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Partido da República

politische Partei in Brasilien
Partido da República
Partei­vorsitzender Antonio Carlos Rodrigues
Gründung 26. Oktober 2006
Haupt­sitz Brasília
Aus­richtung Konservatismus, Wirtschaftsliberalismus
Farbe(n) Blau und Rot
Mitglieder­zahl 799.301 (2016)[1]
Website www.partidodarepublica.org.br

Der Partido da República (PR, deutsch Partei der Republik) ist eine konservative[2][3] Partei in Brasilien.[4] Ihr Vorsitzender ist Antonio Carlos Rodrigues, ehemaliger Verkehrsminister im Kabinett Rousseff II.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Partei, die auf der rechten Seite des politischen Spektrums in Brasilien verortet wird,[2] wurde am 26. Oktober 2006 als Vereinigung des liberalen, aber evangelikal beeinflussten Partido Liberal mit dem rechtsgerichteten Partido da Reedificação da Ordem Nacional (PRONA) gegründet und am 19. Dezember 2006 beim Tribunal Supremo Eleitoral (Oberstes Wahlgericht) in die Liste der wählbaren Parteien eingetragen. Bei der Fusion wurde das Parteiprogramm Manifesto do Partido da República - PR veröffentlicht.[5] Die Zahl der registrierten Mitglieder beträgt 799.301 (Stand Dezember 2016). Sie hat auf Wahlzetteln die Nummer 22.

Sie steht an siebenter Stelle im Ranking der korruptesten Parteien in Brasilien.[6]

 
Partido Geral dos Trabalhadores
(PGT) 1995–2003
 
 
 
 
 
Partido Social Trabalhista
(PST) 1996–2003
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Partido Liberal
(PL) 1985–2006
 
 
 
 
 
 
 
Partido da Reedificação da Ordem Nacional
(PRONA) 1989–2006
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Partido da República
(PR) 2006–
 
 
Quelle: Tribunal Superior Eleitoral[7][8]

WahlergebnisseBearbeiten

Die Partei ist seit der 53. Legislaturperiode im Nationalkongress vertreten. Bei den Parlamentswahlen im Jahr 2010 gewann sie vier von den 81 Senatssitzen: Alfredo Nascimento für Amazonas, César Borges für Bahia, Magno Malta für Espírito Santo und João Ribeiro für Tocantins. Bei den Wahlen 2014 für die 55. Legislaturperiode wurden Cidinho Santos und Wellington Fagundes für Mato Grosso, Magno Malta erneut und Vicentinho Alves für Tocantins zu Senatoren gewählt.

Alfredo Nascimento hatte bis 17. April 2016 den Parteivorsitz inne, den er an Alfredo Nascimento abgab, nachdem, obwohl die PR gegen das Amtsenthebungsverfahren gegen Dilma Rousseff war, 26 Abgeordnete für die Amtsenthebung gestimmt hatten. Nach den Parlamentswahlen 2014 zählt die Partei 44 Abgeordnete, von denen jedoch fünf ihr Amt nicht ausüben.[9] Sie stellt im Abgeordnetenhaus die siebtstärkste Partei.

Wahl der Abgeordnetenkammer in Brasilien 2014
(in %)
 %
40
30
20
10
0
14,0
(-2,9)
11,4
(-0,5)
11,2
(-1,8)
6,5
(-0,6)
6,4
(-0,2)
6,2
(n. k.)
5,8
(-1,8)
4,2
(-3,4)
34,3
(+5,0)



Bei den Kommunalwahlen in Brasilien 2016 setzten sich die Kandidaten der PR in 296 Munizipien durch und stellen dort den Stadtpräfekten (Bürgermeister).[10]

Bekannte ParteimitgliederBearbeiten

Zu den bekannten Namen zählen der ehemalige Abgeordnete und jetzige Generalsekretär der Partei José Marcos de Lima, der Abgeordnete Inocêncio de Oliveira, der ehemalige Verkehrsminister Alfredo Nascimento, der ehemalige Gouverneur von Mato Grosso Blairo Maggi, der Senator Magno Malta, der ehemalige Stadtpräfekt der bevölkerungsreichsten Stadt in Espírito Santo Vila Vehla Neucimar Fraga, der ehemalige Gouverneur von Rio de Janeiro Anthony Garotinho mit seiner Ehefrau, der jetzigen Stadtpräfektin von Campos dos Goytacazes Rosinha Garotinho, der ehemalige Gouverneur des Distrito Federal do Brasil José Roberto Arruda oder der ehemalige Verkehrsminister César Borges.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. TSE-Datenbank zum Dezember 2016, Datenabfrage 3. März 2017.
  2. a b Alfred P. Montero: Brazil. In: Mark Kesselman, Joel Krieger, William A. Joseph: Introduction to Comparative Politics. 7. Auflage, Cengage Learning, Boston 2015, S. 357–401, auf S. 388.
  3. Gustavo A. Flores-Macías: After Neoliberalism? The Left and Economic Reforms in Latin America. Oxford University Press, Oxford/New York 2012, S. 124.
  4. Partidos políticos registrados no TSE. Tribunal Superior Eleitoral, abgerufen am 3. März 2017 (portugiesisch).
  5. História do PR. Abgerufen am 4. März 2017 (portugiesisch).
  6. Movimento de Combate à Corrupção Eleitoral: Dossiê „Políticos cassados por corrupção eleitoral.“ (Memento vom 8. Oktober 2013 im Internet Archive). Brasília, 4. Oktober 2007. Abgerufen am 3. März 2017 (portugiesisch).
  7. TSE: Histórico de partidos. Abgerufen am 3. März 2017 (portugiesisch).
  8. Resolução nº 21374/2003. In: www.tse.jus.br. Abgerufen am 3. März 2017 (portugiesisch).
  9. Datenbankabfrage bei der Câmara dos Deputados vom 4. März 2017.
  10. Prefeituras Municipais do PR Eleições 2016. EXCEL-Datei, abgerufen am 4. März 2017.