Philipp von Klett

deutscher Schachkomponist und Militäroffizier
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Maximilian Philipp Friedrich Klett, ab 1880 von Klett, (* 20. Juli 1833 in Ludwigsburg; † 1. Oktober 1910 in Calw) war ein deutscher Schachkomponist und Militäroffizier.

Philipp von Klett

Leben Bearbeiten

Klett war Berufsoffizier an der Ludwigsburger Kadettenanstalt und avancierte dort zum Hauptmann. Von 1870 bis 1874 war er Kommandant der Kriegsschule Ludwigsburg.[1] Er wurde ins württembergische Kriegsministerium berufen.

Für seine Verdienste wurde Klett 1880 mit dem Ehrenritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone,[2] ausgezeichnet, mit dem der Personaladel verbunden war.

Seine letzten Jahre verbrachte Klett im Ruhestand in Calw. Er verstarb in seinem Haus.

Schachkomposition Bearbeiten

Philipp von Klett gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der altdeutschen Schule der Schachkomposition. In seiner 1878 erschienenen Aufgabensammlung sind 112 Aufgaben enthalten, meist Mehrzüger. Darin bezeichnete er Schachprobleme als „mathematische Poesie“. In einem Nachruf der Deutschen Schachzeitung 1910 wurde die weitgehende Positionsbeherrschung als besondere Leistung Kletts hervorgehoben.[3]

In der Regel sind Kletts Aufgaben von komplizierten Varianten geprägt. Nachfolgendes Beispiel gehört da eher zu den Leichtgewichten.

Philipp von Klett
Zum Feierabend, 1879
  a b c d e f g h  
8                 8
7                 7
6                 6
5                 5
4                 4
3                 3
2                 2
1                 1
  a b c d e f g h  
Matt in vier Zügen



Lösung:

1. Tg4–d4! Zugzwang Kh6–h5
2. g3–g4+ Kh5–h4
3. Lc2–e4! Kh4xg4
4. Le4–g6 matt
2. … Kh5–h6
3. Td4–d3! hebt das Patt auf, nebst
4. Td3–h3 matt
1. … g5–g4
2. Td4xg4 Kh6–h5
3. Tg4–h4+ Kh5–g5
4. f2–f4 matt

Werke Bearbeiten

  • Ph Klett's Schachprobleme. Mit einer Einführung in die Theorie des Schachproblems. Veit und Comp, Leipzig 1878 Digitalisat

Einzelnachweise und Quellen Bearbeiten

  1. Landesarchiv Baden-Württemberg: Bestand E276b: Einführung. Stuttgart 1976. Abgerufen am 14. November 2010.
  2. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Württemberg 1907, Seite 40.
  3. Die Schwalbe, Heft 232, August 2008: Kalenderblatt.

Weblink Bearbeiten