Pikatron Gruppe

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Begründung: Enzyklopädische Relevanz nicht dargestellt Lutheraner (Diskussion) 19:29, 31. Jul. 2020 (CEST)

Pikatron GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1974
Sitz Usingen, Deutschland
Leitung Matthias Staab, Geschäftsführer
Mitarbeiterzahl 331 (Juli 2020)
Umsatz 24,4 Mio. EUR (2019)
Branche Wickelgüter, EMV-Filter, Leistungselektronik
Website www.pikatron.de
Stand: 27. Juli 2020

Die Pikatron GmbH ist ein deutsches mittelständisches Unternehmen, das elektromagnetische Bauelemente, Baugruppen und leistungselektronische Geräte entwickelt und herstellt.

Die Firmenzentrale befindet sich in Usingen bei Frankfurt am Main. Das Unternehmen betreibt insgesamt vier Produktionsstätten in Deutschland und eine Produktionsstätte in Tschechien[1] mit insgesamt 331 Beschäftigten (Stand: Juli 2020). Im Jahr 2018 lag der Umsatz bei 25,3 Millionen Euro.[2]

GeschichteBearbeiten

Das Unternehmen wurde 1974 von Jürgen Klein mit drei weiteren Gesellschaftern in Usingen gegründet. Unter den Gründern waren neben Harry Palau auch Werner Pinternagel[3], der Gründer und Eigentümer der Firma Dynacord und sein Freund Graf von und zu Arco-Zinneberg. Die Familien der Gründer sind auch heute noch Gesellschafter des Unternehmens. Der Name Pikatron entstand aus den Anfangsbuchstaben der Gründer.

Pikatron begann mit der Herstellung von Audioübertragern in Deutschland[4], die in der damaligen analogen Rundfunk- und Fersehstudiotechnik in großen Mengen benötigt wurden. Mit dem Aufkommen von aktiven 3-Wege-Lautsprecherboxen wurden sehr lineare und verzerrungsfreie Induktivitäten für die Frequenzweichen benötigt, die Pikatron für Lautsprecherfirmen wie Canton, Summit und Heco herstellte.

1979 wurde im damaligen Zonenrandgebiet in Rasdorf das erste Zweigwerk errichtet, das auch heute (Stand 2020) noch betrieben wird.[5] Gleichzeitig wurden im Hauptwerk in Usingen die gemieteten Räume durch ein eigenes Firmengebäude ersetzt.

Die Audioübertrager aus der Anfangszeit wurden immer weniger benötigt, da die gesamte Audio- und Studiotechnik vollständig und in kurzer Zeit auf eine digitale Signaltechnik umgestellt wurde. Das Unternehmen verlegte daher sein Tätigkeitsfeld auf die Herstellung von Wickelgütern aller Art, vor allem Transformatoren zur Stromversorgung von Geräten.

Noch vor der Grenzöffnung suchte der damalige Geschäftsführer Jürgen Klein Kontakte zu Betrieben in der DDR und wurde fündig beim VEB Betrieb Transformatorenwerk Creuzburg. Unmittelbar nach dem Fall der Mauer kaufte Pikatron 1990 von der Treuhandanstalt diesen Betrieb und übernahm die Mitarbeiter. Zwei Jahre später zogen die 70 Beschäftigten in ein eigenes neues Firmengebäude in Creuzburg um. So konnte das Trafowerk in Creuzburg 2014 in der Pikatron Gruppe sein 90-jähriges Bestehen feiern.[6]

Da auch der Bedarf an Transformatoren zur Stromversorgung rapide zurückging und immer mehr durch Schaltnetzteile abgelöst wurde, verlegte sich das Unternehmen unter anderem auf die Herstellung elektromagnetischer Warensicherungsantennen für den Einzelhandel[7] und anderer elektromagnetischer Spezialprodukte, z. B. im Bereich RFID[8].

Nach dem Tod des Geschäftsführers Jürgen Klein übernahm Wilhelm Hickmann die Leitung des Unternehmens.

Um die großen Mengen der benötigten Warensicherungsantennen fertigen zu können, erwarb Pikatron im neuen Jahrtausend das heutige Firmengebäude in Usingen. Da dieses Gebäude zunächst zu groß war, stellte Pikatron über viele Jahre Räume für Kunstausstellungen und heute für das Usinger Gründerzentrum zur Verfügung.

Der Preisdruck zwang das Unternehmen 2005, eine günstigere Fertigungsstätte für die Warensicherungsantennen zu etablieren. Daher wurde 2005 die tschechische Tochter Pikatron CZ s.r.o. im böhmischen Putim, die später nach Pisek umzog, gegründet.

2009 kaufte Pikatron von der amerikanischen Rockwell den Bereich der Filter und Funkenstörtechnik des ursprünglichen Traditionsunternehmens Tesch in Wuppertal. Auch dieser Bereich wird heute noch (Stand 2020) in Wuppertal von Pikatron betrieben.[9]

2012 übernahm Pikatron die auf Motorsteuerungen spezialisierte tae Antriebstechnik GmbH in Wehrheim[10] und etablierte die Marke tesema leistungselektronik[11], unter der kundenspezifische Leistungselektronik von den Komponenten wie Transformator, Drossel oder Wandler über EMV-Filter bis hin zu Geräten der Leistungselektronik, wie Hochstrom- oder Hochspannungsquellen entwickelt wird,[12] u.a. mit Hochkantwickeltechnik.[13]

Im Mai 2020 übergab Wilhelm Hickmann die Leitung der Gruppe an Matthias Staab.[14][15]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Eigengewächse boomen. In: Frankfurter Neue Presse. 27. Januar 2016.
  2. Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018. In: Bundesanzeiger. 6. Februar 2020.
  3. Gabriele Christl, Markus Fritsch: Dynacord - Gestern Heute Morgen. PPV Medien, , ISBN 978-3-932275-33-3.
  4. Broschüre pikatron. In: Webseite pikatron. 1. Januar 2015.
  5. Pikatron (Usingen) feiert 40-Jähriges in Rasdorf. In: Usinger Anzeiger. 29. Juni 2019.
  6. Broschüre trafowerk Creuzburg. In: Webseite trafowerk Creuzburg. 1. Januar 2015.
  7. Mit Beer-Game gegen den Bullwhip-Effekt. In: Beschaffung aktuell. 10. November 2004.
  8. Pikatron hält autonome Lkw auf Kurs. In: Frankfurter Neue Presse. 16. Mai 2018.
  9. Broschüre tesch EMC. In: Webseite tesch EMC. 1. Januar 2015.
  10. Broschüre tae Antriebstechnik. In: Webseite tae Antriebstechnik. 1. Januar 2015.
  11. Neue Leistungselektronik-Marke Tesema. In: WEKA Fachmedien GmbH, elektroniknet.de. 17. März 2017.
  12. Broschüre tesema Leistungselektronik. In: Webseite tesema Leistungselektronik. 1. Mai 2017.
  13. Broschüre Hochkantwickeltechnik. In: Webseite Pikatron Gruppe. 1. Juli 2020.
  14. Geschäftsführer im Impressum der Webseite. In: Webseiten der Pikatron Gruppe. 28. Juli 2020.
  15. Pikatron: Matthias Staab übernimmt. In: Usinger Anzeiger. 9. Mai 2020.