Pernille Harder (Fußballspielerin)

dänische Fußballspielerin für den Chelsea LFC

Pernille Mosegaard Harder (* 15. November 1992 in Ikast) ist eine dänische Fußballspielerin. Sie wurde 2018 und 2020 Europas Fußballerin des Jahres und wurde 2020 zudem als erste Nichtdeutsche zur Fußballerin des Jahres in Deutschland gewählt. Harder ist dänische Nationalspielerin und steht beim Chelsea LFC unter Vertrag.

Pernille Harder
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im Trikot der Nationalmannschaft (2017)
Personalia
Name Pernille Mosegaard Harder
Geburtstag 15. November 1992
Geburtsort IkastDänemark
Größe 168 cm
Position Mittelfeld / Angriff
Juniorinnen
Jahre Station
Tulstrup-Faurholt IK
Frauen
Jahre Station Spiele (Tore)1
2007–2010 Team Viborg
2010–2012 IK Skovbakken 27 (22)
2012–2016 Linköpings FC 87 (71)
2017–2020 VfL Wolfsburg 75 (68)
2020– Chelsea LFC 2 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2007 Dänemark U16 3 0(0)
2007–2009 Dänemark U17 23 0(9)
2009–2011 Dänemark U19 15 (13)
2009– Dänemark 120 (62)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 13. September 2020

2 Stand: 22. September 2020

KarriereBearbeiten

VereineBearbeiten

Harder begann ihre Karriere beim Verein Tulstrup-Faurholt IK. Von 2007 bis 2010 spielte sie in Viborg. Nach einem Gastspiel beim IK Skovbakken wechselte sie für die Spielzeit 2012 zum schwedischen Erstligisten Linköpings FC. Am 19. Dezember 2016 unterschrieb Harder bei dem dreimaligen deutschen Meister VfL Wolfsburg.[1] Mit dem VfL gewann sie viermal in Folge das Double und wurde zweimal Torschützenkönigin der Bundesliga.

Anfang September 2020 wechselte sie zum Chelsea LFC.[2] Ihr erstes Tor für Chelsea erzielte sie am 13. September im zweiten Ligaspiel beim 9:0 gegen Bristol City sechs Minuten nach Einwechslung zum zwischenzeitlichen 8:0.[3]

NationalmannschaftBearbeiten

Harder durchlief die dänischen Juniorinnenmannschaften, für die sie in 41 Spielen 22 Tore schoss. Mit der U-17-Mannschaft nahm sie an der EM-Endrunde 2008 teil, bei der sie mit ihrer Mannschaft den dritten Platz belegte.

Ihr erstes A-Länderspiel bestritt sie am 24. November 2009 beim WM-Qualifikationsspiel gegen Georgien, wobei sie drei Tore zum 15:0-Rekordsieg der dänischen Mannschaft beitrug.[4] Drei Tore gelangen ihr auch beim 3:0-Sieg gegen Österreich am 20. und beim 11:0 gegen Armenien am 23. November 2011 sowie am 8. April 2013 beim 5:1 gegen EM-Teilnehmer Russland. Mit 9 Toren war sie die beste dänische Torschützin in der EM-Qualifikation.

Harder nahm mit der Nationalmannschaft 2011, 2012, 2013 und 2015 an den Turnieren um den Algarve-Cup teil, bei denen Dänemark die Plätze 6, 5, 7 beziehungsweise 6 belegte, und gehörte zum Kader für die EM 2013. Sie wurde in allen fünf Spielen bis zum Ausscheiden im Halbfinale eingesetzt.

Bei der EM 2017 wurden die Däninnen mit Harder als Kapitänin Vize-Europameister hinter Gastgeber Niederlande. In der Qualifikation für die WM 2019 kam sie in den neun ausgetragenen Spielen zum Einsatz und erzielte dabei fünf Tore, darunter ihr 50. Länderspieltor am 24. Oktober 2017. Die Däninnen scheiterten aber in den Playoffs der Gruppenzweiten an Europameister Niederlande.

ErfolgeBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

PrivatesBearbeiten

Pernille Harder ist mit der schwedischen Fußballspielerin Magdalena Eriksson liiert.[9]

WeblinksBearbeiten

Commons: Pernille Harder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Harder kommt zum VfL vom 19. Dezember 2016.
  2. Abschied gegen Ablöse auf der Website des VfL Wolfsburg, abgerufen am 5. September 2020
  3. Chelsea vs. Bristol City 9 - 0
  4. Pernille Harder – ISI.dk (dänisch).
  5. fogis.se: Fotbollsgalan – Tidigare Vinnare – Övriga utmärkelser (schwedisch).
  6. Pernille Harder – Europas Fußballerin des Jahres kommt aus Wolfsburg auf Kicker.de, abgerufen am 31. August 2018.
  7. Rich Laverty: The 100 best female footballers in the world 2018, The Guardian, 7. Dezember 2018 (englisch).
  8. Niedersachsens „Fußballer des Jahres“ ist eine Frau. In: ndr.de. 20. Juli 2020, abgerufen am 20. Juli 2020.
  9. Pernille Harder: ‘I was the only girl in the team but they wanted to play with me’. The Guardian, 13. Februar 2018, abgerufen am 29. April 2018 (englisch).