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Im deutschen, 2017 beschlossenen Pflegeberufegesetz sollen die drei bisherigen Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einem künftig einheitlichen Ausbildungsberuf zusammengeführt werden. Es ersetzt im Wesentlichen ab 2020 die beiden bisherigen Gesetze: Altenpflegegesetz von 2000, in Kraft seit 2003, und das Krankenpflegegesetz in der Neufassung von 2003.

Basisdaten
Titel: Gesetz über die Pflegeberufe
Kurztitel: Pflegeberufegesetz
Abkürzung: PflBG
Art: Bundesgesetz
Geltungsbereich: Bundesrepublik Deutschland
Rechtsmaterie: Besonderes Verwaltungsrecht, Arbeitsrecht
Fundstellennachweis: 2124-25
Erlassen am: 17. Juli 2017
(BGBl. I S. 2581)
Inkrafttreten am: überw. 1. Januar 2020
Letzte Änderung durch: Art. 16 G vom 15. August 2019
(BGBl. I S. 1307, 1331)
Inkrafttreten der
letzten Änderung:
1. März 2020
(Art. 54 G vom 15. August 2019)
GESTA: B041
Weblink: Text des Gesetzes
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Ziele, InhalteBearbeiten

Generalistische Pflegeausbildung werden einige Modellprojekte unterschiedlicher Form und Ausbildungsdauer zur Weiterentwicklung der Pflegeausbildung / -berufe genannt, die die drei bisher separaten Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, - Kinderkrankenpflege und Altenpflege schrittweise in einer einzigen, ebenfalls dreijährigen, Berufsausbildung zusammenführen soll. Vorerst können aber die Abschlüsse auch noch getrennt in den bisherigen Berufssparten erlangt werden.

Im Juli 2017 wurde damit nach einer Vereinbarung innerhalb der Regierungskoalition ein Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen, das von der den Gesetzentwurf vorlegenden Bundesregierung Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe (Pflegeberufereformgesetz – PflBRefG) genannt wurde; mit dem Entwurf vom 9. März 2016. Es umfasst 68 Paragraphen.

Wesentliche Inhalte beziehen sich auf die ab 2020 geltenden Zulassungsvoraussetzungen (i. d. R. Mittlere Reife), Dauer (drei Jahre bzw. in Teilzeit bis zu fünf Jahre), Grundsätze einer bundesweit einheitlichen Finanzierung, das noch zu entwickelnde Curriculum (für die generalistische Phase (Jahr 1 und 2) und die Spezialisierungsphase im dritten Ausbildungsjahr). Eine künftige Evaluation soll für die Beibehaltung oder Abschaffung der Berufe Kinderkrankenpflege und Altenpflege nach 2026 die Entscheidungsgrundlage liefern. Auch ein Einstieg in eine akademische Ausbildung für Pflegende (Lehr- und Leitungsebene) wird erwähnt. Weitere Einzelheiten zu den Inhalten der Ausbildung sind in der Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung - PflAPrV[1] geregelt.

Bezeichnungen der BerufeBearbeiten

Nach dem Gesetz über die Pflegeberufe (Pflegeberufegesetz) tritt ab 2023 die Bezeichnung Pflegefachfrau bzw. -mann neben die Berufe in der Alten- und Kinderkrankenpflege. Die staatliche Erlaubnis berechtigt zum Führen der jeweiligen Berufsbezeichnung – es gibt neben den Pflegefachpersonen weiter Abschlüsse als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen/-er und Altenpflegerinnen/-er.[2]

Übergangsbestimmungen, MantelgesetzBearbeiten

Zum Pflegeberufegesetz wurde zeitnah als Mantelgesetz, das bisherige Bestimmungen in anderen Gesetzen etc. anpasst, das Pflegeberufereformgesetz erlassen. Der dortige Artikel 1 bezieht sich auf das vorstehend genannte Pflegeberufegesetz.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten