Peugeot Typ 153

Der Peugeot Typ 153 ist ein Automodell des französischen Automobilherstellers Peugeot, von dem von 1913 bis 1924 im Werk Audincourt 4662 Exemplare produziert wurden.

Peugeot Typ 153 im Peugeot-Museum Sochaux

Die Fahrzeuge besaßen einen Vierzylinder-Viertaktmotor, der vorne angeordnet war und über Kardan die Hinterräder antrieb.

Modell Baujahre Hubraum Radstand Spurbreite Karosserieform Exemplare
153 1913–1916 2614 cm³ 307,5 cm 135 cm Torpedo 800
153 A 1915–1916 2614 cm³ 307,5 cm 135 cm Torpedo Colonial 556
153 B 1920–1922 2746 cm³ 309 cm 138 cm Torpedo, Coupé-Limousine, Innenlenker 1325
153 BR 1923 2951 cm³ 309 cm 138 cm Torpedo, Coupé-Limousine, Innenlenker 276
153 BRA 1921–1925 2951 cm³ 319 cm 138 cm Torpedo, Coupé-Limousine, Cabriolet, Innenlenker 1305
153 BRS 1921–1923 2951 cm³ 309 cm 138 cm Torpedo Spezial, Sportwagen 200
153 C 1921–1923 2951 cm³ 309 cm 138 cm Torpedo 50
153 CA 1922–1924 2951 cm³ 319 cm 138 cm Torpedo Colonial 150

Militärfahrzeug und Einsatz als RadpanzerBearbeiten

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges erhielten mindestens zwei Peugeot 153 eine Karosserie mit seitlichem Panzerschutz, nach oben blieb das Auto offen. Im rückwärtigen Teil wurde ein MG St. Étienne M1907 auf Pivot montiert, das über den oberen Rand der Panzerung feuern konnte[1]. Während des Feuerkampfes war der MG-Schütze also nur teilweise gedeckt. Das Fahrzeug dürfte sich im Einsatz nicht bewährt haben: Im Gegensatz zum Autoblindé Peugeot 146 war der 2,6-Liter-Motor des Peugeot 153 zu schwach, um dem mit Panzerung doch rund eine Tonne schwereren Fahrzeug eine brauchbare Geschwindigkeit zu ermöglichen, hinzu kam die fehlende Deckung für die MG-Bedienung. Indessen setzte schon bald der Stellungskrieg ein, und spätestens ab Anfang November 1914 gab es im granatzerwühlten Trichtergelände für derartige Fahrzeuge keine Verwendung mehr.

LiteraturBearbeiten

  • Wolfgang Schmarbeck: Alle Peugeot Automobile 1890–1990. Motorbuch-Verlag. Stuttgart 1990. ISBN 3-613-01351-7
  • François Vauvillier: Tous les Blindes 1914–1940, de l' armée française, Paris 2014, ISBN 978-2-35250-321-7, zit. als „Vauvillier, Blindes“

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vauvillier, Blindes S. 75