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Polenzko ist ein Ortsteil der Stadt Zerbst/Anhalt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Polenzko
Ortswappen von Polenzko
Koordinaten: 52° 0′ 38″ N, 12° 15′ 15″ O
Fläche: 19,92 km²
Einwohner: 296 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39264
Vorwahl: 039248
Polenzko (Sachsen-Anhalt)
Polenzko

Lage von Polenzko in Sachsen-Anhalt

Bis zum 31. Dezember 2009 war Polenzko eine selbständige Gemeinde mit den zugehörigen Ortsteilen Bärenthoren und Mühro. Auf einer Gemeindefläche von 19,92 km² lebten 296 Einwohner (31. Dezember 2008).[1] Am 1. Januar 2010 erfolgte die Eingemeindung nach Zerbst/Anhalt.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Das Dorf Polenzko nahe den Quellen der (mittleren) Nuthe am Rande des Hohen Fläming liegt ca. 15 Kilometer nordöstlich von Zerbst und ca. 22 Kilometer nördlich von Dessau-Roßlau. Das waldreiche Gebiet östlich von Polenzko erreicht Höhen von bis zu 136 m ü. NHN (Weinberge).

GeschichteBearbeiten

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Mühro eingegliedert.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Die letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Polenzko war Ruth Buchmann.

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde am 6. Dezember 2000 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 41/2000 registriert.

Blasonierung: „In Gold ein schrägrechter blauer Wellenbalken, belegt oben von einem grünen Lindenblatt, unten von einem grünen Eichenblatt, beide Blätter schwarz strukturiert und schrägrechts steigend.“

Das Lindenblatt wie auch das Eichenblatt zeigen symbolisch die für diesen Landstrich charakteristischen Baumarten. Der Wellenbalken soll auf das Flüsschen Nuthe hinweisen, welches die Gemeindefluren durchquert.

Das Wappen wurde von der Heraldischen Gesellschaft ”Schwarzer Löwe“ Leipzig gestaltet.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge ist Grün/Gelb gestreift. Das Wappen der Gemeinde ist mittig auf die Flagge aufgelegt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Das Dorf Bärenthoren gehörte bis 2009 zur Gemeinde Polenzko. Danach wurde es Ortsteil der Stadt Zerbst/Anhalt. Bekannt wurde das Dorf durch die Bärenthorener Kiefernwirtschaft, die der Forstwissenschaftler Friedrich von Kalitsch 1884 begründet hatte und die heute mit einer Fläche von 193 Hektar ein Waldkulturdenkmal bildet.

Die im 12. Jahrhundert erbaute Dorfkirche gehört zu einer Reihe geplanter Themenkirchen des Evangelischen Kirchenkreises Zerbst. Die Polenzkoer Kirche ist ganzjährig als Weihnachtskirche konzipiert. Die überdimensionalen Krippenfiguren Maria und Josef schuf der Zerbster Holzbildhauer Horst Sommer aus Pappelstämmen. Am 3. Adventssonntag 2009 erhielt die Kirche ein rund anderthalb Meter langes und mehrere hundert Kilogramm schweres Jesuskind. Weitere Krippenfiguren wie die Hirten sowie Ochse und Esel sollen folgen. Auf Informationstafeln werden Advents- und Weihnachtsbräuche dokumentiert.[3]

VerkehrsanbindungBearbeiten

Die Bundesstraße 187a von Zerbst nach Coswig (Anhalt) führt südlich an Polenzko vorbei. In dem wenige Kilometer entfernten Ort Jeber-Bergfrieden besteht Anschluss an die Bahnlinie Dessau-RoßlauPotsdamBerlin.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Polenzko – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. statistik.sachsen-anhalt.de, pdf-Datei (Memento des Originals vom 18. Januar 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.statistik.sachsen-anhalt.de
  2. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  3. Jesus kommt nach Polenz, Mitteldeutsche Kirchenzeitung vom 17. Dezember 2009