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Die Pestkreuze

Die Pestkreuze im bayerischen Hausen, einem Stadtteil des Kurortes Bad Kissingen im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen gehören zu den Bad Kissinger Baudenkmälern und sind unter der Nummer D-6-72-114-187 in der Bayerischen Denkmalliste registriert.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die aus Sandstein bestehenden Pestkreuze entstanden wahrscheinlich Mitte des 18. Jahrhunderts. Einer Sage nach wurde während der Pest von 1569[1] der letzte von drei Pesttoten wiedergefunden, die auf dem Transport zum Bad Kissinger Kapellenfriedhof verloren gegangen waren (der Hausener Friedhof entstand erst 1813). In Erfüllung eines Gelübdes von 1635 wallten die Hausener Bürger am Donnerstag nach Mariä Lichtmess, dem „Opferdonnerstag“, zu der zum Friedhof gehörenden Marienkapelle[2].

Die Pestkreuze zeigen eine Ölberg-Darstellung mit Christus am Kreuz und den Schächern an beiden Seiten, Dismas ihm zugewandt, Gestas von ihm abgewandt. Auf den quadratischen Sockeln mit 90 bis 100 cm Höhe befinden sich die 3,40 bis 3,70 Meter hohen Kruzifixe. Die Figuren der Schächer sind 1,20 Meter hoch. Neben dem Kruzifix Christi befindet sich eine moderne Ampel mit elektrisch betriebenem Licht.

Vor dem Kreuz Christi befindet sich eine Mater Dolorosa. Das Podest, auf dem sie steht, trägt ein Wappen, das einen Hund und eine Blume sowie im Herzschild eine Sonne zeigt. Bei dem Wappen ohne Inschrift und Jahreszahl handelt sich wahrscheinlich um das Wappen des Stifters.

LiteraturBearbeiten

  • Elisabeth Keller: Die Flurdenkmale im Landkreis Bad Kissingen, Band 1, Eigenverlag des Landkreises Bad Kissingen, 1978, S. 220f.
  • Denis André Chevalley, Stefan Gerlach: Stadt Bad Kissingen (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band VI.75/2). Karl M. Lipp Verlag, München 1998, ISBN 3-87490-577-2, S. 130 f.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pestkreuze (Hausen, Bad Kissingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Werner Eberth: Beiträge zur Geschichte von Hausen und Kleinbrach, Band 1. Theresienbrunnen-Verlag, Bad Kissingen 2009, S. 79
  2. Pfarrarchiv Bad Kissingen, Band V – Huberth, Johann Pfarrer in Kissingen in Tam officii divini 1795

Koordinaten: 50° 13′ 36,9″ N, 10° 4′ 8,7″ O