Peter von Hess

deutscher Maler
Peter von Hess
Grab von Hess auf dem Alten Südlichen Friedhof in München Standort
Portrait Medaillon auf dem Grabstein von Hess

Peter Heinrich Lambert Hess (auch Heß), ab 1861 Ritter von Hess, (* 29. Juli 1792 in Düsseldorf; † 4. April 1871 in München) war ein deutscher Schlachten- und Genremaler.

LebenBearbeiten

Hess war der Sohn des Kupferstechers Carl Ernst Christoph Hess, von dem er auch seinen ersten künstlerischen Unterricht erhielt. Ab 1800 schuf Hess seine ersten Stiche; meistenteils bevorzugte er hier die Darstellungen von Tieren.

Mit 14 Jahren wurde Hess 1806 als Schüler an der Kunstakademie in München zugelassen. Seinen Militärdienst konnte er im Generalstab des Fürsten Carl Philipp von Wrede ableisten. Diesen begleitete er auch während der Kriege 1813 bis 1815 und auch zum Wiener Kongress. In dieser Zeit schuf Hess eine Vielzahl von Skizzen, welche dann die Grundlage für seine Ölbilder bildeten.

Später unternahm Hess immer wieder Studienreisen durch die Schweiz, nach Italien und nach Österreich. In seinem Frühwerk waren die Bilder eher klein gehalten; das erste großformatige Bild von Peter Hess war die Darstellung der Schlacht von Arcis sur Aube vom Mai 1814.

1833 begleitete er König Otto I. nach Griechenland und hielt dort u. a. dessen Einzug in Nauplia fest. 1835 entstand darüber ein Gemälde in Öl mit vielen Porträts; 1839 ein zweites, welches den Empfang Ottos in Athen zeigt (beide heute in München, Neue Pinakothek). 1839 folgte Hess der Einladung des Zaren Nikolaus I. nach Sankt Petersburg und Moskau und stellte in acht großen Schlachtenbildern die Hauptereignisse von 1812 dar. In den Arkaden des Münchener Hofgartens führte er mit seinem Gehilfen Nilson 39 Fresken aus der Geschichte des griechischen Unabhängigkeitsbewegung aus.

Im Jahr 1861 wurde ihm das Ritterkreuz des Verdienstorden der Bayerischen Krone verliehen. Damit verbunden war die Erhebung in den persönlichen bayerischen Adelsstand.[1] Außerdem erhielt er 1838 das Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens vom Heiligen Michael[2] und 1853 den Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.[3] Auch mit ausländischen Orden wurde er geehrt, so als Offizier des Belgischen Leopoldsordens[4] und mit dem Sankt-Stanislaus-Orden II. Klasse.[5]

Hess starb im Alter von 78 Jahren am 4. April 1871 in München. Die Grabstätte von Hess befindet sich auf dem Alten Südlichen Friedhof in München (Gräberfeld 13 – Reihe 1 – Platz 50/51). Standort

Auch seine Söhne Max und Eugen waren als Maler tätig.

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Siegesmeldung durch den Feldmarschall Fürst Karl Philipp zu Schwarzenberg an die verbündeten Monarchen Kaiser Franz I. von Österreich, König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Alexander I. von Russland nach der Schlacht bei Leipzig am 19. Oktober 1813, Öl auf Karton, ca. 22×40 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien.
  • Schlacht von Arcis sur Aube
  • Verteidigung der Kinzigbrücke bei Hanau
  • Scharmützel zwischen französischen Dragonern und österreichischen Husaren
  • Donkosaken mit gefangenen französischen Bauern
  • Morgen von Partenkirchen
  • Die Schlacht bei Borodino
  • Einzug König Ottos in Nauplia
  • Biwak österreichischer Truppen (1823)
  • Marketenderszene Öl/Holz (1825) Alte Nationalgalerie Berlin
  • Überfall Österreichischer Ulanen Öl/Holz (1828)
  • Palikaren bei Athen (1829) Alte Nationalgalerie Berlin
  • Gefecht bei Bodenbühl (1829)
  • Gefecht bei Wörgl Öl auf Leinwand (1832) Residenz München

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Peter von Hess – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1861, S. 28.
  2. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1861, S. 44.
  3. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1861, S. 89.
  4. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1861, S. 101.
  5. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1861, S. 128.