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Pontifikalien

religiöse Würdezeichen eines Bischofs
Katholischer Bischof mit Mitra, Krummstab, Pektorale und Ring
Pontifikalschuhe aus dem Klosterschatz der ehemaligen Prämonstratenserabtei Rüti

Pontifikalien sind in der römisch-katholischen Kirche und anderen Kirchen

  • die dem Bischof oder Würdenträgern mit eigener Jurisdiktion vorbehaltenen Insignien sowie
  • Amtshandlungen, bei denen der Bischof oder Würdenträger Mitra und Stab benutzt.

InsignienBearbeiten

Pontifikale Insignien sind:

Mit dem Motu proprio Pontificalia insignia vom 21. Juni 1968[1] schrieb Papst Paul VI. vor, dass die Pontifikalien künftig nur noch von Bischöfen und ihnen vergleichbaren Amtsträgern, die für eine besondere Gruppe eigenständig verantwortlich sind, wie etwa Äbte, verwendet werden. Zuvor waren sie auch als Auszeichnung an bestimmte Personen und Inhaber besonderer Kirchenämter verliehen worden (etwa Apostolische Protonotare) sowie insbesondere an Inhaber von Leitungsämtern in Dom- und Stiftskapiteln (Dompropst und Domdechant). Diese Praxis ist in viele Darstellungen der kirchlichen Heraldik ist eingeflossen.

Ehemalige anglikanische Bischöfe, die einem für Katholiken anglikanischer Tradition auf der Grundlage der Konstitution Anglicanorum coetibus Benedikts XVI. eingerichteten Personalordinariat beigetreten sind, können beim Apostolischen Stuhl um die Erlaubnis nachfragen, sich der bischöflichen Insignien weiterhin zu bedienen.

AmtshandlungenBearbeiten

Mit Pontifikalien bezeichnet man außerdem Amtshandlungen des Bischofs, bei denen er gemäß der liturgischen Vorschrift Mitra und Stab benutzt. Dies ist insbesondere der Fall bei

Die Durchführung dieser Riten sind im Pontifikale und im Caeremoniale episcoporum beschrieben.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Philipp Hofmeister: Das Pontifikalprivileg more Abbatum. In: Liturgisches Jahrbuch. Jg. 1, 1951, ISSN 0024-5100, S. 75–101; Jg. 2, 1952, S. 15–43.
  • Wolfgang Buchmüller: Die Insignien der Pontifikalliturgie in ihrem kulturgeschichtlichen und spirituellen Kontext. In: Forum Katholische Theologie. Jg. 27, 2011, ISSN 0178-1626, S. 129–146.

EinzelnachweiseBearbeiten