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La Croix-Rousse ist der Name eines der drei Hügel von Lyon (Fourvière (Hügel) und La Duchère). Es ist gleichzeitig der Namen eines der Ursprungsgemeinden vom Département Rhône, das auf diesem Hügel liegt und aus zwei unterschiedlichen Stadtteilen besteht:

Les Pentes de la Croix-Rousse
Sicht auf den Hang von Croix-Rousse vom Fourvière aus
Sicht auf den Hang von Croix-Rousse vom Fourvière aus
Verwaltung
Land Frankreich
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Stadt Lyon
Arrondissement 1.
Lage
Koordinaten 45° 46′ 14″ Nord
4° 49′ 54″ Ost
Höhe 178 m - 208 m
Verkehrsanbindung
U-Bahn Métro Lyon C
Buslinie C 13 18, u. a.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

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Die Besiedlung der Hänge von La Croix-Rousse beginnt erst in der Renaissance; bis dahin wurden die Hügel «Saint-Sébastien» genannt. Zu Beginn des 17. Jh. begann die Entwicklung der Stadt außerhalb der Mauer de la Lanterne (Place des Terreaux). Der Bau der Wehrmauern von Croix-Rousse[1] beginnt 1512 und dauert ein Jahrhundert.[2] Im 19. Jh. wurde die Siedlung zu einem Industrieviertel dank der Entwicklung der Seidenindustrie in Lyon.[3]

BeschreibungBearbeiten

Die Pentes de la Croix-Rousse ziehen sich von der Rue du Jardin des Plantes bis zur Höhe des Hügels ohne das Viertel um den Place Sathonay, das in der Ebene und damit beim 1. Arrondissement bleibt.

Das Viertel des Pentes lehnt sich an den Hang an und ist damit stark abschüssig. So führen einige Straßennamen die Bezeichnung „Steigung“ (fr: montée): Montée de la Grande Côte, Montée Saint-Sébastien, Montée des Carmelites, u. a. 1862 wurde die erste städtische Standseilbahn der Welt zwischen der Rue Terme und dem Boulevard de la Croix-Rousse in Dienst gestellt (Funiculaire de la rue Terme). 1891 folgte eine weitere, die Funiculaire de Croix-Paquet, zwischen Croix-Paquet und La Croix-Rousse. Die erste Seilbahn wurde in eine Straßentunnel umgewandelt, nachdem sie 1967 geschlossen wurde. Die verbliebene Bahn wurde in die Linie C integriert. Wegen der starken Steigung musste zwischen den Stationen Hôtel de Ville - Louis Pradel und Croix-Rousse eine Zahnradbahn eingerichtet werden.

In dem Viertel gibt es mehrere Bauwerke aus der römischen Epoche: In Höhe der botanischen Gärten gibt es das Amphitheater der 3 Gallien und die römische Straße oder Straße zum Rhein, die früher Lugdunum (der römische Name von Lyon) mit Germanien verband.

Hier befinden sich auch zahlreiche Traboule, Passagen zwischen den Häusern, die, entsprechend dem Gelände, aus vielen Treppen bestehen. Sie stellen jedoch die kürzeste Verbindung zum Stadtzentrum her. Die Wege, bestehend aus engen Gassen, Abhängen und Treppen, sind also weitgehend den Fußgängern vorbehalten.

Einteilung der PentesBearbeiten

Die Hänge am Croix-Rousse sind in drei Einheiten, die sich stark unterscheiden, eingeteilt, obwohl sie doch eine Gemeinsamkeit, dem Terrain geschuldet, behalten.

Der MittelteilBearbeiten

 
Montée de la Grande Côte vor der Erneuerung

Die Montée de la Grande Côte steigt, wie der Name sagt, fast vertikal an und verbindet die Place des Terreaux in der Ebene mit dem Boulevard de la Croix-Rousse auf dem Hügel. Aber es gibt andere, weniger steile Montée; diese „bucklige“ Zone wurde mehrfach bearbeitet, um sie angenehmer zu gestalten:

  • Durch Plätze oder Plätzchen, die die Steigung unterbrechen wie die Place Colbert, die den Eingang zum Cour des Voraces und seiner Treppe von 6 Etagen bildet, die Place Morel oder die Place Rouville
  • Durch Parkanlagen, wie den Jardin des Plantes, den Jardin de la Place Croix-Rousse oder den kleine Jardin Villemanzy, die alle zum Ziel haben, dem dicht besiedelten Gebiet Grünflächen zu schaffen.

Der Mittelteil ist wieder in mehrere Zonen aufgeteilt: Das «Quartier des Terreaux» (benannt nach dem gleichnamigen Platz), das «Quartier Sainte-Catherine » (auch unterer Hang genannt, fr: bas des pentes), die eigentliche «Pentes» und dann der obere Hang (fr: haut des pentes), beginnend am Boulevard de la Croix-Rousse kurz vor dem Plateau.

Der WestteilBearbeiten

Im Westen breitet sich das «Quartier des Chartreux» aus, benannt nach der ehemaligen Kongregation, die hier ansässig war, und die ein Gymnasium (Institution des Chartreux), die Kirche Saint-Bruno-les-Chartreux de Lyon sowie Gärten oberhalb der Saône.

Der OstteilBearbeiten

Im Osten gewähren die Ausläufer der Rhône Aussichtspunkte auf den Parc de la Tête d’Or und auf die Alpen vom Hang Saint-Sébastien und der Terrasse Villemanzy (innerhalb der Mauern des ehemaligen Militärkrankenhaus Villemanzy) und, noch höher, auf dem Plateau von der Esplanade Le Gros Caillou und dem Place Bellevue aus.

GrünflächenBearbeiten

 
Ehemaliger Jardin des Plantes
  • Der botanische Garten Croix-Paquet, ein langgezogener, steiler Platz zwischen den Straßen Rue Alsace-Lorraine, Rue des Fantasques, Montée Saint-Sébastien und dem Platz gleichen Namens. Er erstreckt sich über 7.000 m² oberhalb der Metrostation gleichen Namens.
  • Der Jardin de la Grande Côte entlang des Hangs gleichen Namens (Montée de la grande Côte). Der Garten präsentiert seine Terrassen auf einer Fläche von mehr als 6.000 m² am Hang von La Croix-Rousse eine Vielfalt von Maulbeeren.
  • Der Jardin des Chartreux im Westen oberhalb vom Place du Port Neuville entlang dem Cours Général Giraud und dem Place Rouville mit einer Fläche von etwa einem Hektar. Von bietet sich eine gute Sicht auf die Ufer der Saône und auf die Altstadt von Lyon.
  • Das Stadion Duplat zwischen dem Boulevard de la Croix-Rousse und der Rue Pierre Dupont.
  • Der Jardin des Plantes und das Amphithéâtre des Trois Gaules an der Rue

Lucien Sportisse.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Église du Bon Pasteur

FotogalerieBearbeiten

Weitere HinweiseBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Französisch: Rempart de la Croix-Rousse
  2. François Dallemagne, Georges Fessy, Les défenses de Lyon, Éditions Lyonnaises d'Art et d'Histoire, 2006, S. 42–50, ISBN 2-84147-177-2
  3. Französisch: Histoire de la soierie à Lyon

Koordinaten: 45° 46′ N, 4° 50′ O