Hauptmenü öffnen
Ponilala
Der Suco Ponilala liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Ermera.
Daten
Fläche 8,54 km²[1]
Einwohnerzahl 3.372 (2015)[1]
Chefe de Suco Jacinto de Jesus Madeira
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Cota Heu 897
Eroho 427
Hatuposi 452
Nunupu 501
Sacoco 1.095
Nunupu (Osttimor)
Nunupu
Nunupu
Koordinaten: 8° 43′ S, 125° 23′ O

Ponilala ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Ermera (Gemeinde Ermera).

GeographieBearbeiten

Ponilala
Orte Position[2] Höhe
Cota Heu 8° 44′ S, 125° 23′ O 1037 m
Eroho 8° 44′ S, 125° 23′ O 1037 m
Hatuposi 8° 43′ S, 125° 23′ O 895 m
Nunupu 8° 43′ S, 125° 23′ O 895 m
Sacoco 8° 43′ S, 125° 22′ O 817 m
Sacoco 8° 43′ S, 125° 23′ O 788 m

Vor der Gebietsreform 2015 hatte Ponilala eine Fläche von 8,50 km².[3] Nun sind es 8,54 km².[1] Der Suco liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Ermera. Südöstlich liegt der Suco Poetete. Im Nordosten grenzt Ponilala an das Verwaltungsamt Railaco mit seinem Suco Matata und im Südwesten an das Verwaltungsamt Hatulia mit seinen Sucos Lisapat und Fatubolo. Im Norden liegen die zur Gemeinde Liquiçá gehörenden Verwaltungsämter Liquiçá (mit dem Suco Açumanu) und Bazartete (mit dem Suco Leorema). Die Nordgrenze bildet der Fluss Gleno, in den auch der westliche Grenzfluss Lendeum fließt. Die beiden gehören zum Flusssystem des Lóis.[4]

Größere Straßen fehlen. Im Süden liegen die Dörfer Cota Heu (Cotaheu, Kotaheo) und Eroho, im Osten Nunupu und Hatuposi (Hatoposi) und im Norden Sacoco (Sakoko), das sich in einen Nord- und ein Süddorf aufteilt. In Eroho und Sacoco befinden sich Grundschulen. Eine davon ist die Escola Primaria No. 188 Ponilala.[5][6]

Im Suco befinden sich die fünf Aldeias Cota Heu, Eroho, Hatuposi, Nunupu und Sacoco.[7]

EinwohnerBearbeiten

Im Suco leben 3.372 Einwohner (2015), davon sind 1.700 Männer und 1.672 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 394,9 Einwohner/km². Im Suco gibt es 533 Haushalte.[1] Fast 63 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Über 36 % sprechen Tetum Prasa.[8]

GeschichteBearbeiten

Anfang 1979 wurden etwa hundert Männer aus der bisherigen Distriktshauptstadt Ermera und Ponilala von der indonesischen Besatzungsmacht an den Ort gebracht, wo heute die Stadt Gleno steht. Das indonesische Militär zwang die Männer das bisher unbewohnte Gebiet zu roden und von der Vegetation zu befreien, damit hier die neue Stadt gebaut werden konnte. Erfüllten die Zwangsarbeiter ihr Tagespensum nicht, wurden sie zur Bestrafung gefoltert. Drei Männer, die zu krank zum arbeiten waren, wurden von den Soldaten umgebracht. Da man in der Zeit keine Gärten anlegen konnte, erfolgte die Versorgung mit Nahrungsmitteln durch das Militär. Als die Arbeiten an der neuen Distriktshauptstadt Gleno 1983 beendet waren, stellte das Militär die Versorgung ein. Die Familien der Zwangsarbeiter wurde nun ebenfalls nach Gleno zwangsumgesiedelt. Weil immer noch keine Gärten zur Grundversorgung angelegt worden waren, kam es zu Todesfällen durch Verhungern. Erst ab 1985 durften sich die Bewohner Glenos frei bewegen.[9]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Amaro Silverio dos Santos zum Chefe de Suco gewählt.[10] Bei den Wahlen 2009 gewann Jacinto de Jesus Madeira.[11]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Direcção Nacional de Estatística: Population Distribution by Administrative Areas Volume 2 English (Memento vom 5. Januar 2017 im Internet Archive) (Zensus 2010; PDF; 22,6 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)
  6. UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 584 kB)
  7. Jornal da República: Diploma Ministerial n.° 16/2017, mit Korrekturen vom 9. Mai 2017, abgerufen am 12. März 2019.
  8. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Ponilala (tetum; PDF; 8,5 MB)
  9. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  11. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM