Piauí

Bundesstaat brasiliens

Koordinaten: 7° S, 43° W

Piauí
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Symbole
Flagge
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Wappen
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Basisdaten
Staat Brasilien
Hauptstadt Teresina
Fläche 251.616,8 km²
Einwohner 3.273.227 (Schätzung zum 1. Juli 2019[1])
Dichte 13 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 BR-PI
Wirtschaft
BIP 5575 Mio. R$
1703 R$ pro Kopf
(2001)

Piauí, amtlich portugiesisch Estado do Piauí, ist ein Bundesstaat im Nordosten von Brasilien. Die Bevölkerungszahl wurde zum 1. Juli 2019 auf 3.273.227 Einwohner geschätzt.[1]

GeografieBearbeiten

Piauí grenzt an die brasilianischen Bundesstaaten Ceará, Pernambuco, Bahia und Maranhão.

Piauí ist der drittgrößte Bundesstaat des Nordostens. Gelegen in einem Übergangsgebiet weist Piauí verschiedene Landschaften mit spezifischem Klima und unterschiedlicher Vegetation auf.

Die nur 66 Kilometer lange Küste besitzt Mangrovenwälder und ein tropisches Klima mit erträglichen Temperaturen. Dagegen kennzeichnen das Landesinnere ein semiarides Klima und hohe Temperaturen. Die Regenzeit dauert von Dezember bis April. Es dominieren Savannen und Steppen, Cerrados, und Trockengebiete mit Busch- und Dorngewächsen.

GeschichteBearbeiten

Piauí ist der einzige Bundesstaat im Nordosten, in dem die Besiedlung vom Landesinnern her erfolgte. Ende des 17. Jahrhunderts ließen sich Viehzüchter auf der Suche nach neuen Weidegründen nieder. Bald entstanden riesige Rinderfarmen. Nach der Vertreibung der Jesuiten fielen viele Farmen an Portugal zurück und wurden aufgegeben.

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen in Brasilien 2018, hier bei den Gouverneurswahlen für die Exekutive, wurde Wellington Dias des Partido dos Trabalhadores (PT) für die Amtszeit von 2019 bis 2023 zum 52. Gouverneur wiedergewählt. Er hatte dieses Amt bereits seit 2015 inne. Vizegouverneurin ist Regina Sousa (PT).

Die Legislative wird von 30 gewählten Abgeordneten (deputados estaduais) in der Legislativversammlung von Piauí ausgeübt. Der Staat entsendet 10 Bundesabgeordnete (deputados federais) in die Abgeordnetenkammer und drei Bundessenatoren in den Bundessenat des Nationalkongresses.

BevölkerungBearbeiten

StädteBearbeiten

 
Teresina aus der Luft

Piauí hat mit Stand 1. Juli 2019 gesamt 224 einzelne Städte, die municípios. Die größten Städte sind mit ihren Einwohnerzahlen geschätzt zum 1. Juli 2019:

Die 10 größten Städt in Piauí nach Einwohnerzahl
(Schätzung 1. Juli 2019)[1]
Stadt Rang Einwohner
  Teresina 01 864.845
  Parnaíba 02 153.078
  Picos 03 78.222
  Piripiri 04 63.742
  Floriano 05 59.935
  Barras 06 47.066
  Campo Maior 07 46.833
União 08 44.485
  Altos 09 40.524
  Esperantina 10 39.737

WirtschaftBearbeiten

Piauí ist einer der ärmsten Bundesstaaten. Etwa die Hälfte der Bevölkerung lebt in Städten. Es gibt keine nennenswerte Industrie. Mit steuerlichen Anreizen ist es immerhin gelungen, die Infrastruktur zu verbessern. Die Landwirtschaft wird von der Rinderzucht dominiert, angebaut werden Bohnen, Mais, Reis, Maniok, Sojabohnen und Zuckerrohr, jedoch nicht in ausreichender Menge.

LiteraturBearbeiten

Geschichte
  • Odilon Nunes: Pesquisas para a história do Piauí. 4 Bände. Artenova, Rio de Janeiro 1975–1976.
  • Francisco Augusto Pereira da Costa: Chronologia histórica do Estado do Piauhy. Editora artenova, Rio de Janeiro 1974. Nachdruck. Enthält die Geschichte von Piauí bis 1889. (Digitalisat)

WeblinksBearbeiten

Commons: Piauí – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Piauí – Panorama. In: cidades.ibge.gov.br. IBGE, abgerufen am 4. September 2019 (brasilianisches Portugiesisch).