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Parlamento
Natürliche Quelle unter riesigen Feigenbäumen bei Ira'ara
Der Suco Parlamento liegt an der Küste, im Nordosten des Verwaltungsamts Lautém. Der Ort Parlamento liegt im Westen des Sucos.
Daten
Fläche 82,15 km²[1]
Einwohnerzahl 2.342 (2015)[1]
Chefe de Suco Angelo Calvão Silva
(Wahl 2009)
Aldeias Einwohner (2015)[1]
Iparira 394
Ira'ara 522
Laiara 469
Moro 545
Soiquili 412
Parlamento (Osttimor)
Parlamento
Parlamento
Koordinaten: 8° 22′ S, 126° 56′ O

Parlamento ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Lautém (Gemeinde Lautém).

Der OrtBearbeiten

 
Heilige Häuser in Moro (1970)

Der Ort Parlamento liegt im Westen des Sucos auf einer Meereshöhe von 281 m. Direkt an ihn grenzt nördlich das Dorf Moro (Muro), etwas weiter nach Westen liegen die Siedlungen Iparira, Serenica und Laiara.

Der SucoBearbeiten

Parlamento
Orte Position[2] Höhe
Iparira 8° 21′ S, 126° 56′ O 235 m
Ira'ara 8° 20′ S, 127° 1′ O 33 m
Iralafai 8° 21′ S, 126° 59′ O 339 m
Laiara 8° 21′ S, 126° 57′ O 184 m
Liarafa 8° 21′ S, 126° 55′ O m
Moro 8° 21′ S, 126° 56′ O 281 m
Parlamento 8° 22′ S, 126° 56′ O 281 m
Serenica 8° 21′ S, 126° 57′ O 235 m
Soiquili 8° 21′ S, 126° 59′ O 339 m
 
Typische Küstensavanne in Parlamento

Der Suco hat 2.342 Einwohner (2015), davon sind 1.161 Männer und 1.181 Frauen. Die Bevölkerungsdichte beträgt 28,5 Einwohner/km². Im Suco gibt es 426 Haushalte.[1] Fast 90 % der Einwohner geben Fataluku als ihre Muttersprache an. Fast 7 % sprechen Makasae, 3 % Tetum Prasa.[3]

Bei der Gebietsreform 2015 wurden die Grenzen Parlamentos nicht verändert. Die Fläche des Sucos beträgt 82,15 km².[1] Der Suco liegt an der Nordküste Timors, an der Straße von Wetar. Im Osten grenzt es an den Suco Com, im Westen an den Suco Pairara. Im Süden liegt das Verwaltungsamt Lospalos mit seinen Sucos Raça und Bauro. Im Süden befindet sich mit 576 m auf dem Plateau von Nári die höchste Erhebung des für timoresische Verhältnisse niedrig gelegenen Sucos. Zwei Kaps liegen im Norden: Ponta Luturo Váti, der nördlichste Punkt der Insel Timor, und etwas südwestlich davon der Ponta Iracuro.

An der Nordwestecke des Sucos liegt direkt an der Küste der Ort Liarafa,. Im Nordosten befinden sich die Dörfer Soiquilli (Soikili)/Iralafai (beide Orte bilden eine Siedlung) und Ira'ara (Ira-Ara, Iraara). Kleine Straßen verbinden die Dörfer mit der Außenwelt. Die nördliche Küstenstraße, einer der wichtigsten Verkehrswege, führt durch den Norden des Sucos und verbindet ihn mit der Landeshauptstadt Dili im Westen und dem Ort Com im Osten. Eine weitere wichtige Straße führt hier von der Küstenstraße nach Süden zur Gemeindehauptstadt Lospalos. Entlang der Ostgrenze führt eine Nebenstraße von Bauro nach Com.[4] Grundschulen befinden sich in Moro, Soiquili/Iralafai und Ira'ara.[5] In Ira'ara befindet sich die Quelle Lutu Ira.[6]

In Parlamento befinden sich die fünf Aldeias Iparira, Ira'ara, Laiara, Moro und Soiquili.[7]

GeschichteBearbeiten

 
Reste eines japanischen Bunkers in Parlamento

Nach der Unabhängigkeitserklärung Osttimors 1975 begann Indonesien mit einer großangelegten Invasion in das Nachbarland. Bis Oktober 1976 war auch der Ort Lautém und die Verbindungsstraße Richtung Lospalos unter indonesischer Kontrolle, doch erst 1977 begannen die Indonesier Osttimor auch in der Fläche besetzt. In Parlamento wurden 2.000 Einwohner aus der ganzen Gemeinde interniert. Keiner durfte sich vom Lager mehr als 100 Meter entfernen, eine Versorgung mit Lebensmittel durch die Streitkräfte Indonesiens erfolgte nicht. Täglich starben zwei bis fünf Menschen. Nur wenn ein indonesisches Kriegsschiff im Hafen von Lautém anlegte, erhielten einige Internierte zwei Dosen Reis pro Tag für ihre Arbeit beim Entladen des Schiffes.[8]

PolitikBearbeiten

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Angelo Calvão Silva zum Chefe de Suco gewählt[9] und 2009 in seinem Amt bestätigt.[10]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015, abgerufen am 23. November 2016.
  2. Fallingrain.com: Directory of Cities, Towns, and Regions in East Timor
  3. Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Parlamento (tetum; PDF-Datei; 8,17 MB)
  4. Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
  5. UNMIT-Karte vom August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF-Datei; 380 kB)
  6. Helen K. Larson, Duncan Buckle, Jessica Lynas, Andrew Storey, Chris Humphrey: Additional records of freshwater fishes from Timor-Leste, with notes on the fish fauna of the unique closed Irasiquero River system, The Beagle, Records of the Museums and Art Galleries of the Northern Territory, 2007 23: 131–135.
  7. Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 (Memento vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (Portugiesisch; PDF-Datei; 315 kB)
  8. „Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (Memento des Originals vom 28. November 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavr-timorleste.org (PDF-Datei; 1,22 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)
  9. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)
  10. Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)

f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap