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Peja

Großstadt und Amtssitz der gleichnamigen Gemeinde und des Bezirkes Peja im Westen des Kosovo
(Weitergeleitet von Peć)
Pejë/Peja1
Peć/Пећ2
Wappen von Peja
Peja (Kosovo)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Kosovo3
Bezirk: Peja
Gemeinde: Peja
Koordinaten: 42° 40′ N, 20° 18′ OKoordinaten: 42° 39′ 37″ N, 20° 17′ 30″ O
Höhe: 505-520 m ü. A.
Einwohner: 48.962 (2011)
Telefonvorwahl: +383 (0) 39
Postleitzahl: 30000
Kfz-Kennzeichen: 03
1 albanisch (unbestimmte / bestimmte Form),
2 serbisch (lateinische / kyrillische Schreibweise)
3 Die Unabhängigkeit des Kosovo ist umstritten. Serbien betrachtet das Land weiterhin als serbische Provinz.
Straße in Peja um 1966
Bergsee westlich der Stadt im Hochland

Peja (albanisch auch Pejë, serbisch Пећ Peć) ist eine Stadt im Westen des Kosovo. Mit fast 49.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte des Landes und der Hauptsitz der etwa 96.000 Einwohner umfassenden nach ihr benannten Gemeinde. Zudem ist Peja der Sitz des Bezirkes Peja.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Stadt befindet sich zehn Kilometer östlich der Grenze zu Montenegro und ungefähr ebenso weit nordöstlich der Grenze zu Albanien. Peja liegt am Fluss Bistrica e Pejës. Der Weiße Drin, der größte Fluss des Kosovo, entspringt unweit der Stadt in den Bergregionen am Weg zur montenegrinischen Grenze.

KlimaBearbeiten

In Peja herrscht ein Kontinentales Klima. Die Sommer sind meist sehr warm und niederschlagsarm, die Winter kalt und niederschlagsreich. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr beträgt etwa 850 mm.


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Peja
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,8 6 10,9 16,1 20,9 24,1 26,5 26,4 22,7 16,9 10,1 4,5 Ø 15,7
Min. Temperatur (°C) −3,6 −1,5 2 6,1 10,3 13,3 15 14,8 11,5 6,8 2,3 −1,8 Ø 6,3
Temperatur (°C) −0,5 2,1 6,4 11,2 15,9 19 21,1 20,8 17,2 11,8 5,9 1,2 Ø 11,1
Niederschlag (mm) 85,9 71,5 65,2 67,2 68,2 53 54,7 48 52,1 75,3 118,2 91,4 Σ 850,7
Regentage (d) 12 12,3 11,3 11,5 13 13,2 9,9 8,7 8,1 9,5 12,3 13,3 Σ 135,1
Luftfeuchtigkeit (%) 81 75 68 63 64 64 60 60 67 73 81 83 Ø 69,9
T
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2,8
−3,6
6
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16,1
6,1
20,9
10,3
24,1
13,3
26,5
15
26,4
14,8
22,7
11,5
16,9
6,8
10,1
2,3
4,5
−1,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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85,9
71,5
65,2
67,2
68,2
53
54,7
48
52,1
75,3
118,2
91,4
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

GeschichteBearbeiten

 
Gebiet des Patriarchats von Peć zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert

Die Wurzeln der Stadt liegen in der Antike. Während der Zeit der Römer wurde der Ort Picaria genannt. Von dieser Bezeichnung leiten sich vermutlich auch die Bezeichnungen in den heutigen Sprachen ab (Peja und Peć). Eine andere Erklärung für die Namensgebung liefern die zahlreichen Höhlen im Prokletije-Gebirge bzw. Nordalbanischen Alpen, die sich am südwestlichen Ende der Stadt auftürmen. So soll sich Peć aus dem serbischen Wort pećina für Höhle ergeben haben.

Im Jahr 1253 übernahm Peć infolge der Süderweiterung und -verlagerung des serbischen Machtbereichs die Funktion als Sitz der serbisch-orthodoxen Erzbischöfe von Žiča. 1346 erhob Stefan Uroš IV. Dušan Peć in den Rang eines Patriarchats. Auch nachdem die Osmanen nach der Schlacht auf dem Amselfeld 1389 das Serbische Reich nach und nach erobert hatten, blieb Peć noch bis 1463 Sitz der serbisch-orthodoxen Kirche. Während der Zeit der Osmanen (bis 1912) trug die Stadt den Namen İpek und war Sitz eines Sandschaks.

Das Patriarchat wurde im Jahr 1557 wiederhergestellt. Durchgesetzt hatte dies Sokollu Mehmed Pascha, Großwesir des Sultans Süleyman I. und Bruder des neuen serbischen Patriarchen Makarije (lat.: Macarius). 1766 unterstellten die Türken das serbische Patriarchat dennoch dem Patriarchat von Konstantinopel, nachdem es zuvor zu blutigen Auseinandersetzungen mit der serbischen Bevölkerung gekommen war, die zudem zu einer gewaltigen Auswanderungswelle von Serben aus dem Kosovo Richtung Vojvodina geführt hatten. Die Neugründung des serbischen Patriarchats erfolgte erst 1920 in Belgrad.

Während der osmanischen Zeit (bis 1912) trug die Stadt den Namen İpek und war Sitz eines Sandschaks im Vilâyet Kosovo. Für das 19. Jahrhundert vermerkt Meyers Konversations-Lexikon rund 7000 Einwohner meist griechische und mohammedanische Serben und als Hauptwirtschaftszweige Obst-, Tabak- und Maulbeer-Pflanzungen sowie Seidenbereitung. 1899 schlossen sich Vertreter tonangebender konservativ-islamischer albanischer Familien in der Stadt zur „Liga von Peja“ zusammen.[1] Die Stadt gehört zu jenem Teil Südosteuropas, der am längsten unter osmanischer Herrschaft stand. Erst nach dem Ersten Balkankrieg 1912/13 zogen die Türken ab und Peć wurde Teil des Königreichs Montenegro, während der Rest des heutigen Kosovo dem Königreich Serbien angeschlossen wurde. Ende 1918 wurde Peć nach dem Beitritt Montenegros zu Serbien und nach dessen Vereinigung mit den südslawischen Gebieten Österreich-Ungarns Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 Königreich Jugoslawien). Erst im föderalen System des sozialistischen Jugoslawiens ab 1945 kam Peć zur neu geschaffenen Sozialistischen Republik Serbien als Teil der Provinz Kosovo und Metochien. In dieser Zeit war die Stadt Sitz eines serbischen Verwaltungsbezirkes.

Seit 2008 ist Peja Teil der neu gegründeten Republik Kosovo, die derzeit von 114 Staaten anerkannt wird.

BevölkerungBearbeiten

Bei der Volkszählung 2011 wurden für die Stadt Peja 48.962 Einwohner registriert. Davon sind 45.915 (93,78 %) Albaner, 1438 (3,03 %) Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter, 1178 (2,41 %) Bosniaken, 174 (0,36 %) Goranen, 46 Türken und 21 Serben.[2]

Bevölkerungsentwicklung[3]
Census 1948 1953 1961 1971 1981 1991 2011
Einwohner 17.277 21.058 28.351 41.853 54.497 68.163 48.962

Durch den großen Anteil an Auswanderern in der Bevölkerung, die in West- und Mitteleuropa und in den Vereinigten Staaten leben, stehen 29,3 Prozent der Wohnungen leer. Fünf bis sechs Personen lebten 2011 durchschnittlich in einem Haushalt. Die Bevölkerungsdichte belief sich auf 158,8 Einwohner/km², was unterhalb des landesweiten Durchschnitts war (175 Einwohner/km²).[4]

Albaner, Bosniaken, Kosovo-Ägypter und Roma zählen sich zum Islam. Die albanischen Muslime organisieren sich in der Islamischen Gemeinschaft des Kosovo (alb. Bashkësia Islame e Kosovës).[5] Eine Minderheit der Albaner sind Katholiken, die in der Stadt selber und in den Dörfern Gllaviçica/Glavičica, Gllogjan/Glođane, Nepolë/Nepolje, Llugagji, Dugajve und Potërq/Petrić siedeln. Die Katholiken werden vom Bistum Prizren-Pristina (alb. Ipeshkvia e Kosovës) in Prizren verwaltet, das direkt dem Heiligen Stuhl unterstellt ist. Die Serben gehören überwiegend der serbisch-orthodoxen Kirche an.

PolitikBearbeiten

LegislativeBearbeiten

Gesetzgebende Behörde ist der Gemeinderat (albanisch Kuvendi komunal, serbisch Skupština opštine). Dieser besteht aus 35 Mitgliedern, die alle vier Jahre vom Volk direkt gewählt werden. Sowohl der Ratspräsident als auch sein Stellvertreter werden in der konstituierenden Sitzung von den Gemeinderäten in einer geheimen Wahl bestimmt. Zu den Aufgaben des Gemeinderates zählen die Festlegung und Änderung der Gemeindereglemente, die Budget- und Investmentplanung, die Rechnungsabnahme, die Jahresplanung und die Erstellung von Jahresberichten, die Einberufung gesetzlich vorgeschriebener Ausschüssen, die Festlegung von Abgaben und Gebühren, die Festlegung sowie Verwendung von Symbolen der Gemeinde, die Festlegung und Verleihung von Auszeichnungen und Ehrentitel, die Namensgebung von Gassen, Straßen und Plätzen sowie Abkommen zur Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden auf nationaler und internationaler Ebene.[6]

Seit den Wahlen 2017 setzt sich der Gemeinderat, bei einem Frauenanteil von knapp über einem Drittel, aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:[7]

Zusammensetzung des Gemeinderats (2017–2021)
Partei Wahlergebnis 2017 +/-* Wählerstimmen Sitze +/-*
Demokratische Liga des Kosovo 39,39 % + 9,79 % 16.385 15 + 5
Allianz für die Zukunft des Kosovo 27,5 % - 1,5 % 11.440 10 (=)
Demokratische Partei des Kosovo 12,92 % - 3,93 % 5.376 5 - 1
Bewegung Selbstbestimmung! 8,61 % + 2,97 % 3.582 3 + 1
Demokratische Alternative des Kosovo 2,19 % + 2,19 % 912 1 + 1
Sozialdemokratische Initiative 2,16 % + 2,16 % 899 1 + 1

* Veränderung zur Kommunalwahl 2013[8]

JudikativeBearbeiten

Für erstinstanzliche Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Peja zuständig. Es besteht aus Abteilungen für Privat- und Strafrecht, schwere Verbrechen, Jugendstrafrecht und Bagatelldelikte. Außenstellen des Bezirksgerichtes befinden sich in Deçan, Istog und Klina. Von den 24 Richtern sind acht weiblich und alle gehören der albanischen Ethnie an. Die Anklagebehörde besteht aus drei Abteilungen (Allgemein, schwere Verbrechen, Jugend) und beschäftigt 24 Staatsanwälte von denen bis auf einen Serben alle Albaner sind. Der Frauenanteil liegt hier bei 38 %.[9]

WappenBearbeiten

Das Wappen von Peja gibt auf roten Hintergrund historische und traditionelle Eigenschaften der Stadt wieder. Das Gebäude mit den zwei Türmen symbolisiert einen wehrhaften Wohnturm (alb. Kulla), dessen Architektur charakteristisch für die gesamte Region Dukagjini ist. In der Großgemeinde Peja stehen 22 Kullas, die zum kulturellen Erbe des Landes gehören und wovon sich neun in der Stadt selbst befinden. Die Brücke symbolisiert die steinerne Bogenbrücke von Peja (alb. Ura e Gurit), die den Fluss Bistrica e Pejës überspannt und ebenfalls unter Denkmalschutz steht.[10][11]

PartnerschaftenBearbeiten

Peja arbeitet weltweit mit Partnerstädten und -gemeinden in den Bereichen Bildung, Kunst und Kultur, wirtschaftliche Entwicklung sowie Gesundheitswesen und Soziales zusammen:

Stadt Land
Fier[12] Albanien  Albanien
Gusinje[13] Montenegro  Montenegro
Hörby[14] Schweden  Schweden
Johnston[15] Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten, Iowa
Kruja[16] Albanien  Albanien
Sarajewo[16] Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegowina

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Rugova-Schlucht westlich von Peja
 
Die Blei-Moschee
 
St. Katharinenkirche an der General-Wesley-Clark-Straße

Peja liegt in einer abwechslungsreichen Landschaft und beherbergt mit dem Patriarchenkloster das für die serbisch-orthodoxen Christen wohl bedeutendste Bauwerk. Etwa 15 Kilometer südlich der Stadt liegt außerdem das serbisch-orthodoxe Kloster Visoki Dečani. Beide Klöster zählen seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

BauwerkeBearbeiten

Rote MoscheeBearbeiten

Ihren Namen hat die Rote Moschee ihren roten Ziegelsteinen zu verdanken, die sie für die Region einzigartig machen. Gemäß einer Inschrift über dem Eingang wurde sie im Jahre 1173 AH islamischer Zeitrechnung (1759–1769) und 1307 AH islamischer Zeitrechnung (1889–1890) renoviert. Das Gebäude ist heute eine ausgebrannte Ruine, erhalten sind noch Teile der Fassade, die marmorne Minbar und Mihrāb sowie das Minarett. Die UNESCO hat die Wiederherstellung des Gebäudes empfohlen.

Kurshumli-Moschee (Blei-Moschee)Bearbeiten

Benannt nach ihrer bleiernen Dachbedeckung wurde die Moschee mehrere Male zerstört und wiederhergestellt. Zu jugoslawischen Zeiten diente sie als Munitionsdepot, seit 1965 wird sie wieder als Gebetshaus von umliegenden muslimischen Gemeinden genutzt. Im Mai 1999 wurde sie niedergebrannt und später wieder restauriert.

Das Gebetshaus ist zwölf mal zwölf Meter groß und war ursprünglich von einem nach außen mit Blei bedeckten hölzernen Kuppelgewölbe überdacht. Die Wände sind aus Bruchstein bedeckt mit weißem Gips. Erkennbar ist noch die Gebetsnische. Das ursprüngliche Minarett wurde 1989 ersetzt durch einen Neubau ohne historischen Wert. Die UNESCO hat die Wiederherstellung des Gebäudes empfohlen.

Bajrakli-Moschee (Bannerträger-Moschee)Bearbeiten

Das auch Al-Fatih-Moschee genannte Gebäude wurde Ende des 15. Jahrhunderts von Sultan Mehmed II. erbaut. Nachdem es im Juni 1999 niedergebrannt worden war, wurde es mit italienischen Spenden wiederhergestellt. Die Bayrakli-Moschee besteht aus einem Portikus und dem Gebetsraum, der reich mit ornamentaler Malerei versehen ist. Das Minarett gehört wahrscheinlich zu einer früheren Moschee. Das Gebäude gilt als ein Beispiel osmanischer Architektur in Europa.

Kirche der heiligen KatharinaBearbeiten

Die St. Katharinenkirche ist das spirituelle Zentrum der katholischen Albaner in Peja. Die Kirche befindet sich in der Nähe des Krankenhauses der Stadt und wurde in ihrer jetzigen Form 1929 auf den Grundmauern einer alten katholischen Kirche, die im Ersten Weltkrieg zerstört wurde, erbaut.

Die ersten schriftlichen Hinweise einer albanisch-katholischen Gemeinde in Peja datieren auf das Jahr 1584. Im Jahre 1701 wurde die Pfarrei gegründet und mit dem Bau der Kirche begonnen. 1872 gründete die Pfarrei auf dem Grundstück der Kirche die erste albanischsprachige Schule in Peja, die bis zum Ende des Ersten Weltkrieges zahlreiche Kinder in der albanischen Sprache unterrichtete. Die Räume der ehemaligen Schule werden heute vom katholischen Kindergarten Lul Mazreku genutzt.[17]

MedienBearbeiten

Es gibt fünf Radiostationen aber keine Tageszeitung. Die größeren kosovoweit erscheinenden Blätter haben Korrespondenten im Ort.

SportBearbeiten

Der lokale Fußballverein KF Besa spielt in der höchsten Liga, der Vala Superliga.

In Peja ist der Kletterverein Mërimangat e Pejës (Die Spinnen von Peja) ansässig, der mit dem Klettersteig in den Albanischen Alpen einen der bekanntesten im Kosovo unterhält.

Die Rugova-SchluchtBearbeiten

Auf ihrem Weg nach Peja durchfließt die Bistrica e Pejës die Rugova-Schlucht. Sie liegt eingezwängt zwischen den höchsten Gipfeln Albaniens, Kosovos und Montenegros. Die zum Teil in die steilen Felswände gehauene Straße, die von Peja durch die Schlucht und über den 1849 Meter hohen Kulla-Pass führt, verbindet die Region Metochien mit Montenegro. Die albanischen Bewohner dieser Gegend gehören mit ihrer traditionellen Tracht und ihren Volkstänzen zu den bekanntesten des albanischen Kulturraumes.

WirtschaftBearbeiten

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Landwirtschaft und Arbeitslosigkeit kennzeichnen die Wirtschaft der Region. 1989 gab es schätzungsweise 18.000 Arbeitnehmer, heute liegt diese Zahl nach offiziellen Angaben bei etwa 2.750. Es gibt 2.731 angemeldete Firmen. Größere Arbeitgeber am Ort sind eine Brauerei, eine Großbäckerei, eine Ziegelei, ein Produzent von Bauholz und kleinere Handels- und Dienstleistungsfirmen. Von der schlechten Wirtschaftslage sind vor allem die ethnischen Minderheiten betroffen (Roma, Kosovo-Ägypter, Türken und Serben).

InfrastrukturBearbeiten

 
Bahnhof Peja/Peć

VerkehrBearbeiten

In früherer Zeit lag die Stadt an der wichtigen Handelsroute zwischen Dubrovnik und Istanbul, die aber längst ihre Bedeutung verloren hat. Allerdings bleibt Peja sein Status als nördlicher Verkehrsknotenpunkt der Landschaft Rrafshi i Dukagjinit (serbisch Metohija) erhalten.

Über Peja führen nach wie vor die einzigen direkten Verkehrsverbindungen von Kosovo nach Montenegro – nach Rožaje in nördlicher und nach Andrijevica in westlicher Richtung. Nach Süden führt eine Hauptstraße über Deçan und Gjakova nach Prizren, nach Osten eine Hauptstraße nach Pristina.

Sowohl nach Pristina als auch nach Prizren führen Eisenbahnlinien der kosovarischen Bahngesellschaft Trainkos.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Radivoje Ljubinkovic: Die Apostelkirche im Patriarchat von Pec. Beograd 1964.
  • Gojko Subotic: Die Kirche des Heiligen Demetrius im Patriarchat von Pec. Beograd 1964.
  • Mirjana Corovic-Ljubinkovic: Pecko-decanska ikonopisna skola od 14 do 19 veka. (Die Ikonenmalerei-Schule von Pec vom 14. bis zum 19. Jahrhundert / serbokroatisch) Beograd 1955.
  • Milan Ivanovic: The Virgin’s church in the patriarchate of Pec. Beograd 1972.
  • Josef Mueller: Albanien, Rumelien und die österreichisch-montenegrinische Gränze oder statistisch-topographische Darstellung der Paschaliks Skutari, Priserend, Ipek, Toli-Monastir ... Calve, Prag 1844.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Peja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Oliver Jens Schmitt: Debakel einer Grossmacht. Die Türkei propagiert das Osmanische Reich als Ordnungsfaktor – dabei sah es auf dem Balkan übel aus. In: Neue Zürcher Zeitung, 4. Juli 2015, S. 53.
  2. Ethnic composition of Kosovo 2011. In: pop-stat.mashke.org. Abgerufen am 1. August 2018.
  3. Kosovo censuses. In: pop-stat.mashke.org. Abgerufen am 16. April 2019.
  4. Karakteristikat e banesave, ekonomive familjare dhe popullsisë sipas komunave. Enti i Statistikës së Kosovës, abgerufen am 3. April 2012 (albanisch, serbisch, englisch).
  5. Bashkësia Islame e Kosovës. Abgerufen am 3. April 2012 (albanisch).
  6. Law No. 03/L-040 on Local Self Government. (PDF; 0,3 MB) In: Amtsblatt der Republik Kosovo. Parlament der Republik Kosovo, 4. Juni 2008, S. 10-13, abgerufen am 16. April 2019.
  7. Zgjedhjet për Kuvendin Komunal 2017/Izbori za Skupštinu Opština 2017 - Rezultatet përfundimtare nga QNR/Konačni rezultati iz CPR. (PDF; 0,3 MB) Zentrale Wahlkommission der Republik Kosovo, Oktober 2017, S. 19, abgerufen am 10. April 2019 (albanisch, serbisch, dt. Kommunalwahlen 2017 - Endergebnisse des ZAE (Zentrum für Auszählung und Endergebnisse)).
  8. Zgjedhjet për Kuvendin Komunal 2013/Izbori za Skupštinu Opština 2013 - Rezultatet përfundimtare nga QNR/Konačni rezultati iz CPR. (PDF; 0,2 MB) Zentrale Wahlkommission der Republik Kosovo, November 2013, S. 23, abgerufen am 10. April 2019 (albanisch, serbisch, dt. Kommunalwahlen 2013 - Endergebnisse des ZAE (Zentrum für Auszählung und Endergebnisse)).
  9. Municipal Profile 2018 Pejë/Peć Region. (PDF; 0,8 MB) In: OSCE Mission in Kosovo. Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, 10. Oktober 2018, S. 3, abgerufen am 19. April 2019.
  10. Kujtim Gashi: Lista e Trashegimisë Kulturore për Mbrojtje të Perkohshme. (PDF; 2,5 MB) Ministerium für Kultur, Jugend und Sport der Republik Kosovo, 3. Oktober 2018, S. 21-25, abgerufen am 10. April 2019 (albanisch, dt. Liste des kulturellen Erbes unter vorübergehenden Schutz).
  11. Adelina Sahiti: Emblemat e qyteteve të Kosovës dhe përmbajtjet e tyre. In: faktePLUS online. Nachrichtenagentur FaktePlus, 1. Januar 2019, abgerufen am 10. April 2019 (albanisch, dt. Die Embleme der Städte des Kosovo und deren Bedeutung).
  12. Komuna e Pejës dhe ajo e Fierit bashkëpunime të ndërsjella në fushën e turizmit dhe kulturës. In: Website der Gemeinde Peja. 28. September 2012, abgerufen am 10. April 2019 (albanisch, dt. Die Gemeinden Peja und Fier arbeiten in den Bereichen Kultur und Tourismus zusammen).
  13. Anela Čekić, Gazmend Muhaxheri: Vendim Nr.58-2018 për Binjakëzim-Bashkëpunim komunal ndërkombëtar. (PDF; 0,3 MB) In: Website der Gemeinde Peja. Gemeinderat Peja, 30. Juli 2018, S. 2, abgerufen am 16. April 2019 (albanisch, dt. Entschluss Nr.58-2018 zur internationalen Partnerschaft auf kommunaler Ebene).
  14. Komuna e Pejës dhe Komuna e Horby-Suedi nënshkruan marrëveshjen e binjakëzimit. In: Website der Gemeinde Peja. 30. September 2011, abgerufen am 2. Januar 2012 (albanisch, dt. Die Gemeinden Peja und Hörby-Schweden unterzeichnen das Abkommen der Städtepartnerschaft).
  15. Brian Morelli: Johnston and Kosovo City to Become 'Sister Cities': From the Mayor's Desk. In: Patch News. Patch Media Coorperation, abgerufen am 10. April 2019.
  16. a b Mbahet takimi i Asamblesë Komunale. In: Website der Gemeinde Peja. 30. Dezember 2010, abgerufen am 10. April 2019 (albanisch, dt. Der Gemeinderat traf sich zu einer Sitzung).
  17. Famullija e Pejës. In: Website der katholischen Kirche des Kosovo. Bistum Prizren-Pristina, abgerufen am 10. April 2019 (albanisch, dt. Gemeinde Peja).