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Der Perjentunnel ist ein 2993 m langer einröhriger Straßentunnel der S16 Arlberg Schnellstraße. Dieser dient der Ortsumgehung von Landeck. Der Tunnel unterquert den Berghang des Dorfes Stanz nördlich von Landeck, bei einer maximalen Gebirgsüberlagerung von ca. 250 m. Er steigt durchgehend mit 1 % von Ost nach West an. Benannt ist der Tunnel nach dem Landecker Stadtteil Perjen, in dessen Nähe das Ostportal liegt.

Perjentunnel
Nutzung Straßentunnel
Verkehrsverbindung Arlberg Schnellstraße
Ort bei Landeck, Tirol
Länge 2993 m
Fahrzeuge pro Tag 13.290
Anzahl der Röhren 1 (2. Röhre in Bau)
Größte Überdeckung 250 m
Bau
Baubeginn 1980
Fertigstellung 1983
Betrieb
Betreiber ASFINAG
Maut Vignettenpflicht
Freigabe 29. Jänner 1983
Lage
Perjentunnel (Tirol)
Red pog.svg
Red pog.svg
Koordinaten
Ostportal 47° 9′ 26″ N, 10° 34′ 24″ O
Westportal 47° 8′ 29″ N, 10° 32′ 31″ O

Im Jahr 2010 passierten im Schnitt 13.290 Kraftfahrzeuge pro Tag den Tunnel.[1]

Da der einröhrige Tunnel nicht mehr den Sicherheitsvorgaben entsprach, wurde eine zweite Tunnelröhre errichtet, deren Verkehrsfreigabe am 17. Dezember 2018 erfolgte. Diese wird vorübergehend im Gegenverkehr betrieben, während die bestehende Röhre saniert wird. Ab Dezember 2019 soll ein zweiröhriges Tunnelsystem mit Richtungsverkehr zur Verfügung stehen.[2] Der ursprüngliche Plan, die neue Röhre im Gegenverkehr zu betreiben und den bestehenden Tunnel zum Fluchtstollen zu adaptieren, wurde wieder aufgegeben.[3]

Literatur und WeblinksBearbeiten

  • M. Köhler: Perjentunnel (Landeck, Tirol): Baugeologische Verhältnisse, Prognose und tektonische Schlussfolgerungen. In: Geologisch-Paläontologische Mitteilungen Innsbruck, Band 12 (1983), S. 249–267 (PDF; 1,4 MB)
  • Perjentunnel. In: Structurae

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Verkehrsplanung (Hrsg.): Verkehr in Tirol - Bericht 2011. Innsbruck 2012 (PDF; 1,5 MB)
  2. ASFINAG Projektseite Perjentunnel
  3. "Bestmögliche Lösung jetzt". Perjentunnel ab 2019 zweiröhrig - Asfinag investiert 190 Millionen. (Memento des Originals vom 7. April 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rundschau.at Rundschau Oberländer Wochenzeitung, 25. März 2014