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Pfeifenusur

Zahndefekt durch Pfeifenrauchen
Pfeifenlöcher im Gebiss eines Schädels aus dem 18. Jhdt. Archäologisches Landesmuseum Brandenburg
Pfeifenraucher

Unter einer Pfeifenusur (auch: Pfeifenloch, Pfeifenraucherloch) versteht man in der Zahnmedizin einen durch Abrasion entstandenen Zahndefekt an Zähnen, die durch das jahrelange Halten einer Tabakspfeife zwischen den Zähnen des Ober- und Unterkiefers entstanden ist.[1]

Früher sind die Pfeifenusuren durch das intensive Rauchen von Pfeifen mit töneren Mundstücken entstanden. Es handelt sich bei den Pfeifenusuren um runde Lücken im Gebiss. In der Regel sind vier Zähne im Frontzahnbereich davon betroffen, deren Abschliff eine fast kreisrunde Lücke bilden. Tönere Mundstücke wurden in der Frühzeit des Rauchens in Europa verwendet. Pfeifenusuren sind an Gebissen neuzeitlicher Skelette nachweisbar.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. NA Partsch, NA Williger, NA Hauptmeyer: Handbuch der Zahnheilkunde: Die Chirurgischen Erkrankungen der Mundhöhle der Zähne und Kiefer. Springer-Verlag, 13 March 2013, ISBN 978-3-642-90965-8, S. 63.
  2. Fragmente von Tonpfeifen, Archäologisches Museum Basel, 2010
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