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Parcours

Strecke mit vorbereiteten Hindernissen
Reitsport-Parcours
Hundeparcours (Teilabschnitt)
Kaninchenparcours
Hindernis auf einem kanadischen Trainingsparcours 1917.

Als Parcours [ˌparˈkuːr] (von fr. parcourir: ablaufen, durchlaufen) bezeichnet man allgemein eine Strecke mit vorbereiteten Hindernissen.

PferdeBearbeiten

Im Springreiten wird die Abfolge der Hindernisse auf einem abgegrenzten Gelände oder in einer Halle so bezeichnet – als Abgrenzung zu den Geländesprüngen in der Vielseitigkeit einerseits und einzelnen Sprüngen oder Sprungfolgen im Training andererseits. Bei einem Parcours variieren die Anzahl, Höhe und Weite der Hindernisse sowie Schwierigkeit in der Linienführung und den Distanzen je nach der Klasse der Prüfung. Die Hindernisse müssen von den einzelnen Reiter-Pferd-Paaren in einer festgelegten Reihenfolge überwunden werden. Vor jeder Prüfung kann der Reiter eine Parcoursbesichtigung machen, in der er sich die Reihenfolge der Sprünge einprägt und die Distanzen zwischen den Sprüngen abschreitet.

HundeBearbeiten

Eine gleichbedeutende Verwendung des Begriffs ist im Hundesport beim Agility üblich. Wie im Reitsport variiert die Schwierigkeit bei verschiedenen Prüfungsklassen, die Reihenfolge der Hindernisse ist vorgegeben, und vor der Bewältigung des Parcours in der Prüfung wird eine Besichtigung durch die startenden Hundeführer vorgenommen.

KaninchenBearbeiten

Beim Kaninhop sind die Hindernisse bedeutend kleiner als im Pferde- oder Hundesport. Die Kaninchen werden meist an einer Leine durch die Bahn geführt. Das Tier, das seine Strecke in der kürzesten Zeit bei geringster Anzahl Fehler bewältigt, ist der Gewinner. Als Fehler gelten das Reißen einer Querlatte oder drei leichte Korrekturen durch den Kaninchenhalter.

MenschenBearbeiten

 
X. Internationale Feuerwehrsportwettkämpfe 1993 in Berlin, Disziplin 100-Meter-Hindernislauf

Menschen nutzen den Parcours über eine festgesetzte Distanz mit einer zu überwindenden Aufreihung von Hindernissen als sportlich orientiertes Training, als Wettkampf (z. B. Hindernislauf) oder zum Drill im militärischen wie nichtmilitärischen (z. B. Polizei, Feuerwehr) Ausbildungsbetrieb.[1] Traditionelle Bogenschützen üben den Sport des 3D-Bogenschießens auf einem Bogenparcours aus, das ist ein Rundweg durch naturbelassenes Gelände, neben dem Tierfiguren als Ziele aufgestellt sind, die es zu schießen gilt.

Der Parcours findet schließlich auch als wissenschaftliches Testinstrument für die Diagnostik bestimmter menschlicher Leistungskomponenten Verwendung (vgl. Wiener Koordinationsparcours).

WeblinksBearbeiten

 Wiktionary: Parcours – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Franz-Josef Sehr: X. Feuerwehr-Olympiade 1993 in Berlin. In: Florian Hessen 9/1993. Munkelt Verlag, Wiesbaden 1993, S. 24–26. ISSN 0936-5370.