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Perlen zum Glück

Film von Frank Borzage (1936)

Perlen zum Glück (Original: Desire, Alternativtitel: Sehnsucht) ist eine romantische Filmkomödie mit Marlene Dietrich und Gary Cooper aus dem Jahr 1936.

Filmdaten
Deutscher TitelPerlen zum Glück
Sehnsucht
OriginaltitelDesire
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1936
Länge90 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieFrank Borzage
DrehbuchEdwin Justus Mayer,
Waldemar Young,
Samuel Hoffenstein
ProduktionFrank Borzage,
Ernst Lubitsch
MusikFriedrich Hollaender
KameraCharles B. Lang
SchnittWilliam Shea
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Detroit, USABearbeiten

Tom Bradley, ein tadelloser und charmanter Mann, arbeitet als Ingenieur bei dem Autohersteller Bronson in Detroit. Er arbeitet hart und wird von seinem Chef sowie von seinen Kollegen sehr geschätzt. Seit seiner Kindheit ist er von Spanien fasziniert. Eines Tages entschließt er sich für zwei Wochen nach Spanien zu fahren. Tom ist aufgeregt, da er noch nie zuvor in Europa war und sich deshalb nicht auskennt. Bevor er nach Frankreich fliegt, bekommt er von seinem Chef ein Fahrzeug mit einem Werbespruch auf dem Hinterrad: „It’s good to have a Bronson“.

Paris, FrankreichBearbeiten

Madeleine de Beaupre, eine verführerisch wirkende Frau, geht in ein Juweliergeschäft in Paris. Sie wird von Aristide Duvalle, einem bekannten Juwelier, empfangen. Er zeigt ihr die teuersten und kostbarsten Perlenkolliers der Stadt. Madeleine entscheidet sich für ein Kollier, das über zwei Millionen Franc kostet. Am selben Tag geht sie zu dem bekannten Psychologen Dr. Maurice Pauquet. Sie bittet ihn höflich, ihren angeblichen Ehemann Aristide Duvalle um 18 Uhr in Empfang zu nehmen und ihm bei seinen, nicht vorhandenen, Problemen zu helfen. Aristide Duvalle erscheint um 18 Uhr in der Praxis mit der Absicht, den angeblichen Ehemann, Dr. Maurice Pauquet, kennenzulernen. Als Madeleine das Kollier von dem Juwelier Aristide Duvalle erhält, schickt sie ihn zu Dr. Maurice Pauquet und geht weg. Es entsteht ein Missverständnis zwischen den beiden, da jeder denkt, der andere sei Madeleines Ehemann.

In der Nähe der französisch-spanischen GrenzeBearbeiten

Das Missverständnis zwischen dem Juwelier und dem Psychologen hat sich geklärt und die Polizei ist auf der Suche nach dem Dieb. Madeleine befindet sich in der Nähe der französisch-spanischen Grenze, als sie in einem kleinen Dorf ankommt, um nach ihrer Hupe zu schauen. Dort trifft sie auf Tom Bradley, der ihr bei ihrem Problem weiterhilft. Beide fahren weiter, bis sie sich wieder einige Stunden später an der Grenze treffen. Madeleine steckt Tom ihr Kollier unauffällig in sein Jackett, damit es nicht von den Kontrolleuren entdeckt wird. Tom packt sein Jackett in seine Tasche, da ihm heiß wurde. Danach fahren beide nach San Sebastián weiter.

San Sebastián, MadridBearbeiten

Madeleine muss nun versuchen, ihr Kollier aus dem Jackett wiederzubekommen. Tom nimmt sie mit, als er sieht, dass ihr Auto einen Schaden hat. Nach einigen Stunden hält Tom an, um sich sein Jackett aus dem Koffer zu holen. Madeleine setzt sich schnell ans Steuer und fährt ohne ihn los. Später wird sie von der Polizei verfolgt und verursacht deshalb einen Unfall. Trotzdem gelingt es ihr nach San Sebastian zu fliehen und dort den Adeligen Carlos Margoli zu treffen. Sie sollte für ihn die Kette besorgen, da er das Kollier an einen Kunden weiterverkaufen will.

HintergrundBearbeiten

In Perlen zum Glück spielen die Hollywood-Legenden Marlene Dietrich und Gary Cooper die Hauptrollen. Das Drehbuch basiert auf einem Theaterstück von Hans Székely und auf dem Film Die schönen Tage von Aranjuez aus dem Jahr 1933. In einigen Szenen führt der deutsche Regisseur Ernst Lubitsch Regie, da es einige Missverständnisse zwischen dem Regisseur Frank Borzage und der Produktionsfirma Paramount gab. Der Film wurde vom Publikum und von Kritikern positiv aufgefasst und gilt als gelungenes Beispiel für das, was die Amerikaner „sophistication“ nennen.

KritikBearbeiten

„Charmante Komödie mit guten Darstellern und witzigen Dialogen, deren Spiel um Schein und Sein von Auslassungen und Ellipsen lebt. Bis auf das etwas umständlich konstruierte Ende eine beschwingte Kinounterhaltung.“

LiteraturBearbeiten

  • Homer Dickens, Robert Fischer: Gary Cooper und seine Filme (OT: The Films of Gary Cooper). Citadel-Filmbücher. Goldmann, München 1982, ISBN 3-442-10218-9.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Perlen zum Glück. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.