen Frauen war dabei deutlich erfolgreicher als ihre männlichen Kollegen. Als Gruppensieger der Vorrunde erreichten sie das Viertelfinale, das sie gegen Tschechien ebenso deutlich gewannen wie das anschließende Halbfinale gegen den Titelverteidiger Italien. Erst im Endspiel unterlagen sie knapp dem Gastgeber Serbien.

Weltliga und Grand Prix Bearbeiten

In der Weltliga zeigte die deutsche Mannschaft im Sommer starke Leistungen. Nach einigen 2:3-Niederlagen schied sie trotzdem als Gruppendritter in der Vorrunde aus. Die Russen verloren im gesamten Wettbewerb nur ein Spiel und setzten sich im Finale am 10. Juli in Danzig nach einem Tiebreak gegen Brasilien durch.

Der Grand Prix verlief für die deutschen Frauen wenig erfolgreich. Nach den Vorrundenturnieren belegten sie den 13. Platz. Die US-Amerikanerinnen besiegten im Endspiel am 28. August in Macau die in der Vorrunde dominierenden Brasilanerinnen.

Europaliga Bearbeiten

Im Männer-Wettbewerb erreichte Vorjahresfinalist Spanien mit einem 3:2 gegen Slowenien erneut das Endspiel und musste sich am 17. Juli in Košice der Slowakei geschlagen geben, die als Gastgeber erstmals den Titel gewann.

Zum dritten Mal wurde eine Frauen-Konkurrenz ausgetragen und erneut gewann Serbien das Finale am 16. Juli. Der Türkei blieb als Gastgeber in Istanbul die Silbermedaille.

World Cup Bearbeiten

Das Turnier der Männer fand ohne deutsche Beteiligung statt. Russland gewann erneut den Titel und verwies Polen und den Titelverteidiger Brasilien auf die Plätze zwei und drei.

Bei den Frauen sorgte das deutsche Team, das als Vize-Europameister qualifiziert war, für Aufsehen, indem es sich gegen Serbien für das EM-Finale revanchierte und die USA 3:0 besiegte. Während die Deutschen am Ende noch auf den sechs Platz fielen, sicherten sich Italien, die USA und China die ersten drei Ränge.

Champions League Bearbeiten

Im Wettbewerb der Männer schied der deutsche Meister VfB Friedrichshafen als Gruppendritter bereits in der Vorrunde aus. Die Mannschaft vom Bodensee unterlag gegen die Polen aus Bełchatów zweimal 0:3 und besiegte den rumänischen Vertreter Remat Zalău klar. Der abschließende Heimerfolg gegen das italienische Team Trentino BetClic war wertlos. Besser schnitt der Vizemeister Generali Haching ab, der sich gegen ZSKA Sofia (Bulgarien) und AS Cannes (Frankreich) durchsetzte und als Zweiter hinter dem russischen Verein VK Zenit-Kasan die Playoff-Runde erreichte. Dort mussten sich die Bayern den Polen von Jastrzębski Węgiel erst im „golden set“ geschlagen geben. Das Finale am 27. März in Bozen gewann Gastgeber Trentino gegen Kasan.

Bei den Frauen war keine deutsche Mannschaft beteiligt. Im Halbfinale in Istanbul kam es zu einem rein türkischen Duell zwischen Gastgeber Fenerbahçe und Vakıfbank Güneş Sigorta. Vakıfbank gewann dieses Spiel und auch das Finale gegen Rabita Baku aus Aserbaidschan.

CEV-Pokal Bearbeiten

Bei den Männern waren der SCC Berlin und evivo Düren die deutschen Vertreter. Die Berliner hatten zunächst mit CVM Tomis Constanța aus Rumänien keine Probleme und unterlagen dann gegen das polnische Team Asseco Resovia Rzeszów. In der dritten Runde besiegten die Polen auch Düren. Zuvor war evivo gegen Topvolley Antwerpen (Belgien) und Dinamo Bukarest jeweils durch den Gewinn des „golden set“ weitergekommen. Die Italiener von Sisley Treviso gewannen den Titel gegen Zaksa Kędzierzyn-Koźle aus Polen.

Bei den Frauen setzte sich der Dresdner SC ohne Satzverlust gegen Asterix Kieldrecht aus Belgien durch und verlor anschließend gegen das russische Team VK Dynamo Krasnodar. Die Roten Raben Vilsbiburg scheiterten nach dem Auftakterfolg gegen Știința Bacău aus Rumänien in der zweiten Runde nach verlorenem „golden set“ an Valeriano Alles Menorca. Der italienische Verein Robur Tiboni Urbino gewann das Endspiel gegen Krasnodar.

Challenge Cup Bearbeiten

Bei den Männern schaffte der TV Rottenburg als deutscher Vertreter gegen Sparkasse Hartberg aus Österreich und DHL Ostrava aus Tschechien zwei Erfolge über den „golden set“. Danach unterlagen die Schwaben gegen das sibirische Team Fakel Nowy Urengoi. Der Titel ging an die Italiener von Lube Banca Marche Macerata, die sich im Finale gegen Arkasspor İzmir durchsetzten.

Bei den Frauen unterlag der 1. VC Wiesbaden nach einem problemlosen Auftakt gegen Iraklis Thessaloniki den Belgiern von Asterix Kieldrecht, die im CEV-Pokal gegen Dresden ausgeschieden waren. Der Schweriner SC kam mit Siegen gegen ZOK Rijeka (Kroatien) und VDK Gent Dames (Belgien) sowie einem Freilos ins Viertelfinale. Dort unterlag er Lokomotiv Baku. Die Aserbaidschanerinnen verloren das Stadtderby im Endspiel gegen Azerrail Baku.

Deutsche Meisterschaften Bearbeiten

In der Männer-Bundesliga kassierte der Titelverteidiger VfB Friedrichshafen ebenso wie Generali Haching und der SCC Berlin in der Hauptrunde zwei Niederlagen. Im Playoff-Halbfinale gewannen die Berliner gegen Haching, aber im Finale wurde das Team von Stelian Moculescu, das sich gegen evivo Düren durchgesetzt hatte, zum zwölften Mal deutscher Meister.

In der Bundesliga der Frauen war der Schweriner SC nach der Hauptrunde nur Dritter hinter dem Dresdner SC und den Roten Raben Vilsbiburg, aber in den Playoffs setzte sich der Rekordmeister gegen beide Kontrahenten durch und gewann seinen achten Titel.

DVV-Pokal Bearbeiten

Im Wettbewerb der Männer kam es beim Finale am 6. März zum Duell zwischen dem Titelverteidiger Generali Haching, der in den vorherigen Runden Rottenburg, Berlin und Moers besiegt hatte, und dem Rekordsieger VfB Friedrichshafen, der gegen Königs Wusterhausen, Düren und Bottrop ohne Satzverlust das Endspiel erreicht hatte. Die Bayern setzten sich im Tiebreak durch und gewannen zum dritten Mal in Folge den Pokal.

Bei den Frauen war der Weg der Finalisten ins Gerry-Weber-Stadion mühsamer. Der VfB 91 Suhl war gegen den Zweitligisten Lohhof und die Bundesligakonkurrenten Vilsbiburg und Sonthofen erfolgreich, während sich Smart Allianz Stuttgart gegen Schwerin, Wiesbaden und Dresden behauptete. Das Endspiel gewann Stuttgart in drei Sätzen.

Beachvolleyball-Wettbewerbe Bearbeiten

Weltmeisterschaften Bearbeiten

Die Weltmeisterschaft in Rom wurde von den Brasilianern dominiert. Im Endspiel der Männer standen sich zwei Teams aus dem südamerikanischen Land gegenüber. Während Emanuel/Alison sich gegen Márcio Araújo und Ricardo durchsetzten, gewannen die als Titelverteidiger angetretenen Deutschen Julius Brink und Jonas Reckermann diesmal Bronze.

Jana Köhler und Julia Sude erreichten als erfolgreichste deutsche Frauen das WM-Viertelfinale, während Goller/Ludwig sowie Holtwick/Semmler eine Runde zuvor ausschieden. Den Titel gewannen die Brasilianerinnen Larissa/Juliana im Finale gegen das erfahrene US-Duo May-Treanor/Walsh.

Europameisterschaften Bearbeiten

Bei der EM 2011 erlebten die Zuschauer in Kristiansand ein rein deutsches Männer-Finale in dem Brink/Reckermann gegen Erdmann/Matysik triumphierten. In der Frauen-Konkurrenz schafften Goller/Ludwig als Bronzemedaillen-Gewinner das beste deutsche Ergebnis des Turniers. Die Österreicherinnen Barbara Hansel und Sara Montagnolli unterlagen im Endspiel den Italienerinnen Greta Cicolari und Marta Menegatti.

Deutsche Meisterschaften Bearbeiten

In Timmendorfer Strand wurden Brink/Reckermann zum dritten Mal in Folge deutsche Meister. Diesmal bezwangen sie im Endspiel das Duo Dollinger/Windscheif, während Klemperer/Koreng ihre dritte Bronzemedaille nacheinander gewannen. Goller/Ludwig konnten sich im Frauen-Finale für die Niederlage im Vorjahr gegen Köhler/Sude revanchieren. Borger/Büthe wurden Dritte.

FIVB World Tour Bearbeiten

Das US-Duo Rogers/Dalhausser und die Brasilianer dominierten fast alle Männer-Turniere der World Tour. Nur beim letzten Turnier in Marokko, das die Niederländer Nummerdor/Schuil gegen Brink/Reckermann gewannen, gab es einen anderen Sieger. Als Tour-Champion wurden Emanuel/Alison ausgezeichnet.

Bei den Frauen gewannen die Weltmeisterinnen Larissa/Juliana die meisten Endspiele. Sie wurden folglich auch zum Tour-Champion ernannt.